Musikpodcast Kluges Proberaum mit Tänzchentee

MDR SACHSEN-ANHALT startet mit dem ersten Musikpodcast aus Sachsen-Anhalt für Sachsen-Anhalt und für alle, die sich für Musik von hier interessieren. Dies ist der einzige Podcast, der Bands, Sänger oder Musikprojekte – also vor allem die Musiker aus Sachsen-Anhalt in den Mittelpunkt stellt. Dabei wollen wir Sie an Orte mitnehmen, an denen Musik gemacht wird und an denen Musiker ihre Lebensgeschichten erzählen. Dieses Mal mit den "Knallköppen" von Tänzchentee.

Zwei Tänzchentee-Bandmitglieder und Tobais Kluge im Wohnwagen der Band 34 min
Bildrechte: MDR/Tobias Kluge

Das Rosenfest ist das jährliche Stadtfest in Bernburg. Bei fast immer schönem Wetter rücken die Bernburger und Anwohner aus der Umgebung an, um ein munteres Treiben und Livemusik zu erleben. Eine Band gehört da seit Jahrzehnten dazu: Tänzchentee. Sie liefern traditionell das Abschlusskonzert.

Und Tänzchentee ist nicht, wie der Name vermuten lässt, eine Band die zum Kaffeekränzchen Musik für alte Leute spielt, sondern Querbeet Pop, Rock, Schlager, von Helene bis Rammstein, spaßig und unterhaltsam vorgetragen. Das sind Profis. Die fünf "Knallköppe" – wie sie selber sagen – lieben ihren Beruf, Musiker zu sein. Sie wollen solange auf der Bühne stehen, bis es nicht mehr geht oder das Publikum sie nicht mehr will. Einen Plan B gibt es nicht. Auch wenn sie zum Teil gelernter Fliesenleger sind, wie Sänger Sasha – oder Kfz-Mechatroniker wie Gitarrist Silvio. Fast alle in der Band leben – inzwischen – in und um Bernburg. Spätestens am Wochenende machen sie sich auf zu mehrerer Muggen – zu denen die Wege oft weiter, aber manchmal auch nur kurz sind, etwa wenn ein Heimspiel ansteht wie das Rosenfest. Tausende sind gekommen und wollen sie mal wieder feiern, ihre Bernburger Helden.

Die Band Tänzchentee auf der Bühne beim Stadtfest in Bernburg
Tänzchentee liefert traditionell das Abschlusskonzert beim alljährlichen Rosenfest in Bernburg. Bildrechte: MDR/Tobias Kluge

Auch unser Musikauskenner Tobias Kluge war dort, um sich backstage mit der Band zu unterhalten, und zu erleben, wie so eine große Show bei Tänzchentee über die Bühne geht. Auch vor der Bühne hat Tobias mit Anhängern der Band gesprochen.

Doch wie ticken die Jungs privat? Was machen die unter der Woche? Wie halten sie solche Marathon-Auftritte durch und wie gut verstehen sich die Bandmitglieder eigentlich? Diese und viele andere Fragen hat Tobias Kluge in einem längeren Gespräch für seinen Podcast an Sänger Sascha und Gitarrist Silvio gestellt. Die drei saßen in einem Schwitzkasten hinter der Bühne – ein Campingwagen mit Bank und Tisch. Keiner durfte raus, bis alle Antworten kamen. Und nun heißt es, anhören, die neue Folge unseres Musikpodcasts bei MDR SACHSEN-ANHALT.

