Pflegeleichtes Wintergemüse Winterportulak

bot. Claytonia perfoliata oder Montia perfoliata, auch: Gewöhnliches Tellerkraut, Kubaspinat oder Postelein

Im März ist es noch kühl genug für ein besonders Wintergemüse: das Tellerkraut, im Garten auch als Winterportulak oder Postelein bekannt. Die Pflanze ist ein Tipp für alle, die pflegeleichten Salat anbauen möchten. Winterportulak ist obendrein reich an Vitamin C.

Eine krautige Pflanze von niedrigem Wuchs mit hellgrünen, herzförmigen, fleischigen Blättern, die auch Tellerkraut oder Postelein genannt wird
Winterportulak kann auch direkt ins Beet gesät werden, er keimt bei Temperaturen unter zwölf Grad. Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen etwa sechs bis acht Wochen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Auf einen Blick
Herkunft Nordamerika
Pflanzenfamilie Quellkrautgewächse (Montiaceae)
Wuchs Horste aus herzförmigen Blättern
Blüte unscheinbare, kleine, weiße Blüten im Frühling und Sommer
Standort sonnig bis halbschattig
Boden frischer, humoser Boden
Anbau Aussaat bei unter zwölf Grad, da das Saatgut nur bei Kälte keimt
Winterhart ja, hält mittelschwere Winter aus
Pflegehinweise Schwachzehrer; Boden feucht halten, eventuell reifen Kompost geben
Lebensdauer einjährig, samt sich an geeigneten Standorten selbst aus
Besonderheiten Die Blätter können ab einer Höhe von etwa zehn Zentimetern mehrfach geerntet werden, bis im Frühsommer die kleinen Blüten erscheinen.

Die Blätter des Winterportulaks zeichnen sich durch ihren frisch-säuerlichen, aber dennoch milden Geschmack aus. Von September bis Ende März kann die einjährige Pflanze immer wieder neu ausgesät werden. Um zu keimen, braucht das Saatgut Temperaturen unter zwölf Grad. Gartenexpertin Carola Sedlacek rät, eine dünne Schicht Sand über die Saat zu sieben, statt sie mit Erde zu bedecken. So haben es die Keimlinge später leichter, sich zu entfalten.

Als Schwachzehrer benötigt der Winterportulak keinen Dünger, lediglich etwas reifer Kompost kann der Erde beigemengt werden. Der Boden sollte jedoch feucht gehalten werden. Die erste Ernte ist nach sechs bis acht Wochen möglich. Ab Anfang April erscheinen die kleinen Blüten, dann sollten die Blätter nicht mehr verzehrt werden. Winterportulak breitet sich an einem geeigneten Standort von selbst aus, wenn er in Ruhe gelassen wird.

Das Blattgemüse schmeckt gut in Kombination mit Wintersalaten wie Chicorée, Radicchio, Frisée und Endivie. Die fleischigen Blätter können auch wie Spinat zubereitet oder für Brotaufstriche verwendet werden.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 11. März 2018 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. März 2018, 08:30 Uhr