Helfen Sie uns, anderen zu helfen! Das MDR THÜRINGEN Herzensprojekt ❤

Das Herz am rechten Fleck, aber kein Geld, um zu helfen? Für ein Projekt, das Ihnen am Herzen liegt, spendet MDR THÜRINGEN jeden Tag bis zu 2.000 Euro

Ein Rosa-Logo mit der Aufschrift Herzensprojekt
Wir helfen Ihnen, anderen zu helfen! Verraten Sie uns nur: Wofür schlägt Ihr Herz? Bildrechte: MDR

Gemeinsam mit Ihnen wollten wir Projekte in Thüringen unterstützen, die unsere Hilfe verdient haben. Ob die Schule für Blindenhunde, das private Nachhilfeprojekt, die Suppenküche und medizinische Hilfe für Menschen ohne ein Zuhause, das Kinderhospiz oder das Einkaufstaxi für Senioren - wir helfen denen, die Ihnen am Herzen liegen!

Unser Projekte

Verein "Die Seelentröster - Tiere helfen Menschen e.V." aus Greuda bei Kahla.

Der Hof Lana ist nach einer Hündin benannt, die Vereinsgründerin Sabine Eck eigentlich erst dazu gebracht hat, sich auf diese besondere Art dem Tierschutz zu widmen und das mit ihrem eigentlichen Beruf als Erziehungswissenschaftlerin zu verbinden. Dort ist der Verein zu Hause. Verkürzt gesagt therapieren sich seelisch verletzte Menschen und Tiere gegenseitig. Das ist kein Hokuspokus, sondern hat etwas mit Vertrauen zu tun, das beide Seiten aufbauen. Das braucht manchmal Geduld und Zeit, weil die Wunden tief liegen.

Bei dem Hund, der als Welpe misshandelt wurde und bei einem Kind, das sein Elternhaus gegen ein Kinderheim tauschen musste. Aber trotzdem entsteht zwischen beiden eine besondere Verbindung, die Sabine Eck und ihre Mitstreiter immer wieder aufs Neue fasziniert und motiviert. Wenn der einst so verstörte Hund einem früher sexuell missbrauchten Mädchen plötzlich aus Hand frisst oder dieses Kind dem Hund erstmals all das erzählt, was Therapeuten bislang vergeblich zu ergründen versuchten. Dieses Öffnen ist oft der erste Schritt für eine erfolgsversprechende Therapie.

Ein Mann und eine Frau stehen vor einem Zaun mit Hunden auf den Armen.
Rüdiger Pohl und Therapiebegleithund Gigolo; Sabine Eck hat Hündin Mira auf dem Arm, die blind ist. Bildrechte: MDR/Marko Ramm

Viele Anfragen für Therapie - Kostenübernahme aber schwierig

Aktuell – und da ist Corona nicht unschuldig – können sich die Seelentröster vor Anfragen nicht retten. Kinderheime und Altenpflegeeinrichtungen würden sehr gern Therapietiere einsetzen, doch niemand fühlt sich für die Kostenübernahme zuständig. Die Kassen nicht, der Sozialstaat auch nicht.

Und der Ansatz der Seelentröster ist besonders teuer, denn kranke Tiere verursachen mehr Kosten als gesunde. Da fließt auch viel privates Geld aus dem "normalen" Job in das Herzensprojekt. Durchschnittlich 5.000 Euro monatliche Tierarztrechnungen müssen über Spenden erstmal reinkommen. Und da ist noch kein Gramm Futter gekauft und nichts, womit man ein Gehege bauen kann.

Auch das Bauen und Mitmachen ist übrigens Teil der Therapien. Wenn Kinder aus Kinderheimen mithelfen können, das zu Hause "ihrer" Kaninchen zu bauen, löst das Freude und Stolz aus. Eine andere Möglichkeit sind Patenschaften. Jemand, der keinen Platz hat für einen Hund, der kommt zum Ausführen vorbei und übernimmt die Kosten fürs Futter. Und er nutzt bei den Spaziergängen die Ruhe in der Natur rund um den Hof Lana zum Seelentrösten von Mensch und Tier.