Tänzchentee im Bühnenoutfit und in Zivil

Die Band Tänzchentee im Bühnenoutfit
Bildrechte: MDR/Tobias Kluge
Die Band Tänzchentee im Bühnenoutfit
Bildrechte: MDR/Tobias Kluge
Die Band Tänzchentee im normalen Outfit
Bildrechte: MDR/Tobias Kluge
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Warum dieser Musikpodcast und was steckt hinter der Musik? Musik macht glücklich und verbindet – die Musiker und bestenfalls die Empfänger. Auch in Sachsen-Anhalt gibt es viele Musiker, Bands und Musikliebhaber. In unserem neuen Podcast wollen wir mit ihnen ins Gespräch kommen und ihre Geschichten erzählen. Der Podcast soll den Menschen in Sachsen-Anhalt zeigen, wo überall bei uns gute Musik gemacht wird. Es soll um den Menschen hinter der Musik gehen: Was sind das für Typen? Was treibt sie an? Was verbindet sie mit ihrer Heimat und ihrer Region? Laden Sie Podcast-Gastgeber Tobias Kluge einfach zu sich ein. Ihre Musik sollte inspiriert und qualitativ empfehlenswert sein, das Genre und der Stil sind jedoch völlig egal.

Hier geht es um die Menschen, die sich für das Musikmachen entschieden haben. Wie leicht ist es, in Sachsen-Anhalt Musiker zu sein? Wie reizvoll? Wie kompromissvoll? Vielleicht sprechen wir auch mit Musikern, die gescheitert sind mit ihrer Idee vom Musikerdasein. Auf jeden Fall reden wir auch über Erfolgsgeschichten, von denen es einige zu erzählen gibt. Im Podcast treffen wir etwa Bill Kaulitz von Tokio Hotel oder Annett Louisan, die ursprünglich aus der Altmark stammt und heute in ganz Deutschland bekannt ist.

Ihre Band/Musik bei uns im Radio und im Podcast?

Monatlich soll es eine neue Ausgabe von "Kluges Proberaum" geben. Dafür trifft Macher Tobias Kluge regelmäßig auf Musiker, die von hier stammen oder/und hier musikalisch verwurzelt sind.

Wenn auch Sie musizieren und für Musik brennen oder einfach nur selber kürzlich oder schon seit langem von einem Musikprojekt aus Sachsen-Anhalt angetan sind, dann informieren Sie uns über Ihr Projekt oder Ihre Empfehlung: Schreiben Sie eine E-Mail an: Sachsen-Anhalt@mdr.de mit Betreff "Kluges Proberaum" oder einfach "Musikpodcast".

Musikredakteur Tobias Kluge
Bildrechte: MDR/Gaby Conrad

Tobias Kluge stellt sich vor Ich heiße Tobias Kluge, Jahrgang '78 und bin Musikredakteur und Musiker. Vielleicht kennen Sie mich aus dem Radio als Musikexperten von MDR SACHSEN-ANHALT und von MDR KULTUR. Davor habe ich viele Jahre bei MDR SPUTNIK moderiert – mit Vorliebe Musikspezialsendungen. Musik ist mein Leben und deswegen kann ich einfach nur glücklich sein, dass ich diese Liebe und Leidenschaft mit meinem Beruf vereinen kann.

Seit mehr als 20 Jahren mache ich Radio, noch länger spiele und singe ich in Bands und trete auf großen und auch auf ganz kleinen Bühnen auf. Davor und währenddessen habe ich in Leipzig Musikwissenschaften und Journalistik studiert und seitdem stets und ständig professionell mit Musik und Bands zu tun gehabt.

Großgeworden bin ich als gebürtiger Wittenberger in der Dübener Heide. Angefangen als Siebenjähriger mit Akkordeon und später Klavier (als wir uns endlich ein gebrauchtes Teil leisten konnten) erlernt bei einer russischen Lehrerin, konnte ich später an der Musikschule auch Gitarren- und Gesangsunterricht nehmen. Meinen Lehrer Frank Sültemeyer mit Berliner Dialekt werde ich nie vergessen – prägend bis ins Musikermark. 

Als Jugendlicher machte ich wie viele eine Rockband auf. Düster und böse wollten wir klingen und trotzdem gewannen wir Bandfestivals. Ich glaube, wir waren gar nicht so übel und am Ende auch nicht allzu düster. (Danke liebe Eltern, dass ihr das zuhause ertragen und mir das finanziert habt!)

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Quelle: MDR/jr

Zuletzt aktualisiert: 19. Juni 2019, 13:31 Uhr