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Gartenpraxis Der MDR Gartenkalender im März

Im März sieht es dank der blühenden Krokusse, Veilchen und anderen Frühlingsboten im Garten schon viel bunter aus. Welche Arbeiten Sie jetzt in Angriff nehmen können, lesen Sie im MDR Gartenkalender.

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1. Säen und pflanzen im Garten

Endlich! Ab Mitte März beginnt die klassische Gartenzeit im Freiland. Mit den ersten, milden Frühlingstagen können verschiedene Samen und junge Pflänzchen in die Beete gebracht werden. Zwiebeln können gesteckt und Salate im Gewächshaus oder mit einem Folienschutz gepflanzt werden. Bei Spinat, Erbsen, Radieschen, Rettich, dicken Bohnen, Schnittsalaten und Kresse sind die ersten Saaten im Garten möglich. Früh- und Hochbeete sind dafür ideal, damit Sie sich im Sommer und Herbst an einer reichen Ernte erfreuen können.

Fertigung eines eigenenen Samenbandes 1 min
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Samen, Schere, Wasser, Löffel, Mehl, Stift, und Papier - mehr brauchen Sie nicht für selbstgemachte Samenbänder. In unserer DIY-Anleitung erfahren Sie, wie's funktioniert.

So 18.02.2018 08:30Uhr 01:29 min

https://www.mdr.de/mdr-garten/pflegen/aussaat/samenbaender-selbst-gemacht-diy100.html

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Manchen ist die Aussaat mit winzigen Samen zu kompliziert, weil es Fingerspitzengefühl verlangt, den richtigen Abstand zu finden. Saatbänder oder Saatscheiben, auf denen die Samen schon im richtigen Abstand liegen, erleichtern die Arbeit.

Ein Tipp: Gießen Sie kochendes Wasser in die vorbereitete Saatrille. Die heiße Flüssigkeit soll nicht nur Unkrautsamen im Boden abtöten, sie erwärmt auch die Erde. Für die Samen kann diese Maßnahme eine kleine Starthilfe sein.

Bei starker Sonneneinstrahlung sollten Gewächshaus und Frühbeete gelüftet werden, damit es den jungen Pflanzen nicht zu heißt wird.

Aussaat im Frühbeet nach Jürgen Meister In der ersten Märzwoche sät unser MDR Gartenmeister im geschützten Frühbeet Radieschen und Dill aus.

In der zweiten Märzwoche setzt Jürgen Meister dann Jungpflanzen ins Frühbeet: Salat, Kohlrabi und Blumenkohl zum Beispiel.

Ab Mitte April können auch Tomaten ins Frühbeet gesetzt werden. Die Jungpflanzen müssen allerdings vor Frösten zusätzlich geschützt werden.

2. Tomaten vorziehen

Tomaten säen Sie am besten Mitte bis Ende März in Gefäßen auf der Fensterbank aus. Als Faustregel gilt: Sechs Wochen vor dem Auspflanzen sollten Sie mit dem Vorziehen beginnen. Die Samen keimen schneller, wenn sie über einer Heizung bei Temperaturen um 22 Grad stehen.

Junge Tomaten-Pflanzen wachsen in einem Tontopf, der auf einem Metalltisch vor eine Gießkanne und einem Sack Anzucht-Erde steht.
Junge Tomatenpflanzen brauchen viel Licht. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Im Anschluss müssen Sie die jungen Pflanzen aber so schnell wie möglich an einen kühleren Ort stellen. Sie brauchen außerdem viel Licht: Eine spezielle Pflanzenlampe ist in dunklen Wohnungen sinnvoll, weil sie den jungen Pflanzen viel Licht spendet. Hilfreich ist es auch, die Tomaten eine bis zwei Wochen nach dem Keimen zu pikieren. Danach setzen Sie die vereinzelten Pflanzen tiefer - und zwar bis zum Keimblatt, dies kürzt sie ebenfalls ein und führt später zu kräftigerem Wuchs. Halten Sie die jungen Tomaten nicht zu feucht. Ein weiterer Hinweis: Düngen Sie die Pflanzen nicht, um die zarten Wurzeln nicht mit zu vielen Nährstoffen zu überfordern.

