Hand pflückt roten Apfel vom Baum
Äpfel nicht vom Baum drehen, da sie sonst den Stiel verlieren und schneller verderben. Äpfel werden vom Baum geerntet indem man sie nach oben kippt. Bildrechte: imago/imagebroker

Wann sind die Äpfel reif? Äpfel: Tipps und Tricks für die Ernte

Endlich sind die Äpfel reif. Auf den Apfelplantagen hat die Ernte begonnen. Sind Sie unsicher, ob die Früchte an ihren Bäumen schon reif sind? Das sollten Sie über die Apfelernte und Lagerung der Früchte wissen.

Hand pflückt roten Apfel vom Baum
Äpfel nicht vom Baum drehen, da sie sonst den Stiel verlieren und schneller verderben. Äpfel werden vom Baum geerntet indem man sie nach oben kippt. Bildrechte: imago/imagebroker

Je nach Region und Sorte - im September ist Apfelzeit. Sind die Früchte richtig ausgefärbt, sollten die frühen Apfelsorten am besten gleich vom Baum gegessen werden ('James Grieve', 'Carola', 'Prinz Albrecht von Preußen'). Im Gegensatz zu den Winteräpfeln lassen sie sich nicht gut lagern.

Lageräpfel Je früher Äpfel reif sind, desto schlechter können sie gelagert werden. Nur Winteräpfel sind echte Lageräpfel.

Äpfel richtig ernten - die Kipprobe

Für jede Apfelsorte gibt es Richtwerte, wann die Früchte reif sind. In sehr heißen Sommern kann sich die Ernte aber nach vorne schieben. Ist es sehr warm und trocken, werden die Äpfel häufig nicht so groß - obwohl sie schon reif sind. Nach kühlen Sommern sollten die Äpfel dagegen länger am Baum reifen.

Daran erkennen Sie reife Früchte:

  • Die Kerne sind braun.
  • Der Stiel der Frucht löst sich einfach vom Ast.
  • Die Früchte haben eine sortentypischen Deckfarbe.

ein aufgeschnittener Apfel neben einem ganzen
Ein sicheres Indiz für die Apfelreife sind braune Kerne. Bildrechte: IMAGO

Man sollte Äpfel nicht vom Baum drehen, denn dabei löst sich der Apfel oft vom Stiel. Gerade für die Lagerung ist es aber wichtig, das der Stiel am Apfel bleibt. Äpfel werden geerntet, indem man sie kippt. Mit der "Kipp-Probe" finden Sie auch heraus, ob der Apfel reif ist. Greifen Sie hierfür den Apfel und kippen sie ihn vorsichtig um 90 Grad nach oben. Die Früchte sind erntereif, wenn sich der Stiel dabei problemlos vom Ast löst. Wenn nicht, sollte man den Apfel noch eine Weile hängen lassen. Erntet man pflückreife Äpfel zu spät, halten sie nicht so lange. Sie verschrumpeln und faulen schneller.

Es gibt aber einen Unterschied zwischen pflückreif und genussreif. Viele Äpfel müssen nach der Ernte noch nachreifen, sie sind also noch nicht genussreif. Sorten wie der 'Danziger Kantapfel', 'Cox Orange', 'Ontario', 'Topas' werden geerntet und erst einige Wochen später gegessen.

Winteräpfel sind Lageräpfel

Winteräpfel wie der 'Cox Orange', 'Roter Boskoop', 'Kaiser Wilhelm' oder 'Topas' gelten als gute Lagersorten. Wenn sie gelagert werden sollen, müssen sie aber knapp reif geerntet werden, sagt Obstbaumexpertin Monika Möhler vom Lehr- und Versuchszentrum Gartenbau in Erfurt, sonst schrumpeln sie sofort. Der Stiel muss sich gut lösen, der Apfel eine leichte sortentypische Deckfarbe haben. Ist das Fruchtfleisch schon weich und mehlig, ist es zu spät für die Lagerung. Dann eignen sich die Früchte nur noch für die Verarbeitung zu Mus oder Marmelade.

Ideal für die Lagerung sind Temperaturen von drei bis zehn Grad Celsius. Der Reifeprozess kann hinausgezögert werden, indem eine mit kleinen Löchern versehene Plastikplane über die Früchte gebreitet wird. Der Ort, an dem die Äpfel lagern, darf nicht zu trocken sein. Holzstiegen eignen sich besser für die Aufbewahrung als Papierkartons.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 22. September 2019 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. August 2019, 08:30 Uhr