Düngen, rechen und säen Erste Hilfe für den Rasen im Frühling

Nach dem Winter zeigen sich kahle Stellen im Rasen besonders stark. Frost und Trockenheit haben den Gräsern zu schaffen gemacht, so dass der einst grüne Teppich braun und trostlos aussieht. Was Sie jetzt dagegen tun können, verrät MDR Gartenexpertin Brigitte Goss.

kahler Rasen mit braunen vertrockneten Stellen und Unkrautwuchs.
Ohne Pflege breiten sich Gänseblümchen und andere Kräuter im Rasen aus, die nicht in jedem Garten erwünscht sind. Im März kann das Gras gedüngt und mit einem Rechen abgeharkt werden, im April kommt die Zeit für den ersten Schnitt und - bei Bedarf - für eine neue Aussaat. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

1. Den Rasen mit Kompost oder organischem Dünger versorgen

Zu Beginn des Frühlings ist die richtige Zeit gekommen, eine feine Schicht Kompost auf dem Rasen auszubringen. Wer keinen Komposthaufen hat, kann auch organischen Dünger verwenden. Er sorgt dafür, dass der Boden und die Gräser sich nach dem Winter erholen und neue Kraft schöpfen können. Die Analyse einer Bodenprobe hilft dabei, den Rasen bedarfsgerecht zu düngen. Sie gibt Aufschluss darüber, welche Nährstoffe im Erdboden fehlen könnten.

2. Rechen statt vertikutieren

Im Februar und März ist es noch zu früh zum Vertikutieren. Stattdessen rät Bigitte Goss, vorsichtig mit einem Rechen über den Rasen zu gehen. So werden abgestorbene Pflanzenteile entfernt, die austreibenden Gräser bekommen mehr Licht und Luft. Die Arbeit mit dem Rechen kostet zwar mehr Kraft, schont aber den Rasen. Wer zu früh den Vertikutierer einsetzt, reißt möglicherweise die Gräser heraus. Dabei entstehen Lücken, die unerwünschte Kräuter wie Gänseblümchen dann füllen.

Wer jetzt vertikutiert, schafft im Rasen Lücken für Unkraut.

MDR Gartenexpertin Brigitte Goss

3. Neuen Rasen säen

Zeigen sich nach dem Winter Lücken im Rasen, die größer als ein halbes Blatt Papier sind, sollte nachgesät werden. Bereits im April kann neuer Rasen angelegt werden, wenn kein Frost mehr droht. Ganz wichtig dabei ist, die keimenden Samen gleichmäßig feucht zu halten und nicht austrocknen zu lassen. Die Gräsermischungen keimen außerdem nur bei Licht. Die Saat darf daher nur angedrückt und mit ein wenig Sand bestreut werden. Wässern Sie die Fläche mit dem Saatgut vorsichtig mit sanftem Strahl.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 30. September 2018 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. September 2018, 08:30 Uhr