Kulturnacht | 11.04.2021 | ab 22:05 Uhr Kulturnacht: Erfurts Blütenträume - Buga 2021

Zehn Jahre lang hat Erfurt die Bundesgartenschau 2021 vorbereitet. Am 23. April soll es losgehen, doch Corona bremst einige Veranstaltungen aus. Trotzdem: Erfurt blüht und will sich zeigen.

Blumenbeete im egapark
Blumenbeete im egapark Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Es begann mit einem Brief. Dieser landete vor über zehn Jahren auf dem Tisch des Oberbürgermeisters. Darin schlug ein Erfurter vor, künftig alle Gartenschauen in Deutschland in Erfurt auszurichten. Immerhin habe die Stadt eine Jahrhunderte alte Gartenbautradition. Er habe damals zum Telefon gegriffen und bei der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft in Bonn angerufen, so Andreas Bausewein. Und die hatte gerade ihre Förderrichtlinien geändert, sodass nun auch bestehende Gartenanlagen wie der Egapark Bundesgartenschau-Gelände werden konnten.

Eine gemaltee Broschüre aus den 1920er Jahren zeigt Erfurter Dom und Blumen.
Eine gemaltee Broschüre aus den 1920er-Jahren zeigt Erfurter Dom und Blumen. Bildrechte: MDR/Sammlung Raßloff

Im September 2011 gibt die Stadt dann den Antrag ab, die Bundesgartenschau ausrichten zu können. Im Dezember desselben Jahres erhält sie den Zuschlag. Große Pläne werden geschmiedet, drei Areale als Garten- und Landschaftsschaugelände auserkoren.

Der Nordpark und die Gera-Aue werden später aus den offiziellen Buga-Ausstellungsflächen ausgeklammert, aber dennoch für rund 80 Millionen Euro umgekrempelt. Heute sind sie mit 60 Hektar Erfurts größter Landschaftspark.

Der Nordpark in Erfurt.
Der Nordpark in Erfurt. Bildrechte: MDR/Isabelle Fleck

Die beiden anderen Areale - der Egapark und der Petersberg - erhalten ein millionenschweres Facelifting. Der 60 Jahre alte Egapark wird saniert und bekommt mit dem Zwei-Zonen-Klimahaus "Danakil" eine deutschlandweit einzigartige Attraktion. Die Besucher sollen dort auf den Spuren des Wassers wandeln - von der heißen Wüste "Danakil" in den tropischen Regenwald.

Kakteen im Danakil-Haus im egapark Erfurt
Kakteen im Danakil-Haus im egapark Erfurt Bildrechte: MDR / Antje Kirsten

Zehn Jahre hat Erfurt die Bundesgartenschau vorbereitet. Um die Erfurter einzubeziehen, gab es unter anderem zehn Buga-Dialoge. Verbaut wurden insgesamt rund 185 Millionen Euro, ein Großteil des Geldes floss dabei als Fördermittel in die Stadt. Erfurt hat sich rausgeputzt und mit einem Erfurt-Schriftzug am Petersberg vor wenigen Wochen auch ein neues Fotomotiv erhalten.

 Ein Schriftzug auf dem Erfurter Petersberg.
Ein Schriftzug auf dem Erfurter Petersberg. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die BUGA soll am 23. April 2021 eröffnet werden. Doch die Corona-Pandemie stellt Vieles infrage. So wurden bereits alle Feiern zur Eröffnung und Veranstaltungen in den ersten Wochen danach abgesagt.

Die MDR THÜRINGEN-Kulturnacht am Sonntagabend nach 22 Uhr blickt zurück auf die Buga-Anfänge in Erfurt und erzählt von begeisterten Gärtnern, die seit Jahren auf die Buga hinarbeiten.

Über einen Panoramaweg gelangt der Besucher auf den Petersberg und somit auf das BUGA-Gelände mitten in Erfurt.
Über einen Panoramaweg gelangen Besucher auf den Petersberg und somit auf das Buga-Gelände mitten in Erfurt. Bildrechte: MDR/Jana Herold

MDR THÜRINGEN-Autorin Antje Kirsten war in der Gera-Aue unterwegs und hat mit Erfurtern gesprochen, die den Buga-Prozess kritisch begleitet haben. Sie lädt ein, mit ihr übers Gelände des Petersberges und durch den Egapark zu bummeln - wenige Tage bevor sich die Tore öffnen - mit strengem Hygienekonzept, aber mit viel Vorfreude.

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Kulturnacht | 11. April 2021 | 22:05 Uhr