Rasenschnitt aus dem Fangkorb eines Rasenmähers wird per Hand zwischen Pflanzen auf einem Beet verteilt
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mulch für Obstgehölze und Stauden Mulchen hilft Wasser sparen

Obstbäumen und Stauden können Sie im Sommer mit einer Mulchdecke etwas Gutes tun. Hier erklären wir, welche Vorteile Mulchen hat und welche Materialien sich dafür eignen.

Rasenschnitt aus dem Fangkorb eines Rasenmähers wird per Hand zwischen Pflanzen auf einem Beet verteilt
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In einem trockenen Frühjahr benötigen Obstbäume Schutz, damit sie später in der Saison saftige, reife Früchte tragen. So schätzen die Gehölze eine gut gepflegte Baumscheibe, das heißt eine Zone ohne Wildkräuter mit einem Durchmesser von etwa 1,5 Metern um den Stamm herum. Da die meisten Obstbäume eher flache, feine Wurzeln ausbilden, sollten Sie in diesem Bereich nicht den Boden aufhacken oder umgraben.

Besonders günstig wirkt sich eine Mulchdecke auf das Gedeihen der Bäume aus: Obstgehölze können zum einen die Nährstoffe aus allmählich verrottendem, organischen Mulchmaterial kontinuierlich aufnehmen. Eine Mulchdecke verringert zum anderen den Wasserverlust über Verdunstung und bewahrt vor Bodenüberhitzung im Sommer. Mit Mulchen können Hobbygärtner außerdem verhindern, dass sich allzu schnell Wildkräuter unter dem Stamm ausbreiten. Bevor Sie Mulch ausbringen, sollten Sie allerdings unerwünschte Pflanzen wie Acker-Kratzdistel, Gänsedistel und Löwenzahn entfernen.

Doch welche Materialien eignen sich dafür, die Baumscheibe zu bedecken? In der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Erfurt laufen dazu Versuche unter der Aufsicht von Monika Möhler, der Fachbereichsleiterin für den Obstbau.

Grundsätzlich eignen sich folgende Materialien für Baumscheiben

  • frisches Gras
  • getrocknetes Gras
  • Stroh
  • Gartenfaser
  • Nadelholzspäne
  • Holzfaser
  • Xylit
  • Ziegelsplitt

Im Allgemeinen gilt: Je robuster die zu mulchenden Pflanzen sind und je grober und trockener der Mulch ist, desto höher kann er verteilt werden. Besonders wichtig ist dabei, Fäulnis zu vermeiden. Daher lässt sich frisch geschnittenes, aber leicht angetrocknetes Gras, das in fast jedem Garten anfällt, zum Beispiel gut mit Stroh oder Laub kombinieren und zum Mulchen verwenden. Reinen Rasenschnitt sollten Sie nicht zu dick auftragen und öfter erneuern. Gehölzhäcksel und Nadelholzspäne sind dagegen sehr haltbar und unterdrücken den Bewuchs mit unerwünschten Wildkräutern besonders gut. Xylit, das auch als Torfersatz genutzt wird, ist eine Art Vorstufe zur Braunkohle. Mit dem eher sauren, nährstoffarmen Material wird derzeit noch viel experimentiert. Wer sich für Xylit entscheidet, sollte es beim Ausbringen befeuchten. Ziegelsplitt speichert Wasser gut und gibt es langsam an den Obstbaum ab, hält außerdem lang. Holzhäcksel und Stroh enthalten recht viel Kohlenstoff, aber wenig Stickstoff: Dies sollten Sie beachten und unter Umständen stickstoffhaltigen Dünger als Ausgleich einsetzen.

Manche Experten raten außerdem, die Mulchschicht auf Baumscheiben während der Blütezeit der Obstgehölze zu entfernen. Hintergrund ist die isolierende Wirkung von Mulch, die zu niedrigeren Temperaturen über der bedeckten Bodenfläche führen kann. Die jungen Blüten der gerade austreibenden Bäume erleiden dann schneller Frostschäden. Die Empfehlung, auf Mulch zu verzichten, gilt für die Zeit von Anfang März bis Mitte Mai. Im Anschluss daran können Sie wieder Mulch ausbringen.

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Mulchen heißt, den Boden zu schützen. Auf dem Gemüsebeet helfen Stroh und Gras gegen Unkraut. Auch das Wasser wird länger im Boden gespeichert. Gemüseexperte Martin Krumbein erklärt, worauf es ankommt.

MDR FERNSEHEN So 23.06.2019 08:30Uhr 01:12 min

https://www.mdr.de/mdr-garten/pflegen/mulchen-mit-stroh-rasenschnitt-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 28. Oktober 2018 | 08:30 Uhr