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Gartentipps kompakt Der MDR Gartenkalender im Oktober

Rasenpflege, kompostieren, Gehölze pflanzen, Aussaat und Wintervorbereitungen: Welche Arbeiten Sie im Oktober noch erledigen können, lesen Sie im MDR Gartenkalender.

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1. Bereiten Sie Kübelpflanzen auf den Winter vor

Für Kübelpflanzen bedeutet die Überwinterung Stress. Deshalb sollten die Gewächse so lange wie möglich im Freien bleiben, wo sie Sonnenlicht haben und sich auf die Winterruhe einstellen können. Auch der erste, leichte Frost schadet den meisten mediterranen Pflanzen nicht: Es reicht aus, sie mit Laken, Vlies, alten Decken oder Schilfmatten zu schützen. So können die Gewächse bis zum wirklichen Winterbeginn draußen bleiben.

Gießen Sie die Kübelpflanzen im Herbst nur noch, wenn der Topfballen trocken ist. Auch Düngen ist jetzt nicht mehr nötig.

Vor den ersten Frösten müssen nur die tropischen Arten in Sicherheit gebracht werden. Bevor Sie die ersten, besonders empfindlichen Pflanzen in ihr Winterquartier bringen, sollten Sie sich Zeit für einen Rückschnitt nehmen: Pelargonien, Fuchsien und Engelstrompeten werden etwa um ein Drittel zurückgeschnitten. Wandelröschen müssen zurückgeschnitten werden, wenn sie den Winter im Dunklen verbringen. Der Rückschnitt sollte maximal ein bis zwei Wochen vor dem Einräumen erfolgen, am besten jedoch kurz vorher. So besteht keine Gefahr, dass die Pflanzen noch einmal zum starken Neuaustrieb angeregt werden.

Es gibt allerdings auch zahlreiche Pflanzen, die einen Rückschnitt vor der Überwinterung nur schlecht vertragen, zum Beispiel die Mandevilla. Sie wird erst im Frühjahr zurück geschnitten, wenn sie wieder in den Garten umzieht. Auch der Oleander sollte nicht zurückgeschnitten werden, solange er gut und kompakt wächst sowie blühfreudig ist.

2. Pflegen Sie den Rasen

Abhängig vom Wetter können Sie bis Mitte Oktober noch ein letztes Mal den Rasen schneiden. Das Gras sollte aber nicht zu kurz werden, damit der Boden einen Teil seines Schutzes im Winter behält. Bleiben die Halme dagegen zu lang, können sie bei Frost abbrechen. Das schädigt den Rasen ebenfalls. Etwa sechs Zentimeter gelten als ideale Schnitthöhe, um gut über die kalte Jahreszeit zu kommen.

Rechen Sie vor allem das herabfallende Herbstlaub vom Rasen, damit die Gräser Licht und Luft bekommen. Unter Bäumen und Sträuchern dient eine Schicht Blätter dagegen als willkommener Mulch. Auch eine Herbstdüngung mit viel Kalium sowie nur wenig Stickstoff und Phosphor ist sinnvoll für den Rasen. Meist enthalten die handelsüblichen Dünger zudem Eisen und Magnesium. Wer den Rasen jetzt mit Nährstoffen versorgt, wird im Frühjahr Freude an grünem, schnell wachsendem Gras haben. Gedüngt wird je nach Witterungslage von September bis November. Allerdings sollte der Boden nicht gefroren sein. Düngen Sie am besten, bevor leichter Herbstregen angesagt ist.

3. Rosen schützen, Dahlienknollen ausgraben, Immergrüne gießen

Häufeln Sie Beet- und Edelrosen rechtzeitig an, damit es keine Frostschäden gibt. Entfernen Sie außerdem abgefallenes und krankes Laub der edlen Blumen. Beschränken Sie sich auf zurückhaltende Pflegeschnitte; die Hauptzeit für den Rosenschnitt ist das Frühjahr. Bauernhortensien, mediterrane Sträucher und Clematis können Sie mit Laub anhäufeln und zusätzlich mit Tannenreisig schützen.

Graben Sie die Zwiebeln und Knollen frostempfindlicher Pflanzen aus. Das sicherste Zeichen dafür, dass die Zeit zum Einwintern gekommen ist, sind schwarz verfärbte Blätter. Dahlien und Gladiolen zum Beispiel vertragen keine zu niedrigen Temperaturen. Bewahren Sie die Knollen über den Winter in einem frostfreien, aber kühlen Raum auf.

Versorgen Sie immergrüne Gehölze wie Buchs oder Nadelbäumchen bei Trockenheit und milden Temperaturen mit Wasser.

4. Pflanzen Sie jetzt Obstbäume

Der Oktober ist die beste Zeit, um Obstgehölze und andere, laubabwerfende Bäume zu pflanzen. Das gilt insbesondere für wurzelnackte Pflanzen, die meistens günstiger zu haben sind als Gehölze in Pflanzkübeln.

