Achtsam gärtnern im Jahr 2021 Gute Vorsätze fürs neue Gartenjahr

Der Corona-Krise im (Klein-)Garten trotzen, ein Insektenhotel bauen, eigenes Saatgut gewinnen, Gemüse selber anbauen: Wir haben gute Vorsätze für das neue Gartenjahr gesammelt. Diese zwölf Gartentipps sind von der Redaktion ausdrücklich zum Nachahmen empfohlen.

Eine Metallbank steht zwischen Blumen in einem Garten
Wohlfühlplatz 2021: Einen Garten zu pflegen und zu gestalten, macht viele Menschen glücklich. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

1. Sich einen Kleingarten zulegen

Corona und kein (baldiges) Ende in Sicht? Lassen Sie sich nicht entmutigen. Einen Garten zu gestalten, zu pflegen und zu genießen, macht glücklich - und es lenkt von den Sorgen der Corona-Krise ab. Menschen mit Gärten sind zufriedener, wie eine wissenschaftliche Studie gezeigt hat. Darum ist jetzt ein idealer Zeitpunkt, sich einen Kleingarten zuzulegen, entweder als Paar, Familie oder gemeinsam mit Freundinnen und Freunden. In manchen Städten ist das zwar leichter gesagt als getan. Dennoch sollten Sie nicht den Mut verlieren. Fragen Sie vielleicht etwas außerhalb Ihres Wohnortes in umliegenden Dörfern nach, ob dort noch Gärten frei sind.

2. Ein Insektenhotel bauen

Einen milden Tag im Winter können Sie dazu nutzen, ein Insektenhotel zu bauen. Falls Sie schon eines haben, ist jetzt ein günstiger Zeitpunkt, den Unterschlupf für Wildbienen und andere Tiere zu erneuern. Bohren Sie dabei aber keine "zugemauerten" Löcher wieder auf, um die Brut nicht zu gefährden.

Das Insektenhotel sollte schon ab Ende Februar im Garten bereitstehen: Viele Wildbienen starten früher im Jahr durch als die Honigbienen. Doch beim Anbringen oder Aufstellen eines Insektenhotels ist Vorsicht geboten. Nicht jedes Nistmaterial eignet sich für Wildbienen. In der Nähe der Nisthilfe, des Bienenhauses oder Insektenhotels sollte sich zudem eine Wasserstelle oder ein Ort mit feuchter Erde befinden. Wildbienen sammeln dort den Mörtel, mit dem sie ihre Brutkammern für die Eiablage verschließen.

Naturgarten Insektenhotel: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Viele Menschen geben sich Mühe und bauen Insektenhotels. Dabei werden häufig Fehler gemacht. Vor allem wird oft falsches Material verwendet. Darauf sollten Sie achten, wenn Sie die Behausungen für Insekten herstellen.

