Blüte der Madame Alfred Carrière mit Biene
Blüte der Madame Alfred Carrière mit Biene Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Pflanzen von A bis Z | Ziergarten Rosen für den Halbschatten

Rosen mögen sonnige, offene Standorte, die gut abtrocknen können. Einige Rosensorten gelten aber auch als halbschattentolerant. Beim MDR Garten war Jan Diedag Janßen vom Vierländer Rosenhof in Hamburg zu Gast. Er erklärte, was bei der Rosenzucht zu beachten ist und welche Sorten sich für den Halbschatten besonders gut eignen.

Blüte der Madame Alfred Carrière mit Biene
Blüte der Madame Alfred Carrière mit Biene Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Rosengewächse (Rosaceae) sind fast überall beheimatet. In verschiedenen Variationen kommen insbesondere die großen Rosengruppen in Asien, Europa, Amerika und dem Nahen Osten vor. Voraussetzungen für gesunde Rosen sind drei Gegebenheiten: Lehm, Sonne und Dünger.

Der Lehmboden sollte idealerweise locker mit Humus durchzogen sein. Gut abgelagerter Rinder- und Pferdemist kann für die Aufarbeitung des Lehmbodens verwendet werden. Desto besser die Rosen im "Futter" stehen, umso besser geht es ihrer Gesundheit. Gute Düngung sorgt für eine gesunde Ernährung der Pflanze. Dadurch werden sie kräftiger und gleichzeitig resistenter gegen Krankheiten. Drei-Monats-Depotdünger bietet sich hier an. Er sollte stickstofflastig sein, aber nicht mehr nach Ende Juli gegeben werden. Auch organische Dünger, wie Knochenmehl oder Hornspäne, können verabreicht werden. Voraussetzung für eine erfolgreiche Düngung ist jedoch, dass der Boden den Anforderungen einer Rose entspricht. Erst wenn der Boden den Wünschen einer Rose gerecht wird, klappt’s auch mit der Düngung.

Rosen: Diese Sorten eignen sich auch für den Halbschatten

Rosen mögen grundsätzlich sehr sonnige Standorte. Deshalb eignet sich nicht jede Sorte für den Halbschatten. Hier stellen wir Ihnen klassische, mehrfach blühende Rosensorten vor, die auch im Halbschatten gedeihen.

Rose der Sorte Madame Isaac Perriere
'Madame Isaac Pereire' zählt zu den beliebtesten Bourbonrosen. Die bis zu zweieinhalb Meter groß werdende Rose eignet sich zum Pflanzen an einem freien Spalier. Leider ist sie für Mehltau anfällig. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Rose der Sorte Madame Isaac Perriere
'Madame Isaac Pereire' zählt zu den beliebtesten Bourbonrosen. Die bis zu zweieinhalb Meter groß werdende Rose eignet sich zum Pflanzen an einem freien Spalier. Leider ist sie für Mehltau anfällig. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Rose der Sorte Senegal
'Sénégal' zählt zu den kletternden Teerosen. Ihre Blüten weisen eine schwarzrote Färbung auf. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Rose der Sorte Boule de Neige
'Boule de Neige', auf deutsch Schneeball, gehört zu den Bourbonrosen. Mit ihren stark duftenden, strahlend weißen Blüten erinnert sie an eine Mischung aus Kamelie und Schneekugel. Sie wächst als Strauch und wird bis zu anderthalb Meter hoch. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Rose der Sorte Westerland
Die Rosensorte 'Westerlang' wächst zu einem stark buschigen, aufrecht wachsenden Gehölz. Der bis zu anderthalb Meter groß werdende Strauch trägt in Kupferfarben leuchtende Blüten. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Knospe der Rosensorte Blush noisette
Die Knospen der 'Blush Noisette' verwandeln sich in ein Meer von locker gefüllten, hellrosa Blüten. Ihre Blüten duften nach Nelken. Die 'Blush Noisette' besitzt kaum Stacheln. Auch die meisten anderen Noisetterosen vertragen Schatten. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Rose der Sorte Madame Alfred Carriére
'Madame Alfred Carrière' wächst stark, aber nicht übermäßig. Sie ist winterhart und fast frei von Krankheiten. Ihre Blüten duften nach Tee. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Rose der Sorte Ghislaine de Feligonde
Die 'Ghislaine de Feligonde' zeichnet sich durch ihre rispenförmigen, gefüllten Blüten aus. Ihre Rispen tragen bis zu 25 Blüten und färben sich nach dem Öffnen von Apricot in Weiß. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Knospe der Sorte Rose de Resht
Die aus Persien stammende 'Rose de Resht' zählt zu den Herbstdamaszenern. Sie trägt kleine Blüten in Purpur- bis Karmesinrot. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Rose der Sorte Rose de Resht
Die öfterblühende 'Rose de Resht' besticht nicht nur durch ihre dicht gefüllten, pomponartigen Blüten, sondern auch durch den herb-süßlichen Geruch. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 01. Juli 2018 | 08:30 Uhr

Überwintert werden können Rosen als Kübelpflanzen. Sie brauchen aber einen besonderen Winterschutz. Der Topf wird idealerweise mit Luftpolsterfolie eingewickelt. Wichtig ist dabei, dass beim Einwickeln der Topf zum Gießen (die Rose sollte im Winter nicht austrocknen) nach obenhin offen bleibt. So geschützt können die Kübelrosen den Winter in der Garage oder einem Schuppen gut überstehen. Ein Kellerraum ist zur Überwinterung weniger gut geeignet, weil er in der Regel zu warm ist. Die Temperaturen für die Überwinterung sollten unter acht Grad Celsius liegen. Stehen weder Schuppen noch Garage zur Verfügung, kann der Kübel auch in eine geschützte Ecke im Garten, zum Beispiel in eine Balkonnische oder in eine Hausecke, gestellt werden. Dann allerdings sollte ihr Kübel in der kalten Phase zusätzlich mit einem Karton oder Tannenzweigen eingepackt werden.

Rosen für den Halbschatten

Für den Halbschatten eignen sich Rosen, die einen gewissen Wildrosenanteil in ihrer Abstammung mit sich bringen. Teilweise gibt es Rosen, die die Sonne mögen, aber den Halbschatten tolerieren. Aber es gibt auch Rosen, die den Halbschatten mögen und ihn brauchen. So beispielsweise die Kletterrose Sénégal. Mit ihren tiefschwarzen Blättern verträgt sie den Halbschatten besser; in der Sonne verbrennen ihre dunklen Blätter.

Zu den für den Halbschatten geeigneten Rosen gehören die Gruppen der Noisette (zum Beispiel die Madame Alfred Carrière) oder der Bourbon (zum Beispiel die Madame Isaac Pereire).

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 10. Juni 2018 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Juni 2018, 14:30 Uhr