Hartmut Haenchen 2005
Bildrechte: imago/Stefan Hässler

MDR KLASSIK spezial | 21.03.2018 | 14:05-16:00 Uhr und 19:00-24.00 Uhr Zum 75. Geburtstag von Hartmut Haenchen

Von der Zeitschrift "Opernwelt" wurde er im letzten Jahr zum Dirigenten des Jahres gewählt - Hartmut Haenchen. Seine Karriere begann er in seiner Heimatstadt Dresden und in Halle. In diesem Jahr, am 21. März (dem Geburtstag von Bach und Mussorgski) feiert er seinen 75. Geburtstag.

Hartmut Haenchen 2005
Bildrechte: imago/Stefan Hässler

Wurzeln in Dresden

Hartmut Haenchen wurde 1943 in Dresden geboren. Er war Mitglied des Dresdner Kreuzchors und führte bereits mit 15 Jahren als Kantor Konzerte auf. In seiner Heimatstadt studierte er schließlich auch Gesang und Dirigieren, ehe er Direktor der Robert-Franz-Singakademie Halle und Dirigent der Halleschen Philharmonie (heute Staatskapelle) wurde. Seine Mentoren waren unter anderem Herbert von Karajan und Pierre Boulez.

National und international erfolgreich

Sein Weg führte ihn an die Bühnen der Stadt Zwickau, und die Dresdner Philharmonie, bevor er als Chefdirigent zum Theater und zur Staatskapelle Schwerin kam. Haenchen wurde regelmäßiger Gast an der Staatsoper Berlin und an der Komischen Oper, beim Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin und an der Staatsoper Dresden. Von 1980 bis 2014 war er Leiter des Kammerorchesters Carl Philipp Emanuel Bach, mit dem er 55 CDs und DVDs aufnahm; von 1986 bis 1999 war er Generalmusikdirektor der Niederländischen Oper in Amsterdam und arbeitete von 1986 bis 2002 zudem als Chefdirigent der Niederländischen Philharmonie und des Niederländischen Kammerorchesters. Haenchen war der erste Chefdirigent dieses Klangkörpers, er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass sich das Orchester regional und - auf zahlreichen Tonträgern - auch international etablieren konnte. Opern- und Konzert-Gastdirigate führten Haenchen zudem rund um den Globus.

MDR KLASSIK-Spezial

Anlässlich seines 75. Geburtstages senden wir bei MDR KLASSIK ein ganzen Abend mit Hartmut Haenchen. Ab 19 Uhr wird Haenchen ausführlich im Interview und mit zahlreichen Aufnahmen hier im Programm von MDR KLASSIK zu hören sein - bis Mitternacht. Dafür hat unsere Moderatorin Beatrice Schwartner drei Stunden lang mit dem Dirigenten sprechen können. Ihr hat er unter anderem verraten, wie viele Fräcke er während einer langen Wagner-Vorstellung durchschwitzt, warum der schönste Beifall Schweigen ist und wieso er vor den Proben Wunschzettel und danach Kritikzettel verteilt. Außerdem werden wunderbare Aufnahmen zu hören sein, unter anderem Ausschnitte aus dem Bayreuther „Parsifal“ von 2017 und aus der Dresdner "Elektra" - deren Premiere er an dem Tag dirigierte, an dem er die DDR gen Amsterdam verließ.

Angaben zur Sendung "Das Werk" am 21.03.2018 Strauss, Richard (1864-1949)
Eine Alpensinfonie, op. 64 (für großes Orchester)
Nederlands Philharmonisch Orkest
Haenchen, Hartmut

Aufnahme: 1999 – Live aus dem Concertgebouw Amsterdam

Dieses Thema im Programm: MDR KLASSIK | Das Werk | 21. März 2018 | 14:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. März 2018, 11:40 Uhr