Zeitlos schöne Blütenpracht Die fünf Klassiker unter den Strohblumen pflanzen

Eine Frau mit grüner Schürze steht in einem Garten vor einem Pfirsichbaum mit Früchten.
Bildrechte: MDR/Lisa-Marie Kaspar

Oh wie schön ist es, einen Sommerblumenstrauß zu pflücken. Wenn diese Blumen sich dann auch noch zum Trocknen eignen und uns den Sommer durch den Winter hindurch konservieren, ist das die schönste Errungenschaft. Gärtnerin Brigitte Goss stellt uns die fünf Klassiker unter den Strohblumen vor und erklärt, wie sie gesät und gepflanzt werden.

Strauß Trockenblumen
Strohblumen kombiniert mit Gemüse ergeben ein tolles Bild. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Eigentlich kann man viele Sommerblumen ab Ende April direkt ins Freiland sähen. Doch die Wetterkapriolen der letzten Wochen haben gezeigt, dass der Pflanzennachwuchs vor Frost, Kälte, Starkregen und kalten Winden noch einige Zeit Schutz benötigt. Deshalb ist es vor allen in klimatisch ungünstigen Lagen ratsam, die Sommerblumen im Haus vorzuziehen. Auch wenn es Ende April, Anfang Mai die ersten warmen Tage und Wochen gibt, mit starken Nachtfrösten ist bis Mitte Mai noch zu rechnen.

Trockenblumen im Haus vorziehen - so geht's

Gärtnerin Brigitte möchte diesen Sommer viele Sommerblumen für Trockensträuße und Trockengestecke ansäen und anpflanzen. Damit es gelingt und der Frost die Mühen nicht zunichte macht, zieht die Expertin die Blumen im Haus vor. Brigitte Goss empfiehlt die Pflanzerde einen Tag vor der Aussaat im Backofen zu sterilisieren, da viele Trauermücken jetzt aktiv werden und die kleinen Pflanzen fressen. Hierfür wird die Erde in einem Topf mit Deckel für eine halbe Stunde in den Backofen gestellt und bei 150 Grad Celsius erhitzt. Das Erhitzen in einem geschlossenen Topf ist wichtig, da die erwärmte Erde stark riecht. Außerdem bleibt so die Feuchtigkeit in dem Substrat erhalten. Durch die Hitze werden die Maden der Trauermücken abgetötet.

Schilder für die Aussaat von Trockenblumen
Sommerblumen sind frostemfindlich. Deswegen ist es ratsam, sie im Topf vorzuziehen. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
Brigittes Lieblings-Trockenblumen
  Blütezeit Blütenfarbe Wuchshöhe
Strohblume (Xerochrysum bracteatum) Juli bis September rot, rosa, weiß, orange, gelb,violett, 30 cm bis 100 cm
Sonnenflügel (Helipterum roseum) Juli bis Oktober rosa, pink, weiß 30 cm
Statice, Strandflieder (Limonium) Mai bis Juli lila, violett 20 bis 70 cm
Papierblume (Xeranthemum annuum Immortelle) Juli bis Oktober weiß, rosa, rot, violett 30 bis 60 cm
Einjähriger Rittersporn (Delphinium) Juni bis September weiß, lila, rosa bis 90 cm

Strohblume, Sonnenflügel, Statice, Papierblumen und Einjähriger Rittersporn werden in mittelgroße Schalen in Aussaaterde ausgesät und mit Erde abgedeckt. Die Samen sollten im Abstand von 5 Millimeter ausgesät werden, so kann man sie später besser pikieren, also vereinzeln. Die Aussaaten brauchen eine Temperatur von etwa 20 Grad Celsius Raumtemperatur und gleichmäßige Bodenfeuchte bis zur Keimung. Danach sollten die Jungpflanzen zusätzlich hell stehen. Nach den Eisheiligen werden Strohblumen ausgepflanzt. Sie brauchen einen sonnigen Platz im Garten und bevorzugen einen durchlässigen, humosen Boden.

Strohblumen ernten und trocknen

Wenn die Knospen Farbe zeigen, aber noch nicht vollständig aufgeblüht sind, ist der ideale Zeitpunkt die Korbblütler zu ernten. An einem schattigen, luftigen Platz werden sie kopfüber aufgehängt. Durch das Trocknen festigen sich die Stiele und entwickeln die nötige Standfestigkeit.

Die Top 5 der Trockenblumen pflanzen

Diese fünf Bumen sind die Klassiker unter den Strohblumen. Nach der Blüte kopfüber aufgehängt, sorgen sie das ganze Jahr für einen bunten Blumenstrauß in der Vase.

Strauß Trockenblumen
Werden Strohblumen vorgezogen, blühen sie deutlich früher als bei einer Direktsaat. Hier die typische Strohblume Xerochrysum bracteatum, die in ganz verschiedenen Farben erblüht. Bildrechte: MDR/ Brigitte Goss
Strauß Trockenblumen
Werden Strohblumen vorgezogen, blühen sie deutlich früher als bei einer Direktsaat. Hier die typische Strohblume Xerochrysum bracteatum, die in ganz verschiedenen Farben erblüht. Bildrechte: MDR/ Brigitte Goss
gelbe Trockenblume
Zum Beispiel auch in gelb. Wer nicht aussäen möchte - Jungpflanzen sind ab Anfang Mai auch auf dem Wochenmarkt erhältlich. Bildrechte: MDR/ Brigitte Goss
rosarote Blüten einer Trockenblume
Der Sonnenflügel (Helipterum roseum) könnte auch direkt ins Freie gesät werden, aber dann ist mit Ausfällen zu rechnen. Es gibt halbgefüllte und gefüllte Formen in weiß, rosa und dunkelrosa. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
lila Blüten des Strandflieders
Der Strandflieder ist ein Bewohner der Küsten- Steppen- und Wüstengebiete. Es gibt auch mehrjährige Arten. Aber der einjährige geflügelte Strandflieder besitzt die beste Farbwirkung. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
Immortelle Papierblume Xeranthemum annuum
Die Blütenblätter der Papierblumen sind silbrig glänzend. Es gibt sie in weiß, rosa und rosarot. Da Papierblumen das Pikieren nicht immer gut vertragen, sollten sie in kleine Minitöpfe oder Multitopfplatten gesät werden. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
rosa, blauer und weißer Rittersporn
Der einjährige Rittersporn ist eine Kulturform des Feldrittersporns. Blau ist seine Hauptfarbe, doch es gibt ihn auch in weiß und rosa. Er keimt nach 15 bis 20 Tagen. Also etwas Geduld haben. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Strauß Trockenblumen
Auch auf dem Beet sind Strohblumen eine Augenweide. Hier wurden sie mit Gemüse kombiniert. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
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Alternative: Trockenblumen als Jungpflanzen kaufen

Wer die Aussaat im April/ Mai verpasst hat, kann sich noch beim Gärtner und auf dem Wochenmarkt beim Gemüsehändler mit Sommerblumenjungpflanzen eindecken.

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