Service | 22.10.2019 Was tun gegen trockene Augen?

Die Augen sind rot, tränen, brennen, man hat das Gefühl, dass ein Sandkorn drin ist:  Immer mehr Menschen leiden unter trockenen Augen.

Ursachen dafür liegen unter anderem in unserer Vorliebe für elektronische Medien. Wir starren auf Bildschirme (auf Arbeit und privat) und vergessen dabei, regelmäßig zu blinzeln. Dazu kommen Klimaanlagen in den Büros - Faktoren, die dazu führen können, dass die Tränenfunktion der Augen nur noch eingeschränkt funktioniert. Oder die Fettschicht, die den Tränenfilm vor Verdunstung schützt, funktioniert nicht mehr. Ungünstig wirken sich auch Kontaktlinsen, hormonelle Veränderungen im Alter und Vitamin-A-Mangel aus.

Zwei Augen
Entzündete Augen brennen wie die Hölle. Bildrechte: Colourbox.de

Die Folge ist das sogenannte Office-Eye ("Büro-Auge") oder Sicca Syndrom. Es beschreibt das Krankheitsbild einer unzureichenden Benetzung der Hornhaut oder Bindehaut mit Tränenflüssigkeit. Neben dem Gefühl, dass ein Fremdkörper im Auge ist, äußert sich Sicca in geröteten Augen und verklebten Lidern am