Wichtig: Entfernen Sie faulende oder von Pilzen befallene Früchte von Bäumen und vom Boden - so beugen Sie Schädlingsbefall vor. Gesundes Obst an Ziersträuchern können Sie für hungrige Vögel hängen lassen.

5. Kümmern Sie sich um den Kompost

Schichten Sie den Komposthaufen, den Sie in dieser Saison aufgesetzt haben, möglichst vor dem Winter noch einmal um. Dabei können Sie Schneckeneier entfernen, wenn Ihnen welche auffallen. Zu erkennen sind sie ganz leicht: Schneckeneier sehen wie kugelrunde, weiße Perlen aus, die meistens in Erdmulden liegen.

Laub, Zweige, Rasenschnitt: Im Herbst fällt jede Menge abgestorbenes Pflanzenmaterial an, das Sie auf dem Kompost entsorgen können. Feste und große Pflanzenteile sollten Sie zerkleinern, denn so verrotten sie leichter. Auch Kartoffelschalen, Gemüseabfälle, Kaffeesatz, Teeblätter und Eierschalen dürfen auf den Komposthaufen. Doch manche Abfälle sind in der Bio-Tonne besser aufgehoben! Pflanzenteile, die von hartnäckigen Pilzkrankheiten befallen wurden, sollten Sie im Bio-Müll entsorgen. Unerwünschte Kräuter, die schon Samen angesetzt haben, gehören auch in die Tonne. So verhindern Sie deren Ausbreitung im Garten.

6. Säen Sie Bärlauch und andere Kaltkeimer

Bärlauch braucht kalte Temperaturen, um zu keimen. Daher können Sie ihn jetzt aussäen, wenn Sie die würzig-aromatischen Blätter im eigenen Garten ernten möchten. Als Standorte eignen sich kahle Stellen unter Büschen, Bäumen und Sträuchern. Bärlauch bevorzugt schattige Standorte auf lockerem, feuchtem Boden. Bis Sie reichlich ernten können, dauert es allerdings etwa drei Jahre.

Viele andere Stauden sind ebenfalls Kaltkeimer: Adonisröschen, Christrose, Leberblümchen, Bergenie, Buschwindröschen, Pfingstrose, Clematis und Kastanie zum Beispiel. Wenn die Samen gequollen sind, brauchen sie mehrere Wochen mit Temperaturen um den Gefrierpunkt, damit die ersten Wurzeln erscheinen. Sie können zur Aussaat ein vorbereitetes Saatbeet oder Aussaatschalen verwenden. Im Winter sollten diese aber nicht direkt in der Sonne stehen. Auch extremer Frost kann ihnen schaden. Erkundigen Sie sich je nach gewünschter Art, unter welchen Bedingungen die Pflanze am besten zum Keimen gebracht wird.

Was kann ich jetzt noch anbauen?

Unter Glas, zum Beispiel in einem Gewächshaus oder Frühbeet, können noch Rucola, Spinat und Feldsalat angebaut werden. Auch Radieschen, die besonders schnell wachsen, können Sie dort noch in den ersten Oktobertagen aussäen.

Draußen können jetzt noch Gründüngungspflanzen ausgebracht werden. Sie nehmen im Beet den Platz ein, den sonst das Wildkräuter besetzen würden. Außerdem lockern ihre Wurzeln den Boden und reichern ihn mit Stickstoff an. Sie sollten die Art der Gründung nach dem Effekt auswählen, den Sie damit erreichen möchten.

mögliche Gründünger:

  • Bienenfreund (Phacelia)
  • Gelbsenf
  • Lupine
  • Luzerne
  • Steinklee
  • Winterroggen

MDR Garten 4 min
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Und noch ein Tipp: Graben Sie schwere Böden für die Frostgare um. So wird erreicht, dass die Eiseskälte tief eindringt und der Frost den Boden zusätzlich auflockert.

Was blüht jetzt?

  • Astern
  • Fuchsie
  • Gartenamaryllis
  • Herbst-Chrysanthemen
  • Eisenhut
  • Chinaschilf
  • Winterschneeball

So schön blüht der Herbst Stauden für trockene Standorte

Der Sommer war trocken und viele Pflanzen im Garten haben den Stress nicht überlebt. Zeit also für neue Pflanzen im Staudenbeet und Kübel. Diese Stauden kommen auch mit Trockenheit gut klar.