Diese Projekte wurden bereits unterstützt

Team "Sport und Spiel für Flüchtlingskinder" aus Suhl

In der öffentlichen Wahrnehmung gibt es zwei Extreme beim Flüchtlingsthema: Es gibt die Beispiele des Scheiterns bis hin zum Abdriften in die Kriminalität und auf der anderen Seite die Vorzeigefälle gelungener Integration mit Bestnoten in der Schule und vorbildlichen Abschlüssen in Berufsschule und Uni.

Von solchen Fällen erzählt Karin Hornschuch voller Stolz, was ihr gutes Recht ist. Denn seit 2015 betreuen sie und ihre Mitstreiter Flüchtlingsfamilien in der Umgebung und Flüchtlinge, die in der Erstaufnahmestation in Suhl leben.

Bürokratie steht Hilfe manchmal im Weg

In erster Linie sind es die Kinder, die ihre Hilfe brauchen und mit leuchtenden Augen viel Dankbarkeit zurückgeben. Sei es für den Zoobesuch, das Gesellschaftsspiel am Tisch oder das Toben in der benachbarten Sporthalle. Auch Weihnachtsfeiern für hunderte Kinder standen schon auf der Tagesordnung, inklusive kleinem Geschenk versteht sich.

Das alles kostet Geld und Nerven. Aber nicht der Kinder wegen, sondern wegen der Bürokratie in Thüringen. Denn die Sporthalle um die Ecke, die auch durch erwachsene Flüchtlinge genutzt wurde, verschwand zum Jahresende 2021 im bürokratischen Bermudadreieck zwischen der Stadt Suhl, des Landesverwaltungsamtes und der Landesregierung.

Drei Frauen stehen nebeneinander vor einem Zaun
(v.l.n.r.) Karin Hornschuch, Elke Turczynski, Steffi Kälterborn vom Team "Sport und Spiel für Flüchtlinge" an der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl. Im Hintergrund sind Bilder von den Veranstaltungen für die Kinder. Bildrechte: MDR/Marko Ramm

Doch die gute Nachricht des Tages lautet: Alle Beteiligten stehen kurz vor einer Einigung und wenn alles gut geht, wird die alte DDR-Sporthalle ab Januar wieder nutzbar sein. Dann auch wieder für die Flüchtlingskinder von Frau Hornschuch, mit ihren über 80 Jahren in Sachen Engagement und Herzensgüte eine echte Vorturnerin ist.

Der Seecontainer in Löhma

Herzensprojekte, die den dörflichen Zusammenhalt fördern, die gibt es überall in Thüringen. Was aber die nicht einmal 300 Einwohner von Löhma bei Schleiz auf die Beine stellen - oder aufs Fundament - das fällt dann doch ein bisschen aus dem Rahmen. Sie bauen nämlich dort, wo Festplatz und Spielplatz nebst Volleyballfeld und Tischtennisplatte sind, ein Sanitärhäuschen.

Eine junge Frau vor einem blauen Pkw
Sabine Temmler hatte das Herzensprojekt beim MDR angemeldet. Bildrechte: MDR/Thomas Becker

Also quasi eine Porzellanabteilung als Ersatz für Büsche und Bäume. Inklusive Behindertentoilette übrigens. So weit, so normal. Aber die Basis für das halbfertige Gebäude ist ein alter Seecontainer, extra geliefert aus dem Hamburger Hafen. Der hat die Welt gesehen und wird nun - fein hergerichtet - in Löhma sesshaft. Im Frühjahr soll das dörfliche Herzensprojekt eingeweiht werden, 2023 wird auch die 650-Jahr-Feier nachgeholt. Klingt ganz nach Härtetest.

Die Tierauffangstation Schmalkalden

Die Tierauffangstation Schmalkalden ist traumhaft gelegen. Mitten in der Natur, unweit vom Wald. Die Schützlinge von Chefin Christel Schumann können also erstmal zur Ruhe kommen. Denn viele haben aufregende Tage und Wochen hinter sich.

Ausgesetzte Hunde und Kaninchen, Zuweisungen aus schlechter Haltung sowie unkontrollierte Vermehrung von Katzen sorgen nahezu täglich für Zuwachs. Viele Tiere können nach dem Aufpeppeln in neue Familien ziehen, andere sind unvermittelbar. Sie werden aber mitunter von ihren Paten besucht, die mit ihnen Gassi gehen.

