Saatgut-Experiment Paprika mit diesem Trick schneller vorziehen

Paprikasamen brauchen in der Regel rund zwei Wochen, um zu keimen. Stimmt es also, dass die Samen nach dem Aussäen viel schneller keimen, wenn man die Samenspitze gezielt abschneidet? Wir haben diesen Trick getestet.

Eine junge Frau schneidet die Spitze eines Samens ab 2 min
Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Für die Keimung brauchen die Samen von Paprika in der Regel bis zu zwei Wochen. Wer Paprika also anbauen möchte, sollte die Pflanzen normalerweise bereits im Februar vorziehen. Doch mit unserem Trick geht es auch etwas später. Hier erfahren Sie, wie Sie die Paprikasamen in zwölf Stunden zum Keimen bringen.

Was für schnelle Paprika-Keimung nötig wird

  • Paprikasamen
  • Frischhaltefolie oder eine kleine, durchsichtige Plastiktüte (zum Beispiel Gefrierbeutel)
  • eine Schere
  • ein Wattepad
  • kleine Schälchen
  • kaltes und heißes Wasser (nach Aufkochen fünf Minuten abkühlen lassen)
  • Kokosquelltabletten oder Aussaaterde
  • ein Plastikbehälter

Paprikasamen in zwölf Stunden vorkeimen: So geht's

Das Prinzip ist sehr einfach. Die Paprikasamen haben kleine Spitzen. Durch diese Spitzen sprießen dann die Wurzeln bei der Keimung. Doch die Samenschale ist sehr hart. Deshalb dauert es bis zu zwei Wochen, bis die kleine Wurzel durch die Schale bricht. Um den Prozess zu beschleunigen, kann man die Samenspitze abschneiden und somit den Weg für die Wurzel freimachen.

Samenspitze wird mit einer Schere abgeschnitten
Die kleine Samenspitze sollte abgeschnitten werden. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Die Paprikasamen steckt man dann in das Wattepad und wickelt sie gut um. Um die Samen aufzuwecken, taucht man sie abwechselnd fünfmal jeweils für drei Sekunden in das heiße und kalte Wasser ein. Nach dem Abtupfen legt man das noch feuchte Wattepad in ein kleines Schälchen und deckt es mit der Frischhaltefolie ab oder wickelt es in die Plastiktüte - so entsteht ein kleines Gewächshaus. Anschließend stellt man das Schälchen an einen warmen und dunklen Ort. Bereits nach zwölf Stunden sieht man die ersten Ergebnisse.

vorgekeimte Paprikasamen
Nach zwölf Stunden sind die kleinen Wurzeln schon zu sehen. Bildrechte: MDR/Monika Wolak

Paprika vorziehen

Nach der Keimung können die Samen nun in Aussaaterde oder Kokosquelltabletten. Wenn Sie die Kokosquelltabletten verwenden, tauchen Sie die Tabletten erst für ein paar Minuten ins Wasser ein. Anschließend stecken Sie die Samen in die Erde oder Quelltabletten und decken Sie den Plastikbehälter mit der Frischhaltefolie oder der Plastiktüte ab. Stellen Sie den Behälter an einen warmen, hellen Ort. Lüften Sie das Mini-Gewächshaus täglich für mindestens eine Stunde. Falls die Erde oder Kokosquelltabletten trocken werden, besprühen Sie sie mit Wasser mittels einer Ballbrause.

Kokosquelltableten liegen in einem Plastikbehälter, der in Frischhaltefolie gewickelt ist
Für ein Mini-Gewächshaus braucht man lediglich einen Plastikbehälter und Frischhaltefolie. Bildrechte: MDR/Monika Wolak

MDR Garten (mw)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 06. März 2022 | 08:30 Uhr

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