Zwei LED-Glühbirnen
LED-Leuchten sind für viele Verbaucher inzwischen das Leuchtmittel der Wahl. Bildrechte: Colourbox.de

Service | 18.12.2018 LED-Lampen: Immer besser, aber nicht alle gut

LED-Lampen gelten nicht nur als chic und modern, sondern auch als wirtschaftliche Alternative zu anderen Leuchtmitteln. Wie gut aktuelle Modelle mit E27-Fassung sind, hat Ökotest unter die Lupe genommen. Welche Lebensdauer die Modelle haben, welche Vorteile und welche Schwächen – das ist Thema in der Servicestunde.

Zwei LED-Glühbirnen
LED-Leuchten sind für viele Verbaucher inzwischen das Leuchtmittel der Wahl. Bildrechte: Colourbox.de

Erinnern Sie sich noch, vor ein paar Jahren? Die große Stunde der Energiesparlampen hatte geschlagen. Die sogenannten ESL Lampen waren im Prinzip Leuchtstoffröhren in Kugelform. Doch bevor sie sich durchsetzen konnten, kam die LED-Lampe. Das Versprechen: Noch sparsamer, noch heller und auch bald gar nicht mehr so teuer. Heute kann man problemlos für jede Fassung eine LED Lampe finden, auch in höheren Lichtstärken.

Vorteil an den LED-Leuchten: Sie sind oft mehrfarbig, vielfältig steuerbar und in ihrer Lebensdauer unschlagbar. Die LED-Lampe gilt inzwischen nicht nur als chic und modern, sondern auch als wirtschaftliche Alternative.

LED steht für Light Emmiting Diodes. LED-Lampen bieten eine hohe Lichtausbeute bei niedrigem Energieverbrauch und langer Lebensdauer. Hochwertige LEDs sollen sogar bis zu 20 Jahre brennen. Sie leuchten auch meist gleich nach dem Einschalten.

Ökotest sieht große Qualitätsunterschiede

LED-Strahler für Halogen- Spot
Gute LED sollen bis zu 30.000 Stunden leuchten. Bildrechte: colourbox

Die Zeitschrift Ökotest hatte in der Vergangenheit untersucht, wo die LED-Technik noch Defizite hat. Chefredakteur Jürgen Stellpflug betonte: "Gerade bei der Leuchtkraft gibt es noch Unterschiede. Bei guten Produkten ist das überhaupt kein Problem. Es gibt aber auch Billighersteller, bei denen ist die Qualität momentan kaum akzeptabel." Noch deutlicher ist der Unterschied, wenn man auf die gesamte Lebensdauer einer LED-Birne schaut. 20.000 bis 30.000 Stunden soll sie halten. Und bei guten Produkten lässt die Leuchtkraft im Lauf der Zeit nur wenig nach. Anders die Billig-Produkte: Sie haben oft schon nach 3.000 Stunden ein gutes Drittel ihrer Leuchtkraft eingebüßt, teilweise noch mehr.

Punkten konnten die LED-Lampen vor allem dann, wenn es um die Qualität des Lichts geht. "Energiesparlampen sind da ganz schlecht. Ihr Licht ist ganz anders und für viele Menschen unangenehm. LED-Licht nähert sich dagegen sehr stark den alten Glühbirnen an und wirkt daher deutlich lebendiger", so Stellpflug.

Gute LEDs sind inzwischen durchaus eine Alternative, die sich lohnt und klare Vorzüge hat. Und gelohnt hat sich die Anschaffung auch schon als die Birnen um die 50 Euro gekostet haben. "Schon bei diesen Preisen lohnte sich die Anschaffung nach ungefähr vier Jahren, bei günstigen sogar bereits nach einem Jahr", so der Chefredakteur.

Energieintensive Herstellung, aber sparsam im Verbrauch

Abstriche macht der Chef-Tester nur bei der Energie-Bilanz: LED brauchen viel Energie bei der Herstellung. Angesichts der längeren Lebensdauer sei dieser Stromverbrauch aber dennoch vertretbar und unterm Strich noch immer geringer.

Fazit: In der Qualität haben die LED inzwischen aufgeholt und sind den Energiesparlampen überlegen. Und der Preis wird den Durchbruch der Technik auch nicht mehr aufhalten.

Wie arbeiten LED? LED steht für "Licht emittierende Dioden" - Halbleiterkristalle werden durch Strom zum Leuchten gebracht. LED gehören zu den Elektrolumineszenzstrahlern. Sie sind Halbleiterdioden, die nach Anlegen der Durchlassspannung aus der Sperrschicht heraus Licht emittieren. Die Vorteile liegen in ihrem geringen Energieverbrauch und der geringen Wärmeentwicklung.

Die Strahlungserzeugung erfolgt bei den LED durch Rekombination von Ladungsträgerpaaren in einem Halbleiter mit entsprechendem Bandabstand. Der Bandabstand und damit die Wellenlänge des Lichtes ist durch die Wahl der Halbleiterstoffe in Zusammenhang mit dem entsprechenden Dotiermaterial bestimmt. Die Leuchtdiode dient zur Erzeugung einer schmalbandigen Strahlung im nahen UV-, im sichtbaren oder im Infrarotbereich. Die Größe der Leuchtfläche beträgt bis zu vier Quadratmillimeter.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 18. Dezember 2018 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2018, 11:00 Uhr