Wüstenpflanzen Pflegeleicht: Mit Kakteen durchs Jahr

Kakteen, die ursprünglich in der Wüste oder Halbwüste ihre Heimat haben, fühlen sich in durchlässigem Boden wohl. Sie sollten möglichst hell stehen, zum Beispiel an einem Südfenster in der Wohnung. Aber welche Pflege brauchen Kakteen im Jahresverlauf? Ein Überblick.

Goldkugelkakteen im Danakilhaus
Einige Kakteen-Arten, wie der Goldkugelkaktus ("Schwiegermutterstuhl"), können im Sommer auch ins Freie gestellt werden. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

März bis Oktober: Pflege in der Hauptwachstumszeit von Kakteen

Bei der Kakteenpflege gilt: Weniger ist mehr. Der häufigste Fehler bei der Kakteen-Pflege ist, sie zu viel und zu oft zu gießen. In manchen Familien passiert das beispielsweise, weil sich alle für die Pflanzen zuständig fühlen und jeder mal gießt. Da hilft nur eine klare Aufgabenverteilung. Kakteen sollten nur in der Hauptwachstumszeit gegossen werden. Gießen sie nur, wenn die Erde wirklich trocken ist, dann aber durchdringend, empfiehlt Kakteen-Expertin Marianne Ehlers. Achten Sie darauf, dass keine Staunässe entsteht. Kakteen vertragen sie nicht.

Befreien Sie ihre Kakteen ruhig hin und wieder von Staub, damit sie auch atmen können, und  besprühen Sie sie ab und zu mit Wasser. An heißen Tagen sollten sie jedoch vom Besprühen absehen. Die Wassertropfen auf der Pflanzenoberfläche könnten sonst wie ein Spiegel wirken und für Brandverletzungen am Kaktus sorgen.

Zu Beginn der Wachstumszeit, zwischen April und Juli, freuen sich die Kakteen einmal im Monat über eine Düngergabe. Verwenden Sie dafür Kakteendünger, den es beispielsweise im Blumenladen ihres Vertrauens oder im Gartenmarkt gibt. Bei Kakteendünger ist der Stickstoffgehalt niedrig.

Kakteen im Danakilhaus
Weniger ist mehr, dieser Grundsatz gilt auch bei der Kakteenpflege. Sie gelten deshalb als pflegeleicht. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Vom Sommer zum Winter: Kakteen seltener gießen

Ab dem Spätsommer sollten Kakteen immer weniger gegossen werden. So können sie sich langsam auf die Winterruhe einstellen, in der sie gar nicht mehr gegossen werden brauchen.

November bis März: die Winterruhe

In der Zeit zwischen November und März befinden sich Kakteen in der sogenannten Winterruhe, die auch Wachstumsruhe genannt wird. Kakteen brauchen in dieser Zeit zwar weniger Licht als sonst, gehören aber trotzdem nicht in dunkle oder abgedunkelte Räume. Außerdem freuen sie sich über etwas niedrigere Temperaturen. Bei 10 bis 15 Grad Celsius fühlen sie sich im Winter wohl.

Gartenmeister  - Umzug ins Danakil 3 min
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Vom Winter zum Sommer

Einige Kakteen, wie der Goldkugelkaktus ("Schwiegermutterstuhl"), können im Sommer auch ins Freie gestellt werden. Stellen Sie sie nach den Eisheiligen in den Garten, auf die Terrasse oder den Balkon. Wenn Sie Ihren Kaktus nach draußen stellen, sollten sie ihn langsam an die veränderte Helligkeit gewöhnen. Wählen Sie einen bedeckten Tag aus, um den Kaktus umzugewöhnen. So kann er sich besser an die neuen Umstände anpassen.

Übrigens: Es gibt auch Kakteen, die ausgepflanzt werden können. Dazu zählen beispielsweise winterharte Feigenkaktus-Arten (Opuntie). Ob ausgepflanzt oder 'nur' im Topf an der frischen Luft: Vor starkem Regen und Staunässe müssen Kakteen im Freien geschützt werden.

Feigenkaktus
Manche Feigenkakteen können auch ausgepflanzt werden. Bildrechte: IMAGO

Besondere Kakteen-Gärten

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 12. September 2021 | 08:30 Uhr