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Dresdner Philharmonie und Co.Kultur in Dresden verpflichtet sich für Nachhaltigkeits-Charta

Stand: 14. Januar 2022, 14:39 Uhr

Die Landeshauptstadt Dresden will durch eine Charta im Rahmen des „Culture for Future“-Projektes Nachhaltigkeit in den Dresdner Kulturbetrieben fördern. Ziel der Charta ist die offizielle Verpflichtung für die Umsetzung von Handlungsleitfäden, die für fünf verschiedene öffentlich getragene Kultureinrichtungen konzipiert wurden. Somit ist Dresden eine der ersten deutschen Städte, die Nachhaltigkeitsziele in der kommunalen Kulturarbeit implementiert. Auch ruft die Landeshauptstadt andere Einrichtungen und Akteure in der Kultur dazu auf, ihrem Beispiel zu folgen.

Teilnehmer aus verschiedenen Kulturbereichen

Der Kulturpalast Dresden, wo zahlreiche Konzerte von der Dresdner Philharmonie aufgeführt werden Bildrechte: IMAGO / Volker Preußer

An dem Projekt nehmen die Dresdner Musikfestspiele, Dresdner Philharmonie, Staatsoperette Dresden, das Kunstgewerbemuseum der staatlichen Kunstsammlungen und die Zentralbibliothek der städtischen Bibliotheken teil. Diese verschiedenen Kulturbetriebe wurden bewusst ausgewählt, um den Kultursektor möglichst breit abzudecken. Die Dresdner Philharmonie nimmt sich beispielsweise vor, sich zu einem grünen Konzerthaus zu entwickeln. Mehr Nachhaltigkeit könnte so von der Anfahrt zu einem Konzert mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, über Solaranlagen auf dem Dach bis hin zu papierfreien Büros umgesetzt werden.

Über das Projekt „Culture for Future“

Das Projekt sieht die Umsetzung der 17 „Sustainable Development Goals“ in Kultureinrichtungen vor, die von den Vereinten Nationen definiert wurden. Allgemein wird hierunter der Appell zu einem bewussten Umgang mit ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Ressourcen verstanden. Zum Beispiel könnten Nachhaltigkeitsstrategien im Kultursektor in verschiedensten Bereichen umgesetzt werden: von Ressourcenbeschaffung über Mobilität und Energieversorgung bis hin zur Vermittlungsarbeit. Was das Projekt besonders auszeichnet, ist sein partizipativer Charakter.

Workshops und Vernetzung stehen im Fokus

Sicht von dem grünen Elbufer auf die Dresdner Altstadt Bildrechte: MDR/Konstantin Henß

Durch Workshops wurden Mitarbeitende aus allen Bereichen eines Kulturbetriebs dazu angeregt, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit zu identifizieren. Im Fokus hier steht die Erarbeitung konkreter Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit. Durch die direkte Auseinandersetzung mit dem Projekt wird ebenso die Grundlage dafür geschaffen, dass diese Strategien direkt von den einzelnen Mitarbeitenden aufgenommen und umgesetzt werden. Auch finden Veranstaltungen wie das „Culture Connect“ und „Peer Catch-Up“ statt, wo der Schwerpunkt auf der Vernetzung und den Austausch zwischen den einzelnen Kultureinrichtungen liegt. Durch diesen Wissenstransfer werden Synergieeffekte erhofft, um gemeinsam die gesetzten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Dieses Thema im Programm:MDR KLASSIK | 18. Januar 2022 | 07:13 Uhr