Premiere geplatzt Leipzig: Keine "Lohengrin"-Neuinszenierung mit Katharina Wagner

Katharina Wagner
Katharina Wagner bedauert die Absage der Lohengrin-Premiere. Bildrechte: imago images/Sammy Minkoff

Die Premiere der "Lohengrin"-Neuinszenierung der Bayreuther Festspiel-Chefin Katharina Wagner in Leipzig ist kurz vor Probenbeginn geplatzt. Der Intendant und Generalmusikdirektor Ulf Schirmer habe Situation zu optimistisch bewertet, die notwendigen technischen Anpassungen und Weiterentwicklungen seien wegen des Zeitmangels nicht mehr seriös umzusetzen, teilte die Oper Leipzig am Montag mit.

Katharina Wagner bedauert die Absage

Wagner reagierte enttäuscht: "Es ist sehr bedauerlich, dass die technischen Schwierigkeiten am Bühnenbild trotz frühzeitiger Hinweise unsererseits von Herrn Prof. Schirmer falsch eingeschätzt wurden", schrieb sie in einer Mitteilung. "Wir alle hatten uns sehr auf die Vollendung der bereits in Barcelona geprobten Neuproduktion gefreut", so Wagner.

Verzögerungen durch Corona

Umso mehr freuten sich alle auf die Premiere in Barcelona 2025. Dort sollte das Stück bereits im März 2020 aufgeführt werden, doch auch hier machte die Corona-Pandemie den Planungen einen Strich durch die Rechnung.

Als Ersatz kam daraufhin Leipzig ins Gespräch, Geburtsort des berühmten Komponisten Richard Wagner, dessen Urenkelin Katharina Wagner ist. Doch auch hier verzögerten sich die Planungen aufgrund der Pandemie. Am 26. März sollte es nun endlich soweit sein.

Schirmer will den "Lohengrin" trotzdem zeigen, allerdings unter Regie von Patrick Bialdyga. "Dieser Termin ist wichtig für uns, damit wir im Sommer rechtzeitig zu den Festtagen sämtliche Bühnenwerke Richard Wagners im Repertoire haben, das ist einzigartig auf der Welt", sagte er. In der Titelrolle wechseln sich Klaus Florian Vogt und Martin Muehle ab, die Elsa singen Gal James und Gabriela Scherer.

Dieses Thema im Programm: MDR KLASSIK | 08. Februar 2022 | 07:53 Uhr

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