Ray Chen: Junger Mann vor einem goldenen Ornament, mittig, direkt in die Kamera blickend, mit beige kariertem Sakko und weißem Hand und Geige in der Hand.
Bildrechte: John Mac

CD-Tipp: Ray Chen – The Golden Age Abenteuerliche Einblicke

Mit gerade mal 29 kann der Geiger Ray Chen bereits zahlreiche Veröffentlichungen vorweisen. Seine neuste CD bietet einen guten Überblick über sein vielseitiges Wirken.

von Kai-Erik Ziegenrücker

Ray Chen: Junger Mann vor einem goldenen Ornament, mittig, direkt in die Kamera blickend, mit beige kariertem Sakko und weißem Hand und Geige in der Hand.
Bildrechte: John Mac

Der Geiger Ray Chen ist 29 Jahre alt und seit seinen Wettbewerbssiegen in den Jahren 2008/09 weltweit als Solist und Kammermusiker unterwegs. Seine ersten CDs hat er für Sony Classical produziert, darunter Violinkonzerte von Mozart, Mendelssohn und Tschaikowsky. Geboren wurde Ray Chen in Taiwan, die Familie ging dann nach Australien. Hier wurde aus den durch die Suzuki-Methode gelegten Grundsteinen ein handfestes Violinstudium, das dann in Philadelphia in den USA seine Fortsetzung fand. Auch in Deutschland ist Ray Chen kein Unbekannter: Er trat von 2012 bis 2015 in der Konzertreihe „Junge Wilde“ in Dortmund auf und gründete mit drei Musikern der Berliner Philharmoniker das Streichquartett „Made in Berlin“.

CD-Cover der CD "Ray Chen – The Golden Age" mit dem Künstler auf einem Divan mti Geige in der Hand
Bildrechte: Decca

Etwas abenteuerlich erscheint die Zusammenstellung seiner aktuellen CD, denn es wird in unterschiedlichen Besetzungen ein Repertoire von der Salonpiece bis zum Violinkonzert gespielt. Immerhin bietet der Tonträger damit aber Einblicke in das aktuelle vielseitige Wirken von Ray Chen. Wir hören ihn zunächst zusammen mit Julien Quentin am Klavier und den Fritz-Kreisler-Kompositionen „Syncopation“ und „Schön‘ Rosmarin“ sowie zwei Bearbeitungen für Violine und Klavier: „Estrellita“ von Manuel María Ponce und „Lotus Land“ von Cyril Scott. Es folgen zwei Arrangements für Streichquartett, gespielt vom Quartett „Made in Berlin“. Zunächst das australische Traditional „Waltzing Matilda“ und danach „Clair de lune“ aus der „Suite bergamasque“ von Claude Debussy. Zum Abschluss erklingt dann noch der dritte Satz aus dem unverwüstlichen Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26 von Max Bruch, das auf der CD in Gänze zu finden ist. In diesem Fall begleitet das London Philharmonic Orchestra unter Leitung von Robert Trevino.

Details zur CD
Titel Mit Werke Label
The Golden Age Chen, Ray (Violine, Stradivari 'Joachim', 1715); Quentin, Julien (Klavier)

Made in Berlin: Chen, Ray (Violine); Bendix-Balgley, Noah (Violine); Grosz, Amihai (Viola); Koncz, Stephan (Violoncello)

London Philharmonic Orchestra

Trevino, Robert
Kreisler, Fritz (1875-1962)

Syncopation (für Violine und Klavier)

Schön' Rosmarin (3) (für Violine und Klavier), aus: Drei Alt-Wiener Tanzweisen (für Violine und Klavier)

Ponce, Manuel María (1882-1948)

Estrellita (für Singstimme und Orchester, arrangiert für Violine und Klavier)

Scott, Cyril (1879-1970)

Lotus Land (für Klavier, arrangiert für Violine und Klavier)

Traditional

Waltzing Matilda (arrangiert für Streichquartett)

Debussy, Claude (1862-1918)

Clair de lune (3) (für Klavier, arrangiert für Streichquartett), aus: Suite bergamasque (für Klavier)

Bruch, Max (1838-1920)

Finale. Allegro energico (3), aus: Konzert Nr. 1 g-Moll (für Violine und Orchester)
Decca

Dieses Thema im Programm: MDR KLASSIK | Konzert Spezial | 08. September 2018 | 10:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. September 2018, 11:54 Uhr