Zwei Frauen von der Tierauffangstation Schmalkalden stehen mit einem großen Hund im Schnee vor einem Haus.
Chefin Christel Schumann und ihre Mitarbeiterin Laura Wilhelm mit Hund Sultan. Bildrechte: MDR/Marko Ramm

Spender bringen Futter, Spielzeug, Decken und Körbchen vorbei oder beteiligen sich finanziell an den Kosten des Vereins. Und hier kommt übers Jahr einiges zusammen, allein die Tierarztrechnungen verschlingen einen Großteil des Budgets. Impfungen, Medikamente, Operationen, Kastrationen - Tiere, die in die Auffangstation kommen, haben meistens ein Problem, das Geld kostet.

Und vieles davon ist menschengemacht. Allein die Sorglosigkeit, nicht kastrierte Katzen frei laufen zu lassen oder gar auszusetzen, kostet jährlich tausende Euro. Gleiches gilt, wenn Tiere nicht artgerecht gehalten werden, sich nicht richtig entwickeln können und dann teure Operationen nötig werden.

Dass sich hier auch jenseits von "normalen" Arbeitszeiten immer jemand kümmern muss, liegt auf der Hand und oft müssen Christel und ihre Mitstreiter auch die Arbeit mit nach Hause nehmen. Zum Beispiel in Form von kleinen "Flaschenkindern", die rund um die Uhr versorgt werden müssen.

Streetwork Gera e.V.

Der Streetwork Gera e.V. hilft Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben, zu Hause rausgeflogen sind und/oder Probleme bei Ämtern und Behörden haben.

Drei Menschen stehen nebeneinander
Die Streetworker aus Gera: (v.l.) Beate Stier, Luisa Junold und Heike Luther-Schulze Bildrechte: MDR/Marko Ramm

Ihr neues Mobil war mal die "Leitstelle" der Wismut-Feuerwehr. Der Kleinbus muss aber noch ein bisschen umgebaut werden. Damit werden die Stellen abgefahren, an denen sich obdachlose Jugendliche aufhalten, es gibt Essen und Trinken, auch mal einen Schlafsack.

"Weihnachten nicht allein" aus Eisenach

Weihnachten ist ein Fest der Freude, der Familie, des Zusammenseins, auch des Schenkens. Aber was machen Menschen, die alleine leben – und auch keinen in der Nähe haben, mit dem sie zusammen feiern können? Zum Beispiel Menschen treffen, denen es ähnlich ergeht. Solche Angebote gibt es in einigen Thüringer Städten. Auch in Eisenach. "Weihnachten nicht allein" -  so heißt die Veranstaltung, die es jetzt schon seit 15 Jahren in Eisenach gibt. Die Geschwister der Diakonischen Gemeinschaft im Ev.-Luth. Diakonissen-Mutterhaus in Eisenach laden am Heiligen Abend jeden ein, der kommen will.

Die Organisatoren und Organisatorinnen von "Weihnachten nicht allein" aus Eisenach: Hanno und Sibylle Roth, Constance Hinrichsen-Schreiber, Oberin Annegret Bachmann und Claus-Dieter Fischer als Gast.
Hanno und Sibylle Roth, Constance Hinrichsen-Schreiber und Oberin Annegret Bachmann (v.r.n.l.) organisieren "Weihnachten nicht allein" für Menschen wie Claus-Dieter Fischer (ganz links). Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Ganz oben steht das Wort "gemeinsam" und das ist in Eisenach Programm: Der Heilige Abend wird in Eisenach beim gemeinsamen Essen, Trinken, Erzählen und Singen zu einem wundervollen Erlebnis. Möglich gemacht durch die Menschen aus der Gemeinschaft des Mutterhauses. Ein wahres Herzensprojekt, das leider mit Gottes Hilfe allein nicht möglich ist, die Diakonische Gemeinschaft ist jedes Jahr auf Spenden angewiesen. Mit dem Geld vom MDR THÜRINGEN Herzensprojekt kann nun sogar schon das nächste Weihnachten kommen.

