Das Logo des Mitteldeutschen Rundfunks und im Hintergrund das Hochhaus
Bildrechte: MDR/Martin Jehnichen

MDR-Rundfunkrat | 03.12.2018 MDR-Rundfunkrat informiert sich über MDR-Strategie und genehmigt Wirtschaftsplan 2019

Dialog, Demokratie und Digitalagenda Schwerpunkte im nächsten Jahr

Das Logo des Mitteldeutschen Rundfunks und im Hintergrund das Hochhaus
Bildrechte: MDR/Martin Jehnichen

Der MDR-Rundfunkrat hat am Montag, 3. Dezember 2018, den ersten jährlichen MDR-Strategieplan 2018/2019 zur Kenntnis genommen. Er basiert auf dem MDR-Entwicklungsplan 2018 bis 2021 und soll sicherstellen, über den Vier-Jahres-Zeitraum konsequent auf die Erreichung der Unternehmensziele hin zu arbeiten, dabei aber gleichzeitig flexibel auf neue Rahmenbedingungen reagieren zu können. MDR-Rundfunkratsvorsitzender Horst Saage: "Mit dem Strategieplan löst die MDR-Geschäftsleitung ihr Versprechen ein, für Transparenz und regelmäßige Abrechnung der Unternehmensentwicklung Sorge zu tragen, und das begrüßen wir sehr."

MDR-Intendantin Karola Wille erläuterte dazu: „Die jährliche strategische Planung ist die Voraussetzung für die konsequente Ausrichtung des MDR an den im Entwicklungsplan MDR4 dargelegten strategischen Eckpfeilern. Für 2019 haben wir insbesondere drei Schwerpunkthemen aus unseren Unternehmenszielen identifiziert: Demokratie, Dialog und Digitalagenda. Dafür werden wir in unabhängiger journalistischer Arbeit und mit hohem Qualitätsanspruch vielfältige Inhalte schaffen, die einen lebendigen demokratischen Diskurs in Mitteldeutschland anregen.“

Der MDR-Rundfunkrat hat außerdem den MDR-Wirtschaftsplan für 2019 genehmigt. Insgesamt werden für das Wirtschaftsjahr 2019 Erträge von 749,3 Millionen Euro erwartet.  „Im Mittelpunkt steht unsere Verantwortung für ein ausgewogenes und vielfältiges publizistisches Angebot, das die Menschen in Mitteldeutschland informiert, bildet, berät und unterhält“, sagte die Intendantin bei der Beratung des Wirtschaftsplans. Mit Anpassungen an die Herausforderungen der sich verändernden digitalen Medienwelt und einschneidenden Sparmaßnahmen, die bis ins Programm reichen, sei es möglich, diesem Anspruch gerecht zu werden und gleichzeitig einen ausgeglichenen Haushalt dafür aufzustellen. Zur Kostendämpfung trage auch wesentlich der Neuabschluss eines Tarifvertrags über die Altersversorgung in der gesamten ARD bei. Die Entlastungen im Bereich der Pensionsverpflichtungen wirken sich auf den MDR-Haushalt ebenso dauerhaft aus wie die erwarteten Einsparungen aus dem eingeleiteten Strukturprozess der ARD beispielsweise bei der Schaffung einheitlicher IT-Systeme im ARD-Verbund. Der MDR verfüge im Zusammenspiel der Maßnahmen über eine gesicherte Finanzgrundlage für seine Strategieplanung und die Schwerpunktsetzungen im Programm.

Als Vorsitzender für den MDR-Verwaltungsrat, der den Wirtschaftsplan zuvor festgestellt hatte, unterstrich dessen Vorsitzender Karl Gerhold an: „Angesichts weiter steigender Herausforderungen bei der fortschreitenden Digitalisierung der Medien und der Veränderung in der Mediennutzung muss auf Seiten der Politik darüber nachgedacht werden, wie auch künftig eine bedarfsgerechte Finanzierung sichergestellt werden kann. Im Mittelpunkt muss immer der Auftrag stehen und wir erwarten dafür eine verantwortungsvolle Entscheidung der Politik.“

Die Erträge aus Rundfunkbeiträgen werden 2019 mit 585,4 Millionen Euro geplant und liegen leicht um 2,0 Millionen Euro über dem Planansatz 2018 (+ 0,3 Prozent). Der Anteil der Rundfunkbeiträge an den Gesamterträgen beträgt 78,1 Prozent.

Den Erträgen im Wirtschaftsjahr 2019 stehen Gesamtaufwendungen von 752,7 Millionen Euro gegenüber. Daraus errechnet sich ein Defizit von 3,4 Millionen Euro, das durch Entnahmen aus den bestehenden Gewinnrücklagen gedeckt wird.

Zuletzt aktualisiert: 03. Dezember 2018, 15:53 Uhr