Oldie-Geschichten | MDR THÜRINGEN - Das Radio | 14.02.2020 "Dancing with tears in my eyes" von Ultravox

1984: Das Space Shuttle "Discovery" startet zu seinem Jungfernflug und Ultravox bringen "Dancing with tears in my eyes" heraus.

Der Kalte Krieg zwischen Amerika und der Sowjetunion spitzt sich immer weiter zu, die Angst vor einem Atomkrieg ist nahezu überall präsent. Die Stimmung zwischen den Supermächten heizt sich immer weiter auf, beide Seiten rüsten sich für den Ernstfall. Für die vier Jungs von Ultravox ein schrecklicher Gedanke. Auch sie fürchten sich vor dem drohenden Horrorszenario, wollen ihre Gedanken in einen Song packen.

Ultravox 2 min
Bildrechte: EMI Music

Kürzlich haben sie auf einer alten Grammofon-Platte den Songtitel "Dancing with tears in my eyes" entdeckt. Diesen wollen sie mit einer eigenen, zeitgemäßen Fassung in die Jetztzeit transportieren. Sie entwerfen einen Text, in dem sie sich mit dem "Worst Case" auseinandersetzen. Was würde man im Falle einer nuklearen Katastrophe in den letzten Minuten seines verbleibenden Lebens noch tun? Inspiriert werden sie dabei auch von dem Endzeitfilm "On the beach" von Nevil Shute, in dem es um ein ähnliches Szenario geht. Und tatsächlich treffen Midge Ure, Chris Cross, Billy Curry und Warren Cann mit ihrem Song im modernen Sythesizer-Sound genau den Nerv der Zeit. "Dancing with tears in my eyes" wird ein Riesenerfolg und zählt heute zu den großen Klassikern aus den 80ern.

Der Text ...

... handelt von der Erkenntnis, dass das eigene Leben unausweichlich ein Ende finden wird und daher zu Tränen gerührt ist "Tanze mit Tränen in meinen Augen, weine um die Erinnerung an ein vergangenes Leben."

Coverversionen ...

... gibt es unter anderem von der französischen Bossanova-Band Nouvelle Vague.

Und heute?

Ist die Botschaft des Song immer noch aktuell. Die Band Ultravox hat sich nach einer erfolgreichen Wiedervereinigung 2008 bis 2012 laut Sänger Midge Ure nun endgültig aufgelöst.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | MDR THÜRINGEN mit Haase und Waage | 14. Februar 2020 | 10:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Februar 2020, 11:27 Uhr