Bunte Herbststauden
Was für eine Pracht. Diese Stauden machen gute Laune und die Beete werden richtig bunt. Das Mädchenauge (Coreopsis Verticillata-Hybride 'Moonbeam') mit den hübschen gelben Blüten liebt trockene Standorte in der Sonne. Die Staude blüht bis September und wird bis zu 40 Zentimeter hoch. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Bunte Herbststauden
Was für eine Pracht. Diese Stauden machen gute Laune und die Beete werden richtig bunt. Das Mädchenauge (Coreopsis Verticillata-Hybride 'Moonbeam') mit den hübschen gelben Blüten liebt trockene Standorte in der Sonne. Die Staude blüht bis September und wird bis zu 40 Zentimeter hoch. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Blüten der Edeldiestel Blauer Zwerg
Unverwüstlich: die Edeldistel 'Blauer Zwerg' bleibt recht klein und ist äußerst genügsam. Sie kommt den ganzen Sommer über ohne Wasser aus. Also die ideale Pflanze für Sommer wie diesen. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Rosarote Blüten der Scharfgarbe
Die Schafgarbe (Achillea millefolium 'Pommegranate') wächst 60 bis 80 Zentimeter hoch. Die Blüten sehen wunderschön im Blumenstrauß aus. Sie blüht von Juni bis September an einem Platz in der Sonne. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Blüte der Fackellilie Feuerkerze
Ein echter Hingucker im Staudenbeet ist die Fackellilie 'Feuerkerze'. Die Staude ist besonders winterhart und ihre Blüte einfach umwerfend. Damit sie blüht, muss die Staude aber gegossen werden. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Gelbe kleine Blütenknöpfe der Goldhaaraster
Einfach nur zauberhaft: Die kleinen, gelben Blütenknöpfe der Goldhaaraster, auch Mädchenhaaraster genannt (Aster linosyris). Auch sie wächst gut auf mageren Böden und liebt die Sonne. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Hübsche kleine weiße Blüten des Sommerschnee Perlkörbchens.
Reizend und nicht so oft zu sehen: Das Perlkörbchen (Anaphalis triplin) 'Sommerschnee'. Blüht von Juli bis September und bevorzugt durchlässige, trockene Böden. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Rosa Blüte der Stockrose
So tritt die Stockrose (Alcalthaea suffrutenscens) 'Parkrondell' auf. Bis zu zwei Meter wird die Pflanze hoch. Die Blüten halten sich auch gut in der Vase. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Moderatorin Diana Fritzsche-Grimmig und Staudenexperte Jan Weinreich stehen an einem Tisch mit Stauden
Nach diesem heißen und trockenen Sommer, haben wir Staudengärtner Jan Weinreich gefragt, welche Stauden mit Trockenheit  besonders gut klarkommen. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Blüten der Bergminze
Die Bergminze (Calamintha nepeta) 'Triumphator'gehört dabei zu seinen Favoriten. Sie blüht bis in den Herbst hinein und zieht Hummeln und Schmetterlinge magisch an. Aber auch wir können uns an ihrem Pfefferminzduft erfreuen. Je trockener die Staude steht, desto kompakter ist ihr Wuchs. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Weiße Blüten der Herbstaster
Diese Weiße Herbstaster (Aster divaricatus) gedeiht auch im Halbschatten. Bis in den Oktober hinein erfreut sie uns mit immer wieder neuen Blüten. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Lila Dolden der Garten Duftnessel
Ein Klassiker ist die Garten-Duftnessel (Agastache rugosa x foeniculum) 'Blue Fortune'. Die schönen Blütendolden stehen auf aufrecht wachsenden Stielen und werden bis zu einem Meter hoch. Die Blüten duften aromatisch. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Bunte Herbststauden
Die Bergaster (Aster amellus) blüht bis September an einem sonnigen Platz im Garten oder auch im Kübel. Sie ist anspruchslos und eine wunderschöne Insektenweide. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Grüne Blüten der Steppen Wolfsmilch
Auch für die Steppenwolfsmilch war dieser Sommer ideal. Sie wächst auf durchlässigen, sandigen Schotterboden, auf dem das Wasser gut abfließen kann. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Grüner Blättertrieb der Walzen Wolsmilch
Mal was anderes: Die Walzen Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites) wirkt durch ihre walzenförmigen bodenaufliegenden Triebe exotisch. Die Staude ist allerding giftig! Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Blüten des kriechenden Schleierkrauts
Das Kriechendes Schleierkraut  (Gypsophila x repens ‚Pink Star‘) setzt mit seinen filigranen, winzigen Blüten hübsche Akzente im Staudenbeet. Die Pflanze liebt vollsonnige Standorte, trockenen Boden und blüht von Juni bis August. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Blüte der Fetthenne
Prächtig aber anspruchslos ist die Hohe Fetthenne. (Sedum Telephium-Hybride) 'Herbstfreude'. Sie ist sehr genügsam wenn es um den Boden oder das Licht geht und wächst auch im Halbschatten. Die Staude blüht bis in den Oktober hinein. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 23. September 2018 | 08:30 Uhr

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 30. September 2018 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. September 2018, 08:30 Uhr