MDR Rundfunkrat | Leipzig, 31.08.2011 Rundfunkrat des MDR beschäftigt sich mit Vorgängen um Udo Foht

MDR leitet Kündigungsverfahren gegen Udo Foht ein - Intendant informiert Rundfunkrat über aktuellen Erkenntnisstand

In einer Sondersitzung hat sich der MDR-Rundfunkrat am heutigen Mittwoch, dem 31. August 2011, über die bisherigen Erkenntnisse zu den Vorgängen um den suspendierten Leiter des Programmbereichs Unterhaltung in der MDR-Fernsehdirektion unterrichten lassen.

Der Rundfunkrat hat sich dabei gründlich mit dem Fall Foht beschäftigt und die Berichte von Intendant Prof. Dr. Udo Reiter, der Juristischen Direktorin Prof. Dr. Karola Wille und dem Leiter der vom MDR beauftragten externen Untersuchungskommission, Ingmar Weitemeier, zur Kenntnis genommen und diskutiert. Dabei wurde betont, dass bei Feststellung struktureller beziehungsweise organisatorischer Schwächen in der Auftragsvergabe durch die Untersuchungskommission diese Schwächen sofort abgestellt werden müssen.

Der Intendant stellte dar, dass die von Herrn Foht im Zusammenspiel mit Auftragsproduzenten und Privatpersonen praktizierte Verfahrensweise von "Vorfinanzierungen" nicht den internen Abläufen des MDR entspricht und einen groben Verstoß gegen die entsprechenden Dienstanweisungen bedeutet. Zudem habe Udo Foht auf MDR-Geschäftspapier Zusagen getroffen, die von seiner Vollmacht nicht gedeckt waren. Der Intendant teilte mit, dass er heute ein Verfahren zur fristlosen Kündigung von Herrn Foht eingeleitet habe.

Der Rundfunkratsvorsitzende Johannes Jenichen: "Ich gehe davon aus, dass der MDR die Probleme in eigener Regie bewältigen wird. Er hat die Aufklärung der zweifelhaften Vorfälle schon bisher selbst betrieben und wir erwarten, dass dieser Prozess weiter mit voller Kraft und ohne Rücksicht auf Ansehen und Personen fortgesetzt wird."

Zuletzt aktualisiert: 31. August 2011, 18:15 Uhr