Kultur in Zeiten von Corona DNT Weimar: Lieblingslieder gegen den Lockdown-Blues

Trotz Lockdown ist das Deutsche Nationaltheater Weimar keineswegs von der Bildfläche verschwunden. Podcasts, Trailer, Videos, Premieren – all das gibt es Online. In der Reihe „Lieblingslieder“ präsentiert das Weimarer Musiktheater-ensemble nun ein weiteres Online-Format. Künstlerinnen und Künstler des Ensembles haben dafür persönlich ausgewählte Stücke im Foyer des Theaters eingespielt.

An der Fassade des DNT in Weimar hängt ein Transparent mit der Aufschrift: Wir sind da.
Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Es erklingen die ersten Klaviertakte von „La mort d’Ophélie“, ehe Emma Moor mit ihrem Gesang einsteigt. Es ist ein dunkles, melancholisches Lied: Der Tod der Ophelia aus dem Shakespeare Drama „Hamlet“, von dutzenden Künstlerinnen und Künstlern gemalt und von Hector Berlioz vertont. Eine Musik, „die irgendwie auch schön ist“, meint die australische Sopranistin Emma Moore. Sie hat sich dieses Lied ausgesucht: 

Ich glaube, was ich an diesem Lied so schön finde, ist, dass die Musik nicht so düster oder traurig ist. Es ist in Dur geschrieben und auch der Text dazu ist wirklich sehr schön.

Lieblingslieder gegen den Lockdown-Blues

Sängerin steht vor Klavier
Sopranistin Emma Moore. Bildrechte: DNT Weimar

Emma Moore ist seit der Spielzeit 2018/2019 fest am DNT Weimar engagiert und sang bereits in „Don Giovanni“,“Così fan tutte“ und anderen großen Opern. Für die Reihe „Lieblingslieder“, die sie gemeinsamen mit Kolleginnen und Kollegen des Weimarer Musiktheaterensembles umsetzt, singt sie nun also „La mort d’Ophélie“ – ein Lied, das sie seit ihrem Bachelor in Sydney lieb gewonnen hatte. Am 16. Februar wird sie die Reihe damit eröffnen.

Das Stück steht so schön für sich allein, dennoch fand ich es immer schwierig in einem Programm für einen Liederabend unterzubringen.

Lieblingslieder im Online-Format

Um während des Lockdowns nicht von der Bildfläche zu verschwinden, hat das Weimarer Musiktheaterensemble 12 seiner Lieblingslieder ausgewählt und im Foyer des DNT eingesungen. Ab dem 16. Februar werden diese bis März online zu hören sein. Um das Publikum und auch sich selbst bei Laune zu halten.

Inmitten der Reihe von Lieblingsliedern ist auch Bariton Uwe Schenker-Primus zu hören, der sich Jacques Brels "Ne me quitte pas" ausgesucht hat:

Sänger steht vor Klavier
Bariton Uwe Schenker-Primus. Bildrechte: DNT Weimar

Jacques Brel, zum einen, weil er mir persönlich sehr gut gefällt. Ich höre ihn wahnsinnig gern. Vor meinem Engagement in Weimar war ich in Würzburg. Dort war ein einen Jacques Brel-Abend eine der letzten Sachen, die ich mit einem Kollegen und einer Kollegin gemacht haben.

Sein Chanson wird am 19. Februar online zu hören sein und ist  als alternativer Theaterbesuch gedacht. Alle Termine und Videos finden Sie auf der Website des DNT:

Dieses Thema im Programm: MDR KLASSIK | 11. Februar 2021 | 10:15 Uhr