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Bei Massenvermehrung

Springschwänze aus Topfpflanzen in den Garten umsetzen

Stand: 06. Juni 2019, 12:09 Uhr

Mit dem bloßen Auge sind sie nur schwer zu erkennen: die Springschwänze oder Collembolen. Dabei wimmelt der Boden von ihnen, vor allem in den feuchten Ecken im Garten. Auch in Topfpflanzen vermehren sie sich manchmal massenhaft. Was Sie dann mit den kleinen Hüpfern tun können, erfahren Sie hier.

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Kleine HüpferSpringschwänze in Blumenerde: Das können Sie tun

Nicht alle kleinen Insekten, die in der Blumenerde herumhüpfen, sind Schädlinge. Springschwänze zum Beispiel machen sich im Garten richtig nützlich. Wer sie nicht an Topfpflanzen haben möchte, kann die Hüpfer umsiedeln.

Springschwänze sind nützliche Kompost- und Bodenbewohner. Sie bauen organische Stoffe ab und setzen Nährstoffe für die Pflanzen frei. In der Regel verursachen Springschwänze keine Schäden an Pflanzen und werden auch Menschen nicht gefährlich. Die kleinen Insekten tragen eine Sprunggabel unter ihrem Bauch. Mit der können sie sich hoch in die Luft katapultieren. Mindestens 1.500 Arten soll es in Mitteleuropa geben, aber möglicherweise sind noch nicht alle entdeckt worden.

Mit Springschwänzen befallene Topfpflanzen tauchen

Springschwänze fühlen sich in feuchten Ecken im Garten besonders wohl. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Manchmal werden die Urinsekten lästig, wenn sie sich massenhaft in Blumen- oder Kübelpflanzenerde vermehren. Sie werden vor allem zur Plage, wenn das Substrat zu feucht ist oder zu viel organischer Dünger verwendet wurde. Finden Springschwänze in Topfpflanzen dann zu wenig vermodernde Pflanzenteile, fressen sie auch lebende Feinwurzeln. In dem Fall ist es ratsam, die Springschwänze umzusiedeln. Die beste Möglichkeit besteht darin, den befallenen Wurzelballen vorsichtig unterzutauchen. Nach einer halben Stunde schwimmen die meisten Springschwänze oben auf der Wasseroberfläche. Dann können Sie sie mit dem Wasser abgießen - am besten ins Gemüsebeet oder auf den Kompost (und nicht in den Ausguss).

Rund um den Komposthaufen fühlen sich die Springschwänze besonders wohl. Dort ist die Vielfalt der Urinsekten auch sehr groß. Die Arten, die im Boden leben, sind oft weiß, manche sogar wurmförmig und ohne Sprunggabel ausgerüstet. Sie alle helfen, verrottende Pflanzen in wertvollen Humus zu verwandeln - und so auch vielen Gartenpflanzen.

Gegen Springschwänze in Topfpflanzen hilft ein Tauchbad. Das Wasser kann anschließend auf den Kompost geschüttet werden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 02. Juni 2019 | 08:30 Uhr

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