Ekkehard Wlaschiha in der Rolle des 'Alberich'
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Nachruf Ekkehard Wlaschiha im Alter von 80 Jahren gestorben

Ekkehard Wlaschiha in der Rolle des 'Alberich'
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Er war der Alberich vom Dienst. In den 1980er und 1990er Jahren stand er auf den Bühnen zwischen Bayreuth, New York, Dresden und Berlin, blieb aber selbst stets bescheiden. Gestern ist der Wagner-Sänger aus Pirna im Alter von 80 Jahren gestorben. Nach dem Studium in Weimar begann seine internationale Karriere am Theater in Gera. 1970 wechselte er nach Leipzig, 1982 an die Staatsoper nach Berlin.

Semperoper-Wiedereröffnung als Höhepunkt

Ein persönlicher Höhepunkt war für ihn die Wiedereröffnung der Semperoper, wo er den Kaspar im Freischütz sang. Das Bayreuth Debut erfolgte 1986 als Kurwenal. Am grünen Hügel folgten bis 1998 Telramund, Biterolf und eben Alberich, den er als ständiger Gast auch bis in die 90er an der New Yorker Met gegeben hat. Womöglich war es das Zupackende in seiner Stimme, was ihn für diese Rolle prädestiniert hat. Dazu kam eine breite Palette an Ausdrucksmöglichkeiten gepaart mit Gespür für darstellerische Zwischentöne. Sein Alberich war nicht per se ein Bühnenbösewicht, eher ein Mensch mit inneren Konflikten. Mit 65 hat er sich in Dresden als Pizarro im Fidelio von der Opernbühne verabschiedet.

Am 20. Februar nun ist Ekkehard Wlaschiha im Alter von 80 Jahren gestorben. In Erinnerung wird er als großer Wagner-Sänger und feiner Mensch bleiben.

(ag)

Dieses Thema im Programm: MDR KLASSIK | 21. Februar 2019 | 14:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Februar 2019, 12:54 Uhr