MDR Rundfunkrat | 29.10.2018 Produzentenbericht belegt erneut hohe Bedeutung des MDR für mitteldeutsche Kreativwirtschaft

Der MDR hat 2017 erstmals mehr als die Hälfte seiner Mittel für Produktionen und Lizenzen in Mitteldeutschland ausgegeben: 26,6 Mio. Euro gingen an Unternehmen in seinem Sendegebiet. Das sind fast 51 Prozent des Gesamtaufwands und stellt im Vergleich zu 2016 einen Anstieg von neun Prozentpunkten dar. Fast Dreiviertel der Aufwendungen gingen an unabhängige Produzenten.

Diese Zahlen gehen aus dem fünften Produzentenbericht hervor, der am 29. Oktober dem Rundfunkrat vorgestellt wurde. Der MDR als regional verankerter Sender brauche eine vielfältige und leistungsstarke Kreativwirtschaft, so MDR-Intendantin Karola Wille.

Rundfunkratsvorsitzender Horst Saage begrüßte die Entwicklung. Der Produzentenbericht belege die hohe Bedeutung des MDR als zuverlässiger Partner für die mitteldeutsche Produzentenlandschaft.

Für Produktionen und Lizenzkäufe gaben der MDR und der unter seiner Federführung stehende Kinderkanal zusammen fast 67 Mio. Euro und damit rd. 5,7 Mio. Euro mehr als im Vorjahr aus. Dieser deutliche Anstieg geht auf einen erhöhten Aufwand bei dem Gemeinschaftsprogramm zurück: Der Kika wandte für seine Auftrags-,Ko-, Misch- und Lizenzproduktionen 2017 rd. 14,2 Mio. Euro auf, 5,5 Mio. Euro mehr als 2016. Die Aufwendungen des MDR allein blieben mit 52,6 Mio. Euro auf einem sehr guten Niveau stabil.

Seit 2016 wird dem Produzentenbericht eine Aufstellung gemeinschaftlich finanzierter ARD-Produktionen unter MDR Federführung beigefügt. Dies betrifft 2017 fiktionale Produktionen für Das Erste wie z. B. die Serien "Charité", "In aller Freundschaft" oder "In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte", die Donnerstagskrimis "Wolfsland" oder die Freitagsfilme "Der Ranger - Paradies Heimat".

Unter Federführung des MDR wurden 2017 fiktionale Produktionen mit einem Umsatz von fast 60 Mio. Euro realisiert. Hiervon flossen 39,3 Mio. Euro, das sind 66 Prozent, an mitteldeutsche Produzenten - 8,7 Mio. Euro und damit drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Das Thema gemeinschaftlich finanzierte fiktionale ARD-Produktionen wurde im Rundfunkrat anschließend gemeinsam mit Christine Strobl, Geschäftsführerin ARD Degeto, vertieft. Auf Einladung des Gremiums informierte Strobl über das Engagement der ARD Filmtochter in Mitteldeutschland und ging insbesondere auf die filmische Abbildung deutscher Lebenswirklichkeiten ein, in Bezug auf Ost und West wie auch in Bezug auf die Geschlechtergerechtigkeit. Der Rundfunkrat bestärkte die ARD Degeto darin, die vorgestellte Analyse in beiden Bereichen fortzuführen und regelmäßig auszuwerten.

Zuletzt aktualisiert: 29. Oktober 2018, 15:39 Uhr