Luftbildaufnahme von Kranichfeld
Bildrechte: GDI-Th, Freistaat Thueringen, TLVermGeo

Weimarer Land Kranichfeld

Kranichfeld liegt im Süden des Weimarer Landes, idyllisch im bewaldeten Hügelland der Ilm-Saale-Platte. Der Ort besteht aus der Kernstadt Kranichfeld und den separat liegenden Ortsteilen Stedten und Barchfeld. Ungefähr 3.500 Einwohner leben hier.

Luftbildaufnahme von Kranichfeld
Bildrechte: GDI-Th, Freistaat Thueringen, TLVermGeo

Kranichfeld wird auch Zwei-Burgen-Stadt genannt: Das Oberschloss ist ein märchenhaftes Renaissanceschloss, die Niederburg Freilichtbühne trohnt über der Ilm. Tradition lädt das Rosenfest in Kranichfeld jedes Jahr im Juni viele Gäste ein.

Der Ortsname ist noch heute durchsichtig und leicht erklärbar: neben -feld im Grundwort (dem zweiten Teil) steht im ersten der Kranich, althochdeutsch chranuh, chranech, mittelhochdeutsch kranech. Es liegt ein ursprünglicher Flurname vor, der darauf verweist, dass sich hier früher gern Kraniche aufgehalten haben, vielleicht war es ein bevorzugter Rastplatz für die Vögel, etwa auf dem Zug nach Süden (darauf weist W. Fuhrmann hin).

Historische Belege

  • 9./10. Jh. in Cranahfelde  (H. Walther, S. 297)
  • 1143 Cranechfelt (H. Walther, S. 297 nach UB. Mainz II 37)
  • 1147 Cranechfelt (Fuhrmann, S. 42)
  • (1169-1195) Wolfer de Cranechfelt (UB Paulinzell Nr. 41; Thür. Staatsarchiv Rudolstadt)
  • 1174 Kranekfelt (Förstemann, Ortsnamen I Sp. 1727 nach Codex Diplomaticus Anhaltinus, Nr. 546)
  • 1205 Cranichvuelt (Fuhrmann, S. 42)
  • 1310 Cranichfelt (Fuhrmann, S. 42)
  • 1320 in Cranichfeilt (Paulinzeller Dokumente - Thür. Staatsarchiv Rudolstadt)
  • 1345 Cranohveyld (Fuhrmann, S. 42)
  • 1448 Cranohfelde (Fuhrmann, S. 42)
  • 1557 Crannichfeld (Fuhrmann, S. 42)

Literatur-Hinweise * W. Fuhrmann: Die Ortsnamen des Stadt- und Landkreises Weimar, Diss. Leipzig 1962, S. 11
* H. Walther: Namenkundliche Beiträge zur Siedlungsgeschichte des Saale- und Mittelelbegebietes bis zum Ende des 9. Jahrhunderts, Berlin 1971, S. 298
* H. Walther: Namenkunde und geschichtliche Landeskunde, Leipzig 2004, S. 222.

Zuletzt aktualisiert: 10. Januar 2018, 10:57 Uhr