Gewinnerin Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ Maja Schütze: „Ich will die Mandoline bekannter machen“

Die Mandoline als Volksinstrument – genau damit will Maja Schütze aufräumen. Sie ist eine der Gewinnerinnen des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ und macht neben ihrem Abitur vor allem eines: Musik, auf und mit der Mandoline.

Mandolinistin Maja Schütze
Mandolinistin Maja Schütze bei einem Konzert Bildrechte: Dirk Rückschloß

Maja Schütze spielt ziemlich erfolgreich Mandoline, am Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden und beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“.

Die Mandoline wird unterschätzt

Die Schülerin liebt es, im Mittelpunkt zu stehen – sagt sie. Ganz besonders mit ihrem Instrument, der Mandoline – auf der Bühne und vor Publikum. Die Mandoline ist ein unterschätztes Instrument, findet sie. Gerade auch in der klassischen Musik. Es gebe vergleichsweise wenige Kompositionen für Mandoline und wenige internationale Mandolinistinnen und Mandolinisten. Ihr Ziel: Die Mandoline mit ihrer Musik bekannter machen.

„Die Mandoline war bei mir von Anfang an da“

Mandoline mit Federkiel beim Konzert des MDR-Musiksommers in Jerichow
Bildrechte: MDR/Andreas Lander

Die Vielseitigkeit des Instruments, laute und sehr leise Töne und in so gut wie allen Genres spielen zu können – das alles fasziniert Maja Schütze schon viele Jahre an der Mandoline. Interesse für das Instrument hat sie schon im Alter von vier Jahren entwickelt: Gemeinsam mit ihrer Familie hat sie den Tag der Offenen Tür des Heinrich-Schütz-Konservatoriums in ihrer Heimatstadt Dresden besucht. Nachdem sie in der Gitarren-Abteilung der Musikschule die Mandoline entdeckt hatte, war klar: An diesem Instrument kommt sie nicht mehr vorbei.

Ich wollte gleich anfangen, durfte aber erst mit fünf Jahren. Ich glaube, wenn man ein Instrument spielt – und das von klein auf, dann verbindet man damit viele Erinnerungen. [...] Die Mandoline war bei mir von Anfang an da. [...] Ich war schon sehr früh fasziniert von dem Instrument, was man damit alles machen kann und wie gut ich dann auch geworden bin.

Teilnahme am Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“

Ende Mai 2021 nahm Maja Schütze am Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ teil – und konnte überzeugen: Mit 25/25 Punkten in ihrer Altersklasse. Ihre Leistungen liegen vor allem an der Förderung und Unterstützung, die sie seit Jahren erhält, sagt sie. Seit sie acht Jahre alt ist, bekommt Maja über ihre Musikschule eine höhere Förderung; aktuell ist sie sogar im Landesförderungsprogramm Sachsens mit regelmäßigem Unterricht und doppelter Stundenzahl. Daneben – sagt sie selbst – macht Maja ihr Abitur an einem Dresdner Gymnasium; und ist zusätzlich als Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln am Standort Wuppertal eingeschrieben.

Der Wunsch, Musikerin zu werden wurde das erste Mal angesprochen [als] man aufs Gymnasium gekommen ist. Meine Klassenlehrerin hat mich gefragt, warum ich nicht am Landesgymnasium für Musik bin. [...] Da kann man nicht Mandoline machen, das kam also nicht infrage. Aber das war das erste Mal, dass ich dachte, warum eigentlich nicht.

Zum Studium nach Saarbrücken oder Wuppertal

In Deutschland gibt es drei staatliche Hochschulen und Universitäten, die Mandoline ausbilden: Saarbrücken, Wuppertal und Kassel. Nach dem Abitur plant Maja Schütze einen Bundesfreiwilligendienst beim Sächsischen Musikrat in Dresden zu absolvieren; danach soll es aber nach Saarbrücken oder Wuppertal zum Studium gehen. Ganz der Kunst hingeben möchte sie sich aber nicht – sie plant, ihr Studium auch pädagogisch auszurichten, um sich nicht zu einhundert Prozent auf Konzerte verlassen zu müssen. Ein Traum für sie ist aber in jedem Fall, irgendwann von der Musik leben zu können – und die Mandoline in der Musik bekannter zu machen.

Dieses Thema im Programm: MDR KLASSIK | 16. Juni 2021 | 08:40 Uhr