Service | 02.01.2018 Tipps für den Strom- und Gaswechsel

Zum Jahreswechsel steht für viele so genannte "Aktive" auch der Anbieterwechsel für Gas und Strom an. "Aktiv" heißen sie, da sie jährlich ihre Verträge überprüfen und regelmäßig ihren Anbieter wechseln. Im Gegensatz dazu stehen die "Bequemen", welche sich häufig noch in der Grundversorgung der örtlichen Stadtwerke befinden. Diesen entgeht jedoch bares Geld.

Im neuen Jahr erhöhen viele Anbieter für Gas und Strom ihre Preise. Dies wird den Kunden per Schreiben mitgeteilt. Wie hoch der neue Preis ist, lässt sich jedoch erst bei genauerem Hinsehen feststellen. Die Erhöhung würde teilweise von einer Informationsflut über Stromkennzeichnung und Energiesparmöglichkeiten überschattet, kritisiert Stiftung Warentest.

Erhöhungen oft unbegründet

Dabei seien die Erhöhungen überwiegend unbegründet, beziehungsweise die angegebenen Gründe nicht nachvollziehbar, sagt Stiftung Warentest. Ein häufig vorgebrachtes Argument lautet :steigende Kosten bei der Bereitstellung. Dabei sei dies nur selten der Fall. Stiftung Warentest recherchierte: Aktuell sinken diese Kosten in vielen Städten oder bleiben zumindest gleich. Achtung: Ein jährlicher Preisanstieg über drei bis sieben Prozent ist nach Angaben der Stiftung Warentest normal. Wer allerdings nicht bereit ist, diese zusätzlichen Kosten zu tragen, der sollte zu einem "aktiven" Kunden werden und so Geld sparen. Ein guter Vorsatz für das neue Jahr!

Kunden haben laut Stiftung Warentest nach der Ankündigung der Preiserhöhung mehrere Möglichkeiten:

  1. Der Kunde nimmt diese hin und bezahlt im folgenden Jahr den vom Anbieter vorgegebenen Preis.
  2. Er verhandelt beim Anbieter und fragt nach günstigeren Preisen.
  3. Er wechselt den Anbieter zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Entweder der Vertrag läuft aus, oder der Kunde nutzt sein Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhung.

Keine Preiserhöhung? Der Wechsel lohnt trotzdem!

Auch wenn der Anbieter seine Preise im kommenden Jahr nicht erhöht, lohne es sich, über einen Anbieterwechsel nachzudenken, sagt Stiftung Warentest. Mit Hilfe von Vergleichsportalen im Internet sei der Vorgang so einfach wie noch nie. Oft locken attraktive Boni im ersten Vertragsjahr. Sowohl Neukunden- als auch Sofortboni können sich rechnen. Bis zu mehrere hundert Euro könnten eingespart werden. Der neue Anbieter kümmert sich nach Anmeldung um den Wechsel weg vom alten Versorger. Ein relativ unbürokratischer Weg.

Tipps für "Bequeme" Kunden

Vor allem die Grundversorgung, in der viele "bequeme" Nutzer festhängen, sei teuer, so Stiftung Warentest. Wem ein jährlicher Wechsel zu aufwändig wirkt, der sollte zu einem Anbieter wechseln, der mit konstanten Preisen wirbt. Diese sollten zumindest jährlich überprüft werden, ein Wechsel wäre dann nur im Falle einer unerwarteten Preiserhöhung nötig.

Quelle: Stiftung Warentest, Finanztest "Raus aus den teuren Tarifen"

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 02. Januar 2018 | 11:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. Januar 2018, 13:59 Uhr

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