Ein Laken liegt zur Hälfte über einem Blumentopf mit Frühblühern.
Bis Mitte Mai ist es nicht ungewöhnlich, dass Fröste kommen. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Was tun, wenn der Frost kommt? Obstbäume und Kübelpflanzen vor Frost schützen

Kaum haben wir den Frühling begrüßt, ist der Frost schon wieder da. In kalten, klaren Nächten können Kübel- und Gemüsepflanzen und auch Obstbaumblüten erfrieren. Hier unsere Tipps, wie Sie Ihre Pflanzen schützen können.

Ein Laken liegt zur Hälfte über einem Blumentopf mit Frühblühern.
Bis Mitte Mai ist es nicht ungewöhnlich, dass Fröste kommen. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Blumenkästen und Kübelpflanzen abdecken

Eine Tasse steht verkehrt herum in einem Blumenkübel.
Kleine Pflanzen können mit kleinen Gefäßen geschützt werden. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Viele haben Oleander, Oliven oder Zitronenbäumchen schon in den Garten gestellt. Das ist auch kein Problem - wenn Sie die Pflanzen vor Frost schützen. Die Pflanzen können mit einem Vlies oder einer Decke abgedeckt werden. Gleiches gilt für frostempfindliche Pflanzen im Kübel oder im Balkonkasten. Für kleine Pflanzen eignet sich sogar eine Tasse als Frostschutz. Ein großer Kübel steht unter einem Pappkarton oder einem Eimer gut. Hauptsache die Luft um die Pflanze herum kann sich erwärmen. Leichtere Blumenkübel können auch über Nacht in den Hausflur einziehen.

Wichtig! Die Tage im Frühling sind meist frostfrei. Deshalb sollten die Pflanzen nach einer kalten Nacht am Morgen wieder abgedeckt werden. Sie brauchen Tageslicht und Insekten, die Blüten bestäuben.

Gemüse vor Frost schützen

Auf einem Beet stehen umgekehrte Terrakottatöpfe.
Ideal zum Abdecken sind Terrakottatöpfe. Ein Luftloch schadet nicht. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

War kein Platz mehr im Gewächshaus? Waren Sie schon motiviert und haben Gemüsepflanzen ins Beet gesetzt? Tagsüber ist das kein Problem. Aber vor Nachtfrösten müssen auch die Gemüsepflanzen geschützt werden. Hier hilft meist schon ein großer Eimer über der Tomatenpflanze. Ein Terrakottatopf ist noch besser geeignet, weil er am Tag Wärme speichert. Auch auf dem Gemüsebeet tut ein Pappkarton seinen Dienst. Sorgen Sie ruhig für kleine Luftlöcher. Ist es sehr kalt, kann auch ein Teelicht unter einem großen Karton für Wärme sorgen. Aber Vorsicht, Brandgefahr!

Obstbäume vor Frost schützen

Blüte einer Aprikose.
Aprikosen blühen besonders früh im Jahr und sind deswegen besonders gefährdet. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Obstbaum-Expertin Monika Möhler empfiehlt, junge, blühende Obstbäume in Vlies einzupacken. Vor allem Pfirsiche und Aprikosen sind sehr empfindlich. Sind die Bäume schon größer, können sie auch gewärmt werden, indem man ein kleines Feuer unter ihnen anlegt. Die Profis im Wein- und Obstbau nutzen dafür so genannte Frostschutz-Kerzen, eigentlich Eimer gefüllt mit Paraffin-Wachs in dem ein Docht steckt. Klingt abenteuerlich - soll aber zuverlässigb funktionieren.

  • Mähen Sie das Gras und anderen Unterwuchs unter den Bäumen kurz.

  • Gießen Sie den Boden bis er durchdringend feucht und dunkel ist. So kann der Boden die Wärme besser leiten.

  • Stellen Sie die Frostschutzkerze mit etwas Abstand in der Nähe des Baum auf und zünden sie diese an, bevor die Temperatur unter Null Grad rutscht. Der Eimer sollte so lange brennen, bis die Temperatur wieder über 1°C erreicht hat. Sind nur die Nächte sehr kalt, zünden Sie das Feuer erst am Abend an und ersticken Sie es am nächsten Morgen. Ein 6 Liter Paraffineimer brennt in etwa zehn Stunden.

Fackeln auf einem Feld
So sieht das bei den Profis aus. Bildrechte: MDR/Matthias Strauss

Wetterphänomene: Diese Tage können besonders frostig werden: Eisheiligen: 11. bis 15. Mai

Schafskälte: 4. bis 20. Juni
(plötzlicher Kälteeinbruch im Juni)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 14. Oktober 2018 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. April 2019, 11:30 Uhr