MDR-Rundfunkrat | Leipzig, 09.09.2013 "Kompass für die künftige Angebotsentwicklung"

MDR-Rundfunkrat berät Entwicklungsplan für 2014 bis 2017

Der MDR-Rundfunkrat hat am Montag, 9. September 2013, in erster Lesung den MDR-Entwicklungsplan für die Jahre 2014 bis 2017 beraten. Das umfangreiche Papier enthält neben Aussagen zu Personal, Organisation, Produktion und Technik sowie Medienpolitik und Finanzplanung im Kern die Eckpunkte für die strategische Ausrichtung der MDR-Angebote in den nächsten Jahren. Nach weiteren Beratungen werden Verwaltungsrat und Rundfunkrat des Senders Ende des Jahres das Papier verabschieden.

Die Angebotsstrategie ist ausweislich ihrer Präambel "die strategische Antwort des MDR auf den wachsenden Legitimationsdruck des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, die Notwendigkeit einer noch stärkeren Verankerung im Sendegebiet, die Herausforderungen der konvergenten Medienwelt, den demografischen Wandel sowie den stagnierenden Finanzrahmen des MDR". In der Rundfunkratssitzung unterstrich MDR-Intendantin Karola Wille, das Strategiepapier sei "der Kompass für die zukünftige Angebotsentwicklung und die sich hieraus ergebenden Prozesse".

Die multimediale direktions- und standortübergreifende Programmarbeit soll nach diesen Planungen zum Standard für die Angebote des Multimediahauses MDR werden. Schwerpunkt- und Profilbestimmungen sind die Leitlinien für die künftigen MDR-Angebote im Fernsehen, Hörfunk und in den Telemedien. Gegliedert ist das Strategiepapier in die Schwerpunktbereiche Information, Kultur, Bildung/Wissen und Unterhaltung. Neu ist der konsequente „trimediale“ Ansatz. Während Plattformgrenzen in einer konvergenten Medienwelt zunehmend verschwimmen, folgt das Strategiepapier nicht mehr strukturellen, sondern allein inhaltlichen Maßgaben. Die aus diesem Prozess entstehenden Angebote werden über die Ausspielwege Fernsehen, Hörfunk und Online verbreitet.