Oldie-Geschichten | 22.01.2018 "Männer" von Herbert Grönemeyer

1984: Der US-Amerikaner Chuck Hull erfindet den 3D-Drucker und Herbert Grönemeyer bringt "Männer" heraus.

Herbert Grönemeyer steht am Scheideweg. Mit seinen leicht schnoddrigen, manchmal  tiefsinnigen, aber immer ehrlichen Texten wird der Teilzeitschauspieler zwar endlich auch als Popmusiker richtig wahrgenommen. Doch der Erfolg hält sich immer noch in Grenzen. Von seiner alten Plattenfirma wird er wegen Erfolglosigkeit gefeuert, doch jetzt mit einem neuen Label im Rücken, setzt er sich gleich ordentlich unter Druck.

Und tatsächlich hängt sich Grönemeyer bei der Vorbereitung und Produktion seines neuen Werks "4630 Bochum" voll rein. Singt über die Liebe zum Pott, den Teufel Alkohol und über ein ziemlich heikles Thema. Mit seiner Freundin Anna hat schon endlos darüber diskutiert. Hat massenhaft Vorwürfe, Sticheleien und Frotzeleien gefangen. Und daraufhin tatsächlich registriert wie Männer an sich scheinbar so ticken. Also nimmt er in einem Song die so genannte Männlichkeit aufs Korn, lässt keine Floskeln und Vorurteile aus. Und trifft mit seinen manchmal zynischen, manchmal eher satirischen Zeilen irgendwie den Nerv von Männern und Frauen in ganz Deutschland. "Männer" wird sein erster großer Hit, katapultiert ihn schlagartig an die Spitzen der Charts und wird so zum Ausgangspunkt seiner beeindruckenden Karriere.

Der Musiker Herbert Grönemeyer singt 2011 auf der Bühne.
Bildrechte: dpa

Coverversionen ...

... gibt es von den Bläck Fööss, Vicky Leandros und Nina Hagen.

In den Charts...

... landet "Männer" in Deutschland in den Top 10 der Singlecharts.

Und heute

zählt Herbert Grönemeyer zu den größten deutschen Popstars der letzten Jahrzehnte. Mit fast 20 Millionen in Deutschland verkauften Alben ist er der derzeit erfolgreichste deutsche Musiker.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 22. Januar 2019 | 05:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Januar 2019, 05:00 Uhr