Auf einem Tisch liegen Zapfen, ein Ziegelstein und ein Holzstamm mit Löchern.
Viele Gärtner wollen Gutes tun und stecken viel Arbeit in den Bau von Insektenhotels. Materialien wie Tannenzapfen und Steine gehören aber nicht hinein. Bildrechte: Daniela Dufft
Auf einem Tisch liegen Zapfen, ein Ziegelstein und ein Holzstamm mit Löchern.
Viele Gärtner wollen Gutes tun und stecken viel Arbeit in den Bau von Insektenhotels. Materialien wie Tannenzapfen und Steine gehören aber nicht hinein. Bildrechte: Daniela Dufft
Holz eines Nadelbaums.
Auch Nadelbaumholz sollte nicht verwendet werden. Es ist oft rau und kann die Bienen verletzen.   Bildrechte: Daniela Dufft
Der Stamm eines Baumes ist auf der Stirnseite mit Löchern durchbohrt.
Wichtig: Verwenden Sie lieber nicht die Stirnseite von Gehölzen. Das Holz kann reißen, Wasser kann von oben eindringen und das Holz faulen lassen. Parasiten, Pilze oder andere Schädlinge können eindringen und die Bienenbrut zerstören. Bildrechte: Daniela Dufft
Ein Holzblock in dem viele Löcher gebohrt sind. Mit einer langen Bürste werden die Röhren gereinigt.
Immer Hartholz verwenden - zum Beispiel Holunder, Buche, Esche oder Birke. Bienenhöhlen nicht in die Stirnseite, sondern in die Längsseite der Hölzer bohren und noch einmal fein abschleifen. Einige Insektenarten reinigen ihre Röhren selbst. Im späten Herbst können nicht belegte Röhren von Hand gereinigt werden, zum Beispiel mit einem Pfeiffenreiniger. Bildrechte: Daniela Dufft
Tannenzapfen liegen auf einem Tisch.
Auch Zapfen haben in einem Insektenhotel nichts zu suchen. Bienen meiden die Früchte der Bäume. Allerdings sind Zapfen im Garten an anderer Stelle durchaus erwünscht. Kleinen Spinnen und Käfern sind sie willkommener Unterschlupf, wenn sie auf dem Boden liegen. Bildrechte: Daniela Dufft
Leere Schneckenhäuser liegen auf einem Tisch.
Immer wieder werden Insektenhotels mit leeren Schneckenhäusern gefüllt. Diese gehören auf die Erde und werden von Mauerbienen zurechtgerückt und bezogen. Bildrechte: Daniela Dufft
Teil eines Ziegelsteins steht auf einem Tisch.
Auch Ziegelsteine lassen Insekten links liegen. Zudem sind die Kanten scharf. Egal wer hier hineinkriecht – die Verletzungsgefahr ist groß. Bildrechte: Daniela Dufft
In einer Blechdose stecken viele hohle Stängel
Hohle Stängel werden von Bienen gern angenommen. Sie können gesammelt und in eine Blechkiste gesteckt werden. Diese Röhren fliegen Bienen waagerecht an. Markige, noch gefüllte Stängel allerdings, sollten vertikal aufgehangen werden und schon älter sein. Bildrechte: Daniela Dufft
Insektenhotel auf einem Fensterbrett
Standort: Wichtiger als Sonne ist vor allem ein trockener Standort, gern auch unter einem Dach. Bildrechte: MDR/Viola Simank
lila Krokusblüten
Wachsen in der Nähe die richtigen Nektar- und Pollenspender wie Krokusse… Bildrechte: Daniela Dufft
Lila Blüte einer Traubenhyazinthe.
… Traubenhyazinthen… Bildrechte: Daniela Dufft
Lila Blüten des Schneeglanz.
… oder Schneeglanz… Bildrechte: Daniela Dufft
Eine Mauerbiene in einem Insektenbecher.
… werden sich die Bienen freuen. Diese Mauerbiene haben wir nach unseren Dreharbeiten gleich wieder freigelassen. Bildrechte: Daniela Dufft
Alle (13) Bilder anzeigen

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 21. März 2021 | 08:30 Uhr

Insektenhotels 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Wildbienen an einem Insektenhotel 1 min
Bildrechte: imago images / Manfred Ruckszio

3. Bäume, Sträucher und Stauden für Bienen und Vögel pflanzen

Unsere Gärten und Balkons teilen wir nicht nur mit Familie und Freunden. Von der filigranen Florfliege über die Motte als "Fledermaus-Snack" bis hin zum Eichhörnchen, im Garten finden viele Tiere ein Zuhause. Das ist gut so, denn Nützlinge halten die tierischen Mitbewohner in Schach, die den Pflanzen schaden. Ein guter Vorsatz lautet daher, das grüne Paradies mit Bäumen, Sträuchern und Stauden für Insekten, Vögel und Fledermäuse zu verschönern.

