Oldie-Geschichten | 15.02.2019 "Ein Herz kann man nicht reparieren" von Udo Lindenberg

1991: Der Bundestag beschließt den Umzug von Bonn nach Berlin - und Udo Lindenberg bringt "Ein Herz kann man nicht reparieren" heraus

Udo hat schwere Zeiten hinter sich. Nach megaerfolgreichen Jahren musste er erstmals wieder kommerzielle Flops verkraften. Dann gab's auch noch Streit mit seinen Bandkollegen. Die Folge: Einige langjährige Mitstreiter des Panikorchesters kehrten ihm den Rücken zu. Und zu allem Überfluss ging's Lindenberg selbst auch noch gesundheitlich an den Kragen. Die exzessiven Jahre mit 200 Zigaretten pro Tag, grenzenlosem Absinth-Genuss und diversen Drogenexperimenten führten Lindenberg direkt in die Klinik. Diagnose: Schwerer Herzinfarkt, im Hamburger St. Georg Krankenhaus kämpfte er um sein Leben.

Udo Lindenberg und Helge Schneider
Heute spielt Udo Lindenberg seine Songs oft mit anderen bekannten Künstlern. Bildrechte: imago/Future Image

Doch die Wiederbelebung gelingt, sowohl gesundheitlich als auch künstlerisch. Er verzichtet vorerst auf Alkohol und Nikotin. Bei seiner ersten DDR-Tournee im Jahr 1990 schwimmt er auf einer Welle der Begeisterung. Und Udo macht sich auf, neue Songs zu produzieren, endlich wieder innovativ und nah am Zeitgeschmack. Gemeinsam mit Annette Humpe, die später auch den Prinzen zum Höhenflug verhilft, versucht sich der Panikrocker unter anderem in Sachen Vergangenheitsbewältigung. Versteckt in einem Text über Trennungsschmerz beweist Udo, dass er nach seinem Zusammenbruch tatsächlich geläutert ist. "Ein Herz kann man nicht reparieren, alles bleibt leer und auch der Arzt hilft nicht mehr."

In den Charts ...

ist "Ein Herz kann man nicht reparieren" wieder ein großer Erfolg für Udo Lindenberg. In Deutschland in den Top 30.

Und heute?

ist der Panikrocker nach langen Jahren der Alkohol- und Nikotin-Abstinenz wieder rückfällig geworden. Nach eigenen Angaben gibt's Zigarren und Likör jedoch nur noch in Maßen statt in Massen.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | 15. Februar 2019 | 05:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2019, 05:00 Uhr