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Die Kultur in Deutschland ist vielerorts gerade eingeschränkt und in Wartestellung. Bildrechte: dpa

Kreativbranche in der KriseMusik in Zeiten von Corona

Stand: 17. Dezember 2021, 11:14 Uhr

Seit März vergangenen Jahres steckt Deutschland in der Krise – ebenso die Kulturbranche. Auftritte sind abgesagt, Künstler kämpfen mit den Folgen der Pandemie. MDR KLASSIK gibt einen Überblick zu Hilfsangeboten und zeigt kreative Wegen, wie mit der Krise umgegangen wird.

Aktuelle Meldungen

Für Kulturschaffende ist es gerade nicht einfach immer das Beste aus der Situation zu machen: Kreative Löcher lähmen und oft kommen noch Geldsorgen dazu. Der Bund rechnet mit insgesamt bis zu 28 Milliarden Euro Ausfällen in der Kreativwirtschaft. Doch es gibt auch finanzielle Hilfe.

Welche finanziellen Hilfen gibt es für Kulturschaffende?

Mit "Neustart Kultur" hat die Bundesregierung ein milliardenschweres Rettungsprogramm für den Kulturbereich aufgelegt. Im Fokus stehen dabei vor allem Kultureinrichtungen, die überwiegend privat finanziert werden. Sie sollen es so schaffen, ihre Häuser erneut zu öffnen und Programme wieder aufzunehmen, um Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen eine Erwerbs- und Zukunftsperspektive zu bieten.

In einem ersten Schritt war der Kulturbereich mit „Neustart Kultur“ mit einer Milliarde Euro ausgestattet worden. Davon seien bereits 900 Millionen Euro verbindlich vergeben, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) der dpa. Bereits jetzt seien 350 Millionen Euro mehr angefragt, als Mittel zur Verfügung stünden. Grütters hatte sich deshalb dafür ausgesprochen, das von ihr initiierte Programm um weitere 1,5 Milliarden Euro aufzustocken.

Zusätzlich zu "Neustart Kultur" hat der Bund einen Sonderfonds für Kulturveranstaltungen aufgelegt, für den er bis zu 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellt. Dieser Fonds ergänzt die bestehenden Hilfen des Bundes für die Kulturbranche, die mit Neustart Kultur im vergangenen Jahr begonnen wurden.

Was gilt für die Künstlersozialkasse in Zeiten von Corona?

Selbstständige, die bei der Künstlersozialkasse (KSK) versichert sind, können ihre Meldung über das voraussichtliche Jahresarbeitseinkommen aus selbstständiger künstlerischer oder publizistischer Tätigkeit anpassen, also senken oder erhöhen. Änderungen wirken sich nicht rückwirkend sondern stets ab dem Folgemonat der Mitteilung aus.

Aber: Ein nicht-künstlerischer Nebenverdienst kann zum Problem werden. Wer in einer Nebentätigkeit, die nicht an die Kunstbranche geknüpft ist, zu viel verdient, muss für diese Beschäftigung selbstständig Kranken- und Sozialversicherungsbeiträge tragen. Wer mehr arbeitet und somit mehr verdient, muss auch mehr zahlen. Im Mai 2021 wurde bei der KSK auf die pandemiebedingten Einnahmeausfälle in der Kreativbranche reagiert und die Verdienstgrenze angepasst: Anstatt wie bisher 450 Euro dürfen Mitglieder der KSK bis zum Jahresende bis zu 1.300 Euro aus nicht-künstlerischer Arbeit einnehmen, ohne dass die Versicherten ihren Krankenversicherungsschutz verlieren.

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Dieses Thema im Programm:MDR KLASSIK | 27. Januar 2021 | 07:10 Uhr