Unstrut-Hainich-Kreis Bad Langensalza

Die Kurstadt Bad Langensalza im Unstrut-Hainich-Kreis gehört zu den historisch bedeutendsten Städten im Thüringer Becken. Alte Fachwerkhäuser und farbenprächtige Rosen prägen das Bild der Stadt.

Der Ortsname ist abgeleitet von dem Flussnamen Salza, links zur Unstrut.

Historische Belege für den Ortsnamen:

(775-786) Salzaha, Anf. 9. Jh. Salzaha, 876 in Salzahu, 932 Salzaha, 1130 Salzaha, 1212 Salzach, 13. Jh. Salza, Salcza, 1579 Langensalza.

Deutungen:

Die frühesten Belege zeigen die Grundform des Flussnamens: Salz-aha, zusammen gesetzt aus dt. Salz + -aha "Wasser, Fluss", ein Wort, das auch in Aachen, in Salzach, Brigach, Aa (in Münster) und anderen Orts- und Flussnamen steckt. Also der "Salzfluss, -bach"; der Zusatz Langen-  trat später zur Unterscheidung von anderen Salza(ha)-Orten, zum Beispiel Salza, links zur Helme, 802 Salzaha, heute Ortsteil von Nordhausen, hinzu.

Bad Langensalza
Das wahrscheinlich höchste Gebäude der Welt aus Travertin-Kalkstein ist die evangelische Kirche St. Bonifacii in Bad Langensalza. Bildrechte: MDR/Andreas Metzmacher

Literatur-Angabe: D. Berger, Duden: Geographische Namen in Deutschland, Mannheim usw. 1993, S. 162;

Deutsches Ortsnamenbuch, hrsg. von M. Niemeyer, Berlin-Boston 2012, S. 349;

E. Ulbricht, Das Flußgebiet der Thüringischen Saale (= DS. 2), Halle 1957, S. 183f.