Stauden für Insekten - das Büffet ist eröffnet

Eine Biene fliegt auf eine lila Salbei-Blüte zu
Lippenblütler sind sehr beliebt bei Insekten. Zu den wichtigsten Vertretern gehören Lavendel, Salbei, Katzenminze und Kräuter wie Oregano, Thymian, Rosmarin und Ysop (Im Bild: Salvia x jamensis-Hybride 'Ignition Purple'). Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Eine Biene fliegt auf eine lila Salbei-Blüte zu
Lippenblütler sind sehr beliebt bei Insekten. Zu den wichtigsten Vertretern gehören Lavendel, Salbei, Katzenminze und Kräuter wie Oregano, Thymian, Rosmarin und Ysop (Im Bild: Salvia x jamensis-Hybride 'Ignition Purple'). Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Echinaceablüte mit Hummel
Einfach tolle Blüten haben die Scheinsonnenhüte, auch Echinacea genannt. Das finden auch viele Insekten und laben sich an den nektarreichen Blüten. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Ein Insekt fliegt eine weiße Gaurablüte an
Die zarten Blüten der Gaura ziehen von Juli bis September Insekten an. Die Staude bevorzugt einen sonnig-warmen Garten mit durchlässigem Boden. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Eine schwarze Holzbiene sitzt auf einer pinken Blüte
Was für ein Brummer! Die schwarze Holzbiene hat sich auf einer Indianernessel zur Mittagspause niedergelassen (Monarda x didyma 'Melua Violet'). Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Gelb blühende Blüten des Mädchenauges
Zu den traditionellen Beetpflanzen zählt das Mädchenauge. Die Blüten sind wunderschön. Je nach Tageszeit und Sonneneinstrahlung tummeln sich verschiedene Insekten um die Blüten (Coreopsis grandiflora 'Sun Kiss'). Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Sterndolden mit Bienen
Sterndolden sind ein Gewinn für naturnah oder romantisch gestaltete Gärten. Im Hochsommer ernähren sie Bienen und andere Insekten. Sie gedeihen in der Sonne und im Halbschatten, möchten aber nicht austrocknen. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Eine Biene sitzt auf einer lila Salbei-Blüte
Auch der Gartensalbei sollte in einem insektenfreundlichen Garten nicht fehlen. Er steht gut auch im Kübel, wird bis zu einem Meter hoch und blüht üppig (Salvia longispicata x farinacea). Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Ein Schmetterling sitzt auf einer Blüte des Schmettelingsflieders
Schmetterlinge lieben Buddleja - den Schmetterlingsflieder. Aber auch Bienen, Hummeln oder Wespen laben sich gern an den Blüten (Buddleja 'Buzz Hot Raspberry'). Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Blüten einer Verbene
Ein schöner Hingucker im Garten und Nahrungsquelle für Insekten sind die üppig blühenden Verbenen. Je nach Sorte blühen Verbenen von Mai bis Oktober. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Rosa und orangene Blüten des Wechselröschens
Was für ein Farbenspiel: Das Wandelröschen war nicht umsonst Terrassenpflanze des Jahres 2017 (im Bild: Lantana 'Evita Rose'). Die Blüten wechseln nach und nach die Farbe. Der intensive Duft der Blüten lockt Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten an. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Rosa Blüten einer Zinnie
Die einjährige Zinnie gehörte früher in jeden Bauerngarten. Die blühfreudigen Sommerblumen kommen auch mit Trockenheit gut zurecht (im Bild: Zinnia 'Profusion Cherry Bicolor'). Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Eine Pflanze mit mehreren winzigen, blauen Blüten und silbrig-grünen Stängeln
Die Blauraute wächst straff aufrecht als Halbstrauch. Sie wird etwa einen Meter groß und erfreut Insekten dank zahlreicher kleiner Blüten, die für Tiere leicht zugänglich sind. An einem sonnigen, windgeschützten Platz fühlt sich die Pflanze am wohlsten. Die Sorte 'Silver Scepter' besticht durch ihre silbrigen Triebe. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Eine Duftnessel-Pflanze mit mehreren winzigen, hellgelben Blüten
Die Blüten der Duftnessel, hier im Bild die Agastache 'Kudos Gold ®', locken mit ihrem erfrischenden Duft Insekten an. Die Pflanze gilt als unkomplizierter Dauerblüher. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Rosa blühende Glockenheide
Die Glockenheide (Erica gracilis) ist eine bienenfreundliche Alternative für die momentan weit verbreitete Knospenheide, eine Sonderform der Besenheide. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Zahlreiche gelbe Blüten einer Sonnenbraut-Pflanze
Eine bienenfreundliche Staude für den Spätsommer ist die Sonnenbraut, auch Helenium genannt. Als Korbblütler wirkt sie wie ein Schlemmerbuffet für die Insekten. Damit es der Pflanze gut geht, braucht sie Sonne und gleichmäßig feuchte Erde. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Verschiedene Sedum-Pflanzen mit dunkellila Laub
Im Herbst zeigen die Fetthennen, Vertreter der Gattung Sedum ihre meist rosafarbenen Blüten. Es gibt sehr attraktive Arten und Sorten mit dunklem oder zweifarbigem Laub. Sie alle bevorzugen eher trockenen, sandigen oder lehmigen Boden und einen Standort in der Sonne. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Alle (21) Bilder anzeigen