Kinder- und Jugendverein "Römer" Zeulenroda-Triebes e.V.

Was genau macht der Kinder- und Jugendverein "Römer" Zeulenroda-Triebes e.V.? Man ist geneigt zu sagen: Alles! Kinder und Jugendlichen zwischen zehn und 27 Jahren können hier eigentlich ihre komplette Freizeit verbringen, sie können auf dem Multifunktionsfeld Fußball, Basketball oder Tennis spielen, ein Volleyballfeld gibt es und eine Skaterbahn, die dringend renoviert werden muss, denn die Schadstellen sind mittlerweile gefährliche Stolperfallen.

Kinder- und Jugendverein 'Römer' aus Zeulenroda
Der Kinder- und Jugendverein will die Skatebahn sanieren. Bildrechte: MDR/Kathleen Bernhardt

Für weniger wilden Jungs und Mädels gibt es verschiedene Kurse zum Beispiel über gesunde Ernährung oder Suchtprävention, es gibt Bildungsreisen zum Beispiel zum Landtag oder Bundestag. Und alles kostet Geld, mitunter auch viel Geld. Von den bis zu 2.000 Euro von MDR THÜRINGEN soll der größte Teil in die Sanierung der Skaterhalle fließen.

Ein Herz für Streuner e.V.

Mehr als 50-mal wurde das Herzensprojekt "Ein Herz für Streuner e.V." bei MDR THÜRINGEN angemeldet. Der Verein kümmert sich im Kreis Nordhausen um Katzen, die ausgesetzt wurden oder gar krank sind: Manche hatten vielleicht noch nie ein Zuhause, weil sie draußen geboren wurden. Und das Kümmern beinhaltet auch zu verhindern, dass es weitere wilde Katzen gibt.

Eine Frau hält eine Katze
Anja Fitzenreiter kümmert sich liebevoll um die Streuner. Bildrechte: MDR/Marko Ramm

Wir haben uns das Projekt angeschaut und festgestellt: Hier wird richtig viel Geld gebraucht. Anja Fitzenreiter ist die Vereinschefin, die im richtigen Leben einen Friseurladen hat und sich in ihrer Freizeit um bedürftige Katzen kümmert. Ein teures Hobby. 20.000 Euro kosten jedes Jahr alleine schon die Kastrationen, da sind "normale" Tierarztrechnungen noch gar nicht mitgezählt.

Hinzu kommen die Kosten für Futter, Katzenstreu und alles drum herum, denn die circa 500 geretteten Kätzchen im Landkreis Nordhausen müssen auch irgendwohin. Zunächst zum Aufpäppeln ins Katzenzimmer - zum Beispiel von Anja Fitzenreiter - und dann bestenfalls in eine Pflegefamilie. Doch leider geht diese Rechnung aktuell nicht auf. Während eine Katze vermittelt wird, tauchen quasi zeitgleich zwei neue Katzen auf.

Menschen mit einer Katze in einer Transportbox
Zwei Neu-Katzeneltern holen ihren geimpften und gechipten Ex-Streuner ab. Bildrechte: MDR/Marko Ramm

Tschernobyl-Verein Jena

Seit 1991 gibt es den Jenaer Tschernobyl Verein, seit nun über 30 Jahren auch schon die Weihnachtsfahrten nach Belarus. Und so starten am 5. Januar wieder fünf Vereinsmitglieder in einem Kleinbus in Richtung Osten. Ein echtes Abenteuer über 1.800 Kilometer. So weit von Jena entfernt liegt das Städtchen Krasnopolje und die umliegenden Dörfer, die sie pünktlich zum russisch-orthodoxen Weihnachtsfest am 7. Januar besuchen wollen. Rund 200 Mädchen und Jungen warten dort schon sehnlichst auf die Beutel mit Orangen, Gebäck, Süßigkeiten und Nüssen. Für die meisten ist es das einzige Weihnachtsgeschenk.