An warmen Tagen können Sie die Tomaten schon ins Freie bringen, aber vermeiden Sie einen Sonnenbrand!

3. Stauden teilen

Gräser und viele Stauden, die im Sommer oder Herbst blühen, können im Frühjahr geteilt werden. Warten Sie dazu einen frostfreien Tag ab, an dem es weder zu feucht noch zu trocken ist. Vor dem Ausgraben wird der Boden rings um das zu teilende Gewächs vorsichtig gelockert. Dabei kann die Grabegabel zum Einsatz kommen - wie auch später bei der Teilung selbst. Beim anschließenden Ausgraben sollten möglichst wenig Wurzeln beschädigt werden.

Danach werden die Stauden in etwa handtellergroße Stücke geteilt. Kleinere Gewächse und Pflanzen mit faserigen Wurzeln können vorsichtig mit den Händen auseinander gezogen werden. Sind die Wurzelballen sehr fest oder holzig, können Grabegabel oder Spaten angesetzt werden. Geteilte Stauden kommen in der Regel wieder genauso tief in den Boden, wie sie vorher standen. Nach dem Einpflanzen in aufgelockerter Erde schätzen die Stauden es, angegossen zu werden.

4. Wurzelnackte Pflanzen setzen

Im Frühling geht die Pflanzzeit für wurzelnackte Gehölze und Rosen zu Ende. Nutzen Sie deshalb noch den März, um wurzelnackte Pflanzen zu kaufen und in Ihren Garten zu setzen. Voraussetzung dafür ist ein frostfreier Boden. Schneiden Sie die größeren Wurzeln vor dem Einpflanzen mit einer scharfen Gartenschere vorsichtig an. Dabei sollten die Schnittflächen so klein wie möglich sein und nach unten weisen.

Kahle Rosenpflanzen mit nackten Wurzeln liegen auf einer Tischplatte aus Metall.
Beim Pflanzen wurzelnackter Rosen muss die Veredlungsstelle sich mindestens zwei bis drei Zentimeter unter der Erde befinden. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Gehölze und Rosen mit nackten Wurzeln brauchen unmittelbar nach dem Einsetzen einen Pflanzschnitt. So wird der Verlust von Wurzeln beim Ausgraben, Transportieren und Einpflanzen ausgeglichen. Ohne den Rückschnitt würde die Pflanze beim Austrieb vertrocknen, weil die Wurzeln die Menge an Blattknospen nicht ausreichend mit Wasser versorgen könnten.

Entscheidend ist deshalb, auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wurzeln und Krone zu achten. Verletzte, schwache, sich kreuzende und zu dicht stehende Triebe sollten entfernt werden. Haupt- und Seitentriebe werden ebenfalls gekürzt. Bei einer Hecke sollten alle Gehölze auf eine Höhe zurückgeschnitten werden.

Gießen Sie alle wurzelnackten Pflanzen zum Abschluss kräftig an. Junge Rosen sollten noch angehäufelt werden, um sie vor Schäden durch späte Fröste zu schützen.

Wurzelnackte Ware hat gegenüber eingetopften Pflanzen einen Vorteil: Sie ist im Handel bis zu 50 Prozent preiswerter zu haben. Wer zum Beispiel sein Grundstück mit einer Hecke umgeben möchte, kann mit wurzelnackten Pflanzen viel Geld sparen. Der niedrigere Preis kommt dadurch zustande, dass sie direkt vom Feld aus der Baumschule geliefert werden. Die Pflanzen müssen nicht erst ausgegraben, in Kübel umgesetzt und darin kultiviert werden. Für wurzelnackte Ware benötigt der Gärtner beim Pflanzen allerdings etwas mehr Fingerspitzengefühl. Während bei der Containerware die Anwachsquote nahezu bei einhundert Prozent liegt, kann es bei der wurzelnackten Ware häufiger passieren, dass sie nicht anwächst.