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 25. August 2019 | 08:30 Uhr

Sterndolden mit Bienen
Sterndolden sind ein Gewinn für naturnah oder romantisch gestaltete Gärten. Im Hochsommer ernähren sie Bienen und andere Insekten. Sie gedeihen in der Sonne und im Halbschatten, möchten aber nicht austrocknen. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

4. Eigenes Gemüse und Kräuter im Garten anbauen

Sie haben gerade erst angefangen, einen Garten zu pflegen? Oder bisher nur Zierpflanzen? Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Profis ernten mit Hilfe von Gewächshäusern, Warm- und Frühbeeten sogar das gesamte Jahr durch: Salate, Kohl, Zwiebeln und Knoblauch, Radieschen, Kohlrabi und anderes Wurzelgemüse, Tomaten, Zucchini, Kürbisse und dazu die passenden Kräuter. Ein Aussaatkalender hilft, den Überblick zu behalten. Wer nur wenig Platz im Garten, der kann ein...

5. ... Hochbeet anlegen und bepflanzen

Hochbeete haben gleich mehrere Vorteile. Sie wärmen sich im Frühling schneller auf und liefern auf wenig Platz eine gute Ernte. Weil sie sich gezielt bewässern und düngen lassen, gedeihen die Pflanzen darin. Hoch rankende Stangenbohnen sind vielleicht keine gute Wahl, viele andere Gemüse-, Obst- und Zierpflanzen-Arten eignen sich jedoch für für Hochbeete. Wenn Sie Kinder oder Enkel haben, können Sie das Projekt gleich für Familienzeit nutzen: Bepflanzen Sie zum Beispiel gemeinsam ein Hochbeet mit süßem Naschobst und bringen den Kleinen so das Gärtnern näher.

6. Auf gekaufte Pflanzenschutzmittel und Dünger möglichst verzichten

Zugegeben, es macht etwas Arbeit. Aber für viele Zwecke können Sie Dünger und Pflanzenstärkungsmittel einfach selbst herstellen. Das ist in der Regel günstiger, spart Müll und schont die Umwelt. Ob im Frühling auf dem Rasen, zur Stärkung gegen Pilze oder zur Bodenverbesserung im Gemüsebeet - Hausmittel und bewährte Rezepte können wir Ihnen ans Herz legen.

7. Eine blühende Wiese aussäen

Viele Gartenbesitzer träumen von einer Ecke, die wild vor sich hin blüht und zugleich den Insekten hilft. Blumenwiesen, wie diese Fläche umgangssprachlich heißen, können Sie selbst anlegen. Sie brauchen jedoch anfangs ein wenig Pflege.

8. Einen Komposthaufen anlegen

Oma und Opa haben es getan, und wer einen Garten übernimmt, sollte es auch machen: einen Komposthaufen anlegen. Es ist unheimlich praktisch, eigenen Kompost herzustellen. Reifer Kompost eignet sich als Dünger für zahlreiche Pflanzen und hilft, den Boden zu verbessern. Mit Hilfe von Kompost kann eigene Erde angemischt werden - zum Beispiel für die Anzucht. Auf dem Kompost lassen sich zudem viele Garten- und Grünabfälle einfach entsorgen. Also nichts wie ran ans "Gärtnergold".