Verkleideten Menschen übergeben Geschenke
Verbindung halten zu Belarus: Der Tschernobyl-Verein Jena. Bildrechte: Privat

Und für die bisherigen Ferienaufenthalte für die Kinder in Thüringen musste sich der Verein wegen Corona auch eine Alternative überlegen. "Drei Wochen in anderer Umgebung - weg aus der radioaktiv kontaminierten Region, dazu vitaminreiches Essen, das hat den Kindern immer sehr gut getan", sagt Herbert Bartsch, der den Verein schon lange unterstützt. Wenn sie schon nicht nach Jena reisen können, dann sollen sie wenigstens erholsame Campingferien andernorts in Belarus verbringen. Deshalb hat der Verein schon im letzten Jahr Spenden für Zelte, Matten und Schlafsäcke gesammelt - und tut das auch dieses Jahr wieder. So sind jetzt auch Zelte im Gepäck, wenn es im Januar auf die weite Reise nach Krasnopolje geht. Die Menschen dort sind den Jenaern ans Herz gewachsen.

Reparaturcafe der Nachbarschaftshilfe Meiningen e.V.

Das Reparaturcafé wird gerade aufgebaut. Hier ist in wenigen Tagen der Name Programm. Es soll ein kleiner Treffpunkt werden, zu dem Menschen kommen können, die etwas zu reparieren haben. Toaster, Radio, Bügeleisen. Hier ein neuer Stecker, da ist ein Kabel locker.

Nachhaltigkeit statt etwas wegzuwerfen - das ist ein Ansatz von Jörg Marwede. Er ist auch der Initiator der Nachbarschaftshilfe Meiningen e.V. und Kümmerer für alle Notlagen. Ob es Formulare sind, der Heckenschnitt oder die Fahrt zur OP, Jörg Marwede packt an und steckt an.

Das Reparaturcafé soll zum Beispiel die Jugendlichen anstecken, die im gleichen Haus ihren Treff haben im Jugendzentrum in Meiningen. Die Nachbarschaftshelfe braucht nämlich nicht nur den einen oder anderen Euro um weiterhin für einen symbolischen Betrag helfen zu können, sondern auch Menschen, die anpacken. Denn wer an einem Punkt Hilfe braucht, der kann vielleicht an der anderen Stelle selbst helfen. So wie es halt unter guten Nachbarn üblich ist.

Mitglieder des Reparaturcafés der Nachbarschaftshilfe Meiningen e.V.
Die Nachbarschaftshilfe gibt es schon lange. Jörg Marwede (2.v.l) und seine "helfenden Hände" packen an. Bildrechte: Privat

Der Verein hilft im Haushalt, im Garten, bei Transporten, bei Behördenangelegenheiten, bei kleineren Reparaturen, im Gespräch, begleiten Sie zum Arzt, und so manches mehr. Der "Normalsatz" der Kosten liegt bei 10 Euro pro Stunde. Davon erhält der Helfer/die Helferin 6 Euro, ggf. auch die Erstattung von Fahrtkosten, der Rest geht an den Verein.

Die Wildtierhilfe-Station in Creuzburg

Ines Klimpke ist eigentlich Inhaberin einer Altenpflegeeinrichtung. Die Liebe zu Menschen ist ihr Beruf, die Liebe zu Tieren ihr Hobby. Was vor 15 Jahren mit einem abgestürzten Raben angefangen hat, ist mittlerweile zu einer Aufpäppelstation vor allem für Greifvögel geworden.

Längst sind die Klimpkes erster Ansprechpartner in der Gegend, wenn es um zumeist verunglückte Vögel geht. Auch die Untere Naturschutzbehörde vertraut ihnen aufgefundene Tiere an.

Eine Frau mit einem Greifvogel auf dem Arm.
Ines Klimpke versorgt in ihrer Aufpäppelstation vor allem Greifvögel. Bildrechte: Privat

Doch Vorsicht: Nicht jeder Jungvogel will oder muss "gerettet" werden, das Flüggewerden ist ein Prozess und die Mutter oft in der Nähe. Bei ihr sind die Jungtiere in der Regel besser aufgehoben.

Denn eines ist auch klar: Bei aller Pflege und Fürsorge, die betreuten Tiere müssen wild bleiben und werden so schnell es geht wieder in die freie Natur entlassen. Die Klimpkes betreiben keine Zoo-WG, sondern eine Reha-Einrichtung.

