Blick nach vorne Leipzig plant erstes Kammermusikfestival „Con spirito“

Bestuhlter Saal mit Flügel und Kronleuchter.
Mendelssohn Musiksalon Bildrechte: Christian Kern

Im Herbst soll in Leipzig erstmals ein Festival für Kammermusik ausgerichtet werden. Unter dem Namen "Con spirito" sind dabei vom 11. bis 19. September acht Konzerte in Leipzigs Europäischen Kulturerbestätten, den Wohn- und Wirkungsstätten von Mendelssohn, Bach, Grieg, Wagner und den Schumanns geplant.

In unterschiedlichen Besetzungen werden während des Musikfestes unter anderem der Star-Geiger Daniel Hope, die Violinistin Antje Weithaas, die Cellisten Marie-Elisabeth Hecker und Eckard Runge sowie die Pianisten Martin Helmchen und Alexander Melnikov musizieren. Die künstlerische Leitung dafür liegt bei Peter Bruns.

Mann mit kinnlangen grauen Haaren und Brille sitzt vor schwarzem Hintergrund am Cello, hebt den Bogen, blickt zur Seite, Auschnitt bis zur Hüfte
Peter Bruns, Künstlerischer Leiter "Con spirito". Bildrechte: Jens Roetzsch

Acht Konzerte an Originalorten sind geplant

Das Eröffnungskonzert ist für den 11. September im Leipziger Gewandhaus geplant. Den einzigen Solo-Abend soll Hope vier Tage später in der Leipziger Thomaskirche bestreiten, an der Barock-Komponist Johann Sebastian Bach 27 Jahre lang als Thomaskantor wirkte. Auch viele weitere Konzerte finden an Leipziger Lebens- und Wirkungsstätten berühmter Musiker und Komponisten wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann, Richard Wagner, oder Edvard Grieg statt.

Thematisch stehen damit Künstler im Mittelpunkt, die die Leipziger Musiktradition entscheidend geprägt haben. Das Festival atme damit auch den Geist einer Fülle an Kulturinstitutionen, die weltweit ihresgleichen suche, sagt Gregor Nowak, Direktor des Leipziger Schumann-Hauses. So sei auch der Name "Con spirito" entstanden:

Wir haben im Team darüber nachgedacht, welcher Name die besondere Vernetzung der Kulturerbestätten ausdrücken kann.

Nowak hatte auch die Idee, die Wohn- und Wirkstätten durch die Kammermusik miteinander zu verbinden und sie gemeinsam sichtbar werden zu lassen.

Dieses Thema im Programm: MDR KLASSIK | 09. März 2021 | 07:10 Uhr