5. Den Komposthaufen umsetzen

Von Februar an bis in den Frühling hinein kann der Kompost umgesetzt werden. Das heißt, der Haufen wird direkt neben dem bisherigen Standort neu aufgeschichtet. Dabei wird der Kompost mit einer Mistgabel gründlich durchmischt und die Zufuhr mit Sauerstoff verbessert. Nutzen Sie außerdem ein Sieb, das schräg an den Haufen gelehnt wird. Schauen Sie sich Ihren Komposthaufen außerdem einmal genau an: Ist er zu trocken, können Sie den Kompost gießen. Bei Dauerregen schützt dagegen eine Folie davor, dass der Haufen zu nass wird. Sie können auch etwas Häcksel einarbeiten, um die Nässe wieder herauszuziehen.

Erste Blüten im Staudenbeet Diese sechs Stauden blühen schon im Februar und März

Sie haben richtig Lust auf den Frühling, aber es ist erst Februar? Diese sechs Pflanzen trotzen der Kälte und blühen schon früh im Jahr. Einmal an den richtigen Standort gepflanzt, kommen die Stauden jedes Jahr wieder.

Blühendes Schneeglöckchen
Schneeglöckchen sind ein Klassiker im Frühlingsgarten. Die Zwiebeln werden im September in die Erde gesteckt, die Blütezeit erstreckt sich von Februar bis März. Es gibt mehrere Arten und zahlreiche Sorten - wie das sehr ausgewogen proportionierte Schneeglöckchen Galanthus ‚Nothing Special‘, das auch für weniger erfahrene Gärtner geeignet ist. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Blühendes Schneeglöckchen
Schneeglöckchen sind ein Klassiker im Frühlingsgarten. Die Zwiebeln werden im September in die Erde gesteckt, die Blütezeit erstreckt sich von Februar bis März. Es gibt mehrere Arten und zahlreiche Sorten - wie das sehr ausgewogen proportionierte Schneeglöckchen Galanthus ‚Nothing Special‘, das auch für weniger erfahrene Gärtner geeignet ist. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Hellgelb blühender Winterling
Winterlinge (Eranthis hyemalis) zählen zu den ersten Zwiebelpflanzen überhaupt, die sich im Frühjahr öffnen. Die Sorte ‚Schwefelglanz‘ hat, wie der Name schon vermuten lässt, hellgelbe Blüten. Ganz wichtig: Winterlinge mögen es überhaupt nicht, wenn der Boden umgegraben oder aufgelockert wird. Sie gedeihen im Halbschatten oder unter Bäumen, die nur im Sommer Laub tragen. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Rosa blühendes Alpenveilchen im Topf
Wilde, einheimische Alpenveilchen (Cyclamen) gibt es im Handel auch als Stauden für den Garten. Doch Vorsicht: Die Pflanzen verlangen einen Standort im Halbschatten auf kalkhaltigem, durchlässigem Boden, der reich an Laubhumus sein sollte. Sagt ihnen der Platz nicht zu, gehen die rosa blühenden Frühlingsboten mit ihren marmorierten Blättern schnell ein. Schwere Böden mögen sie nicht. Empfehlenswert ist die Pflanzung im Frühjahr. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Gelb blühendes Adonisröschen im Topf
Adonisröschen sind weniger anspruchsvoll. Das Amur-Adonisröschen (Adonis amurensis) blüht äußerst früh, wenn die übrigen Stauden noch im Winterschlaf liegen. Ab Februar zeigt es seine leuchtend gelben Blüten. Der Frühblüher schätzt einen sehr hellen, nicht zu trockenen Standort. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Blau blühendes Leberblümchen im Topf
Das Siebenbürger Leberblümchen (Hepatica transsilvanica) erwacht meist zwei bis drei Wochen früher als das einheimische Leberblümchen (Hepatica nobilis). Beide zählen zu den Schattenstauden und haben ähnliche Ansprüche an den Standort. Ideal ist ein humusreicher Platz unter Laubbäumen, der im Winter feucht und im Sommer eher trocken ist. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Hellrosa Blüte einer Lenzrose
Sieht ein bisschen wie eine Christrose aus, ist aber eine sehr früh blühende Lenzrose: Die Helleborus-Hybride 'HGC Madame Lemonnier' zeigt ihre zartrosa Blüten schon ab Februar. Auf nährstoffreichem, durchlässigem Boden im Halbschatten fühlt sich die Lenzrose wohl. Staunässe ist dagegen Gift für die mehrjährige Pflanze. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 24. Februar 2019 | 08:30 Uhr

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