Die Fundgrube in Weida

Die Fundgrube in Weida in der Neustädter Str. 51 ist nicht nur Anlaufstelle für Menschen, die auf Lebensmittel-, Kleider und Sachspenden angewiesen sind. Wenn man so will: Es ist die "Tafel von Weida".

Sie ist sozialer und kommunikativer Treffpunkt, hier wird gekocht und gebacken, erzählt und auch gelacht. Jeden Mittwoch zum Beispiel ist Kaffeetreff, es gibt selbstgebackenen Kuchen und - wie sonst auch - zahlt jeder so viel, wie er kann.

Zwei Frauen stehen nebeneinander und lachen in die Kamera.
Gabriele Schau und Erika Kerpen von der Fundgrube in Weida. Bildrechte: MDR/Franziska Heymann

Die ehrenamtlichen Helfer sortieren die Sachspenden, stehen in der Küche oder verkaufen zum Beispiel auf dem Weihnachtsmarkt die selbstgebackenen Plätzchen. Die Einnahmen landen wieder in der Fundgrube. Hier sind übrigens auch Menschen willkommen, die helfen wollen oder Dinge vorbeibringen, die zum Wegwerfen zu schade sind.

Elektrogeräte zum Beispiel oder Kinderspielzeug. Das Leuchten in den Augen der Jüngsten ist der schönste Lohn für Chefin Gabriele Schau und ihre Mitstreiter. "Es kommen täglich sechs bis neun Kinder mit ihren Muttis, die sich Sachen holen. Und wenn die Kinder etwas finden, das freut einen."

Die Tagamari Wunschweihnacht aus Themar

Die Initiative ermöglicht Kindern im Kreis Hildburghausen eine Weihnachtsfeier, die sie sonst nicht hätten. Jedes dieser Kinder hat die Möglichkeit einen Wunsch in einer Wunschbox abzugeben. Die stehen zum Beispiel in Tankstellen, in der Touristinfo, in Geschäften oder im Landratsamt. Alle Wünsche werden anonymisiert und an verschiedenen Weihnachtsbäume gehangen. Dort sind die Wünsche frei für jeden zugänglich. Jeder, der den Wunsch eines Kindes erfüllen möchte, kann sich einen aussuchen und dies tun. Kurz vor Weihnachten findet dann eine gemeinsame große Feier statt, zu der die Kinder mit ihren Familien kommen.

Tagamari Wunschweihnacht Hildburghausen
Bei der Tagamari Wunschweihnacht erhalten die Kinder ein Geschenk, die sonst nichts hätten. Bildrechte: MDR/Oliver Gussor

Die Schulaktion "Pausi Erfurt"

Fast jedes zehnte Kind geht ohne Pausenbrot zur Schule. Pausi Erfurt will das ändern. Ihr Motto: "Kein Kind in Thüringen soll mehr Hunger in der Schule haben". Pausi lässt Brote schmieren, legt Obst dazu und verteilt die Pausenmahlzeit an die Schulkinder.

Bisher werden mehrere Schulen in Erfurt unterstützt. Ziel ist es, auch Schulen in Weimar, Jena, Sömmerda, Apolda etc. zu versorgen, abhängig von den Möglichkeiten der Spendengelder.

Marko Ramm besucht Sven Sauer von "Die Bunten Schafe e.V." mit ihrer Initiative "Pausi Erfurt".
Durch Pausi Erfurt soll kein Kind mehr Hunger in der Schule haben. Bildrechte: MDR/Raimund Fichtenberger

Die private Wildtierhilfe von Ingrid Röschke aus Eisenach

Ingrid Röschke ist 77 Jahre jung und kümmert sich um Wildvögel und Igel. Sie nimmt verletzte, kranke oder verwaiste Tiere auf, pflegt sie und entlässt sie nach Möglichkeit wieder in die Freiheit. Dabei hat sie im Laufe der Jahre ihr eigenes Wohngebäude als Unterkunft für die unterschiedlichsten Wildvögel und Igel umgebaut und eingerichtet. Jedes Jahr rettet sie so unzählige Tiere, die sonst keine Überlebenschance hätten.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 23. Dezember 2022 | 06:00 Uhr