9. Eigenes Saatgut gewinnen und verschenken

Aus robusten, samenfesten Sorten lässt sich Saatgut für das folgende Jahr gewinnen. Beispiele sind Tomaten, die eine besondere Form und Färbung haben, Bohnen, Erbsen oder auch bestimmte Paprikasorten. So erhalten Sie Gemüse- oder Sommerblumen-Sorten, die Sie mögen - und die vielleicht selten geworden sind. Und Sie können die Freude an Ihren Pflanzen auch mit anderen teilen. Versuchen Sie es einfach!

9. Plastik und Torf aus dem Garten verbannen

Ganze und halbierte Toilettenpapierrollen aus Pappe stehen aufrecht in einer grünen Wanne aus Kunststoff, daneben steht ein durchsichtiger Plastikbeutel mit aufgequollenem Kokossubstrat als Anzuchterde, in dem zwei Hände wühlen 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Warum dafür bezahlen, wenn geeignete Töpfchen für die Anzucht junger Pflanzen sowieso im Haushalt anfallen? Sammeln Sie Klopapierrollen, füllen Sie Anzuchterde oder Kokossubstrat hinein, gießen und säen Sie - fertig.

MDR FERNSEHEN So 31.03.2019 08:30Uhr 01:35 min

https://www.mdr.de/mdr-garten/pflegen/aussaat/klopapierrollen-anzucht-aussaat-anzuchtgefaesse-herstellen100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Pflanztöpfe aus Kunststoff, Erde in Plastiksäcken, Flüssigdünger in Einweg-Flaschen: Viele Produkte für den Garten gibt es in Plastik verpackt. Doch Kunststoff landet auf Umwegen im Boden, in Flüssen und Meeren, Tieren und auch im menschlichen Körper. Es lohnt sich daher, nach Alternativen zu suchen. Die "Zero Waste"-Bewegung, deren Ziel ein Leben ohne Abfälle ist, hat die Gärten längst erreicht. Die Ideen sind oft simpel: Pflanztöpfchen für die Anzucht werden selbst hergestellt. Erde oder Kompost gibt es auch als lose, unverpackte Ware - zum Beispiel in Wertstoffhöfen. Brennnesseln, Ackerschachtelhalm und andere Pflanzen eignen sich für selbstgemachten Dünger und zur Pflanzenstärkung. Wer noch Pflanzgefäße aus Kunststoff hat, kann sie einfach wiederverwenden. Und es lohnt sich, hochwertiges, robustes Gartenwerkzeug anzuschaffen. Naturschutzverbände rufen überdies dazu auf, ohne Torf zu gärtnern. So sollen Moore erhalten und das Klima geschützt werden. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

11. Sport machen und den Rücken stärken

Gartenarbeit bedeutet viel Bewegung an der frischen Luft. Vergessen Sie dabei aber bitte Ihren Rücken nicht! Deswegen lautet ein wichtiger Vorsatz auch fürs neue Jahr: schonend gärtnern. Die richtige Arbeitshaltung und kräftigende Übungen helfen, Verspannungen und Schmerzen vorzubeugen.

12. Schönheit und Reichtum der Natur genießen

Der Garten ist nicht nur zum Arbeiten, sondern auch zum Genießen da. Das steht für uns fest! Selbstgebundene Kränze, aromatische Kräuter, köstlicher Salat, erntefrisches Gemüse und Blüten zu jeder Jahreszeit zeigen, wie reich an Genüssen und Schönheit ein Garten sein kann.

Gartenbauingenieurin Ilka Hoffmann zeigt einen großen Kranz der mit Zapfen und Sternen geschmückt ist 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Weihnachten, Neujahr, Ostern oder ein Sommerfest - es gibt viele Gelegenheiten einen natürlichen Kranz zu gestalten. Dieser hier ist ein Jahreskranz, der teilweise neu gestaltet oder einfach umgedreht wird.

