198. Sitzung | 03. Mai 2021 MDR-Rundfunkrat für Vielfalt und Regionalität in der Sportberichterstattung

Der MDR-Rundfunkrat informierte sich über die Sportberichterstattung der ARD und des MDR. Er sprach sich dafür aus, die Vielfalt und die Regionalität in der Sportberichterstattung im MDR und der ARD zu erhalten und zu stärken. Das Gremium stimmte zudem dem Rechteerwerb durch ARD und ZDF an der Fußball-EM 2024 in Deutschland zu.

MDR-Kamera im Stadion in Halle
Eine TV-Kamera des MDR im Stadion in Halle. Bildrechte: IMAGO

Der MDR-Rundfunkrat tritt für den Erhalt und die Stärkung von Vielfalt und Regionalität in der Sportberichterstattung des MDR und der ARD ein. In seiner Sitzung am 03. Mai 2021 stimmte das Gremium zudem dem gemeinsamen Rechteerwerb durch ARD und ZDF an den Spielen der Fußball-Europameisterschaft UEFA EURO 2024 in Deutschland zu.

Schade: "Öffentlich-rechtlicher Rundfunk muss Werte des Sports weiterhin abbilden und fördern"

MDR-Rundfunkratsvorsitzende Prof. Dr. Gabriele Schade: "Sport bleibt ein besonderer Vermittler gesellschaftlicher Funktionen wie Integration, Zusammenhalt und Gemeinschaft. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss diese Werte des Sports auch weiterhin abbilden und fördern. Das vielfältige und regionale Sportangebot des MDR zeigt seine Verankerung mitten in der Gesellschaft. Wir erwarten auch zukünftig, dass neben dem Fußball ebenso andere Spitzen-, Leistungs- und Breitensportarten in den Angeboten Berücksichtigung finden."

Der Rundfunkrat informierte sich in seiner Sitzung intensiv über die Sportberichterstattung der ARD und des MDR. ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky und MDR-Sportchef Raiko Richter diskutierten mit dem Rundfunkrat über die Sportstrategien, die Marktsituation bei Sportrechten sowie den Sportrechteerwerb.

MDR baut kritische und hintergründige Sportberichterstattung aus

Im MDR wird der größte Umfang an Sportberichterstattung aller Dritten Programme der Landesrundfunkanstalten abgebildet. Im vergangenen Jahr berichteten die MDR-Sport-Reporterinnen und Reporter trotz Corona über 80 verschiedene Sportarten in TV, Radio und Online, u. a. mit über 400 Livestreams.

Auch Herausforderungen für die Sportlerinnen und Sportler und Veranstalter aufgrund der Pandemie wurden im Dialog aufgegriffen. Die kritische und hintergründige Sportberichterstattung wird der MDR weiter ausbauen, um maßgeblich zum öffentlichen Diskurs beizutragen. In einer Sport-Recherche- und Filmredaktion werden aktuell Formate zum Turnen und Rodeln entwickelt.

Die regionale Liveberichterstattung bleibt auch 2021 ein Schwerpunkt im MDR-Sportprogramm, unter anderem bereits im Mai mit der Ladies Tour im Radsport aus Thüringen, dem Leichtathletik-Meeting in Dessau oder des Handball-Bundesligaspiels zwischen dem SC Magdeburg und dem SC DHfK Leipzig.

Wille: "MDR ist Vorreiter für neue Produktionsverfahren"

MDR-Intendantin Prof. Dr. Karola Wille: "Unser trimediales MDR-Sportangebot erreicht im Schnitt über fünf Millionen Nutzerinnen und Nutzer jede Woche. Wir sehen uns insbesondere in der Verantwortung, die gesamte Breite und Vielfalt des Sports abzubilden: dabei sind wir Vorreiter für neue Produktionsverfahren – zum Beispiel im Wintersport – und das für alle frei empfangbar."

Rundfunkrat befürwortet attraktive Sportrechte zu vertretbaren Konditionen

Die Vorsitzende des MDR-Rundfunkrats, Gabriele Schade, betonte: "Gerade in Corona-Zeiten sollte der MDR-Sport sich seiner gesellschaftlichen Aufgabe für alle Nutzenden, Zuhörenden und Zuschauenden bewusst sein. Neben einer Berichterstattung, die die Vielfalt und Regionalität der Sportarten abbildet, sind es dabei auch die Topereignisse, mit deren Übertragung und journalistischer Begleitung viele Menschen in allen Altersgruppen angesprochen werden. Als Rundfunkrat befürworten wir, wenn attraktive Sportrechte zu vertretbaren Konditionen erworben werden können."

Zustimmung zu Erwerb der Übertragungsrechte an Fußball-EM

Der MDR-Rundfunkrat stimmte nach intensiver Befassung der Vereinbarung zwischen der ARD und der Telekom Deutschland zum Erwerb der Übertragungsrechte an der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland mehrheitlich zu. ARD und ZDF haben sich mit der Telekom auf eine Sublizenz verständigt und dadurch umfassende mediale Verwertungsrechte an der UEFA EURO 2024 in Deutschland erworben.

Die Wirksamkeit der Vereinbarung von ARD und ZDF mit der Telekom steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der bei den anderen Rundfunkanstalten zuständigen Gremien.