MDR THÜRINGEN - Das Radio MDR THÜRINGEN - Nachrichten um 12:00 Uhr


VW bietet bundesweit Rabatte bei Umtausch älterer Diesel

Volkswagen weitet die Wechselrabatte zum Umtausch älterer Diesel auf ganz Deutschland aus. Der Rabatt werde ab morgen bei der Inzahlungnahme von Euro-4- oder Euro-5-Diesel-Fahrzeugen zusätzlich zum Gebrauchtwagenwert gewährt, teilte der Autokonzern mit. Die Aktion gehe bis Ende April. Bislang ist die Wechselprämie auf 15 Städte beschränkt, in denen die Stickoxid-Grenzwerte deutlich überschritten werden. Mehr als 100 Wissenschaftler zweifeln die These an, dass Feinstaub in deutschen Städten gesundheitsgefährdend seien. Die zumeist Lungenfachärzte fordern eine Überprüfung der Grenzwerte und haben ein entsprechendes Positionspapier unterschrieben.


Umfrage: Demokratie überzeugt viele Ostdeutsche nicht

Die Menschen in Ostdeutschland stehen der Demokratie einer Umfrage zufolge deutlich skeptischer gegenüber als Westdeutsche. Das schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die eine Befragung dazu in Auftrag gegeben hatte. Demnach gaben 42 Prozent der Ostdeutschen an, dass sie die Demokratie für die beste Staatsform hielten. In Westdeutschland seien das 77 Prozent gewesen. Auch das Wirtschaftssystem wird in Ost und West sehr unterschiedlich beurteilt. In Westdeutschland meinte fast die Hälfte der Befragten, es gebe kein besseres System als die Marktwirtschaft. In Ostdeutschland waren 30 Prozent dieser Auffassung. Zudem vertraue nur die Hälfte der Befragten aus den neuen Bundesländern darauf, dass Grundrechte wie die Meinungsfreiheit wirksam geschützt seien - im Westen seien es zwei Drittel. Für die Umfrage wurden rund 1.200 Menschen befragt.


Zahl der anonymen Geburten in Thüringen weiterhin niedrig

Die Zahl der anonymen Geburten in Thüringen ist weiterhin niedrig. Im vergangenen Jahr entschieden sich nach Angaben des Sozialministeriums zwei Frauen dazu, ihr Kind anonym auf die Welt zu bringen - so viele wie auch 2017. Seit 2002 können Schwangere in Thüringen ohne Angabe ihrer Personalien entbinden. Nach der Geburt vermittelt das Jugendamt die Kinder. Seit 2014 gibt es auch die Möglichkeit einer vertraulichen Geburt. In diesen Fällen stimmt die Mutter zu, dass das Kind mit 16 Jahren ihre Identität erfahren darf.


17.300 Euro gegen Wolfsangriffe für Weidetierhalter

Mit rund 17.300 Euro hat das Land Thüringen im vergangenen Jahr Schaf- und Ziegenbesitzer beim Schutz gegen Wolfsangriffe unterstützt. Das meiste Geld ist für Elektrozäune und Zubehör verwendet worden, wie das Umweltministerium mitteilte. Rund 2000 Euro wurden demnach als Zuschuss für Herdenschutzhunde genutzt. Der Landesverband der Schafzüchter lobt die Hilfe. Die Schäfer hätten durch den Zaunauf- und abbau aber einen erheblichen Mehraufwand, sagte Zuchtleiter Gerhard Schuh. Im vergangenen Jahr waren in Thüringen mehr als 60 Schafe, Ziegen und Kälber von Wölfen getötet oder verletzt worden.


Vater soll Kinder sexuell mißbraucht haben

Am Landgericht Erfurt muss sich ein Vater wegen schweren sexuellen Missbrauchs und Körperverletzung verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat 28 Übergriffe angeklagt, davon fünf Fälle des schweren sexuellen Missbrauchs. Der 39-Jährige Erfurter soll seine damals drei bis sechs jährigen Kinder über zwei Jahre lang geschlagen und missbraucht haben. An einem seiner Kinder und dem acht Jahre alten Sohn seiner Lebensgefährtin soll er sich sexuell vergangen haben. Angezeigt wurde der Mann von den Müttern und einem Großvater.