MDR FERNSEHEN So 27.12.2020 08:30Uhr 01:34 min

https://www.mdr.de/mdr-garten/gestalten/gartenelemente/Jahreszeitenkranz-adventskranz-osterkranz-gestalten-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Anleitung Schritt für Schritt: Kranz aus Naturmaterialien binden und gestalten

Das Material für einen ganz natürlichen Tür- oder Adventskranz findet sich in vielen Gärten. Gärtnerin Brigitte Goss zeigt Schritt für Schritt, wie aus biegsamen Zweigen und Kräutern ein toller Kranz gebunden wird.

Aus Hartriegelzweigen und Kräutern aus dem winterlichen Garten hat Gärtnerin Brigitte Goss diesen Kranz gebunden. Hier zeigt sie Schritt für Schritt, wie er gebunden wird.
Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
Aus Hartriegelzweigen und Kräutern aus dem winterlichen Garten hat Gärtnerin Brigitte Goss diesen Kranz gebunden. Hier zeigt sie Schritt für Schritt, wie er gebunden wird.
Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
Verschiedene Zweige und Kräuter
Das brauchen Sie für einen Kräuter-Advents- oder Türkranz: biegsame Zweige, zum Beispiel Hartriegel und dekorative Kräuter wie Salbei, trockene Blüten des Ysops, griechische Myrte, Currykraut oder Rosmarin. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
Triebe des roten Hartriegels wachsen in einem Garten.
Die hübschen Triebe des Roten Hartriegels lassen sich gut biegen und formen. Sie eignen sich hervorragend, um die Unterlage für den Kranz - den Korpus - herzustellen. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
Hartriegelzweige in einer Hand werden mit Draht umwickelt.
Für die Unterlage aus Hartriegelzweigen, werden erst drei bis vier Zweige mit einem Bindedraht zusammengebunden. Nach und nach werden immer zwei bis drei Triebe versetzt, auf die anderen Zweige aufgelegt und fest mit dem Draht umwickelt. So verlängert man die Triebe. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
Gebündelte Hartriegelzweige werden zu einem Kreis geformt.
Je nach gewünschter Länge, werden die umwickelten Äste vorsichtig zu einem Ring gebogen und der Anfang mit dem Ende verbunden, indem einfach weiter gewickelt wird. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
Verschiedene Kräuter werden in einer Hand gehalten
Der Bindedraht für die Unterlage wird nun einfach weiterverwendet und die Kräutertriebe an die Hartriegelunterlage schuppenförmig angeordnet und gebunden. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
Kräuter werden schuppenförmig auf die Hartriegelunterlage gebunden.
Gerade bei den Kräutern ist es wichtig, den Draht stramm anzuziehen. Im Haus trocknen die Kräuter, schrumpfen und können so herausfallen. Der Kranz wirkt besonders gleichmäßig und harmonisch, wenn Blattfarben und Blattstrukturen der Kräuter beim Binden sich ständig abwechseln. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
Verschiedene Kräuter werden in einer Hand gehalten
Am Ende hebt man die ersten Triebe hoch, um die letzten Triebe unter den Anfang zu schieben und mit dem Draht zu fixieren. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
Das Ende eines Drahtes mit dem ein Adventskranz umwickelt wurde, wird zur Schlaufe gebogen.
Der Draht wird zum Schluss mehrmals um den Kranz gewickelt und das Ende zu einer Öse geformt, an der man den Kranz aufhängen kann. Achten Sie darauf, dass das Drahtende gut verdeckt ist, damit man sich nicht verletzt oder Möbel oder Wand verkratzt. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
Fertiger Adventskranz aus Kräutern
Der Kräuterkranz kann als Tischschmuck, Türkranz oder Wandschmuck verwendet und dekoriert werden. Nach dem Advent lassen sich dann die Blätter in der Küche weiterverwenden. Eine schöne Geschenkidee für sich selbst oder andere. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
Alle (10) Bilder anzeigen

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 29. November 2020 | 08:30 Uhr

Quellen: MDR.DE, Naturschutzbund (Nabu), Gartenfachberaterin Brigitte Goss

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 27. Dezember 2020 | 08:30 Uhr