Oldie-Geschichten | MDR THÜRINGEN - Das Radio | 21.01.2019 "Blowin' in the wind" von Bob Dylan

Anfang der 1960er-Jahre löst die weltpolitische Lage eine riesige Protestwelle aus, die sich auch in der Musik widerspiegelt. Kuba-Krise und Vietnamkrieg sind der Nährboden für Tausende von Protestsongs. Vor allem die amerikanische Folkmusik erlebt ihre Blüte.

Bob Dylan
Bob Dylan Bildrechte: IMAGO

Bob Dylan wird Sprachrohr einer ganzen Bewegung. Wie kein anderer fängt er die Stimmungslage ein und komprimiert diese zu poetischen Songs. "Blowin in the wind" ist ein eindeutiges Bekenntnis zum Pazifismus. Die Idee kam ihm in einer New Yorker Szenekneipe nach einer Diskussion über Bürgerrechte, die nach einer Weile im Sande verlief. Dylan lief wütend nach Hause und schrieb schließlich im Zug den Text, der zur großen Hymne der Folk-Bewegung wird. Die Melodie stammte von einem alten Gospel-Song.

Der Text...

... wurde damals begeistert aufgenommen. Er besteht aus einer Serie rhetorischer Fragen über Frieden, Krieg und Freiheit. Der Refrain ist die immer gleiche Antwort: "Die Antwort, mein Freund, weiß doch jedes Kind."

In den Charts...

... hat "Blowin' in the wind" in Dylans Version keine Rolle gespielt. Erst in der Fassung von Peter, Paul & Mary wird der Song ein Hit und erreicht Platz zwei der US-amerikanischen Charts.

Und heute?

zählt Dylan zu den einflussreichsten Musikern weltweit. Und noch immer bringt der Superstar regelmäßig neue Platten heraus. 2016 wurde ihm als erstem Musiker der "Nobelpreis für Literatur" verliehen.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 21. Januar 2019 | 09:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Januar 2019, 05:40 Uhr