Minister ist zufrieden mit "Hortnerinnen-Lösung"

In Thüringen sorgt der Einsatz von Hortnerinnen als Lehrer weiter für Unstimmigkeiten zwischen Landesregierung und CDU-Opposition. Der Einsatz von Erzieherinnen im Unterricht habe sich bewährt, sagte Bildungsminister Helmut Holter. Die Erzieherinnen seien eine wichtige Unterstützung bei der Absicherung des Unterrichts. Kritik kommt von der CDU: Bildungsexperte Christian Tischner sagte, inzwischen unterrichteten auch Hortnerinnen an Grundschulen, die dazu gar nicht ausgebildet seien. Die Landesregierung plant, wegen des Lehrermangels auch im nächsten Schuljahr Hortnerinnen an Grundschulen einzusetzen.


Streit um Krankenversicherung für Beamte

Ein geplantes Gesetz zur Krankenversicherung von Beamten sorgt für Streit zwischen Landesregierung und Beamtenbund. Das Land will künftig auch Beamte unterstützen, die sich gesetzlich krankenversichern. Bisher erhalten nur privatversicherte Beamte eine Beihilfe. Mit dem neuen Gesetz will Finanzministerin Heike Taubert nach eigenen Worten für Gerechtigkeit sorgen. Der Thüringer Beamtenbund sieht das Gesetz kritisch. Diese Art von Beihilfe gebe es nur in wenigen Bundesländern. Daher könnte es künftig für Beamte schwieriger werden, in ein anderes Bundesland zu wechseln.


TFW warnt vor Betreten von Eisflächen

Vor dem Betreten von Eisflächen an Talsperren wird gewarnt. Eine Sprecherin der Thüringer Fernwasserversorgung sagte, die teils zentimeterdicken Eisschichten verlockten zwar. Jedoch sei das Eis wegen des schwankenden Wasserspiegel nicht tragfähig. Senkt sich das Wasser unter einer geschlossenen Eisdecke, entsteht ein Hohlraum zwischen Wasserfläche und Eis. Dadurch riskiert man einzubrechen. Die Thüringer Talsperren Lütsche, Scheibe-Alsbach, Erletor sowie die in Zeulenroda und Weida sind momentan komplett zugefroren.


Greenpeace: Merkel soll Klimawandel in Davos ansprechen

Die Umweltorganisation Greenpeace hat Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, beim Weltwirtschaftsforum in Davos den Klimawandel anzusprechen. Greenpeace-Chefin Morgan sagte, die Klimakrise sei eine riesige Bedrohung für die Welt. In Davos gebe es Platz für dieses Thema. Den sollte die Kanzlerin nutzen. Merkel hält am Nachmittag eine Rede auf dem Weltwirtschaftsforum. Außerdem spricht sie mit internationalen Unternehmen über Künstliche Intelligenz. Bei ihrem Besuch in der Schweiz wird sie unter anderem von Wirtschaftsminister Peter Altmaier begleitet.


ADFC fordert Grünpfeil nur für Radfahrer

Radfahrer sollen nach dem Willen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs künftig auch bei Rot rechts abbiegen dürfen. Gefordert werde ein Grünpfeil nur für Radfahrer, sagte eine Sprecherin des ADFC. Der bisher bestehende Grünpfeil auch für Kraftfahrzeuge bringe dagegen Sicherheitsrisiken für Radler und Fußgänger mit sich, weil viele Autofahrer nicht wie vorgeschrieben anhielten. Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat einen Pilotversuch angekündigt, mit dem sie den Grünpfeil nur für Radler in Zusammenarbeit mit mehreren Städten testen will.


Weltjugendtag in Panama eröffnet

In Panama ist der Weltjugendtag der katholischen Kirche eröffnet worden. Zum Auftakt gab es eine Messe unter freiem Himmel, an der Zehntausende Gläubige teilnahmen. Panamas Erzbischof Ulloa rief die Jugendlichen auf, eine Führungsrolle im Kampf für Gerechtigkeit zu übernehmen. Sie sollten nie die Vision von einer besseren Welt aufgeben. Bis Sonntag werden 250.000 Menschen zum Weltjugendtag erwartet. Heute Abend kommt Papst Franziskus nach Panama.


Shutdown: FBI kann Informanten nicht mehr bezahlen

Die seit Wochen geltende Haushaltssperre in den USA macht auch der Bundespolizei FBI immer mehr zu schaffen. Wie der Berufsverband der FBI-Mitarbeiter mitteilte, können Informanten und Übersetzer nicht mehr bezahlt werden. Der Verband befürchtet, wertvolle Hinweise für immer zu verlieren. Auch Drogen für verdeckte Einsätze könne man nicht mehr kaufen, DNA-Testsätze nicht mehr bezahlen. Bei der US-Bundespolizei gibt es rund 13.000 Sonderagenten. Die Mehrzahl von ihnen bekommt wegen der Haushaltssperre kein Geld, muss aber weiterhin arbeiten.

Zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2019, 12:10 Uhr