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Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Egelsdorf - Ortsteil von Dröbischau

Ein schreckliches Dorf oder ein Dorf des Schreckens? Kann das sein? Professor Jürgen Udolph hat entdeckt, dass der erste Teil des Ortsnamens auf's althochdeutsche "Schrecken" zurückgeht.

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Historische Belege des Ortsnamens

  • 1316 Egilsdorf (UB. Paulinzelle Nr. 171 S. 173)
  • 1436 Eczilßdorff (UB. Paulinzelle Nr. 392 S. 369)
  • 1482 Egilßdorff (Rg. Schwarzb. Bl. 1)
  • 1516 Egelsdorff (Würdtwein, Thuringia S. 153)
  • 1743 Egelsdorff (Heydenr. 418)
  • 1796 Egelsdorf (Bube 30, 125)

Der Ortsname enthält im Grundwort zweifelsfrei hochdeutsch -dorf und im ersten Teil - erkennbar am -s- vor -dorf - einen Vornamen. Dieser lässt sich nicht vollkommen genau bestimmen, entweder Agil oder Egil ist am wahrscheinlichsten. Man stellt diesen Namen mit einer -l-Erweiterung zu gotisch agis, althochdeutsch agī, egī ‘Schrecken’.

Literatur-Angabe: * R. Fischer und K. Elbracht, Die Ortsnamen des Kreises Rudolstadt, Halle 1959, S. 27.
* H. Rosenkranz, Ortsnamen des Bezirkes Gera, Greiz 1982, S. 30.

Zuletzt aktualisiert: 21. Juni 2017, 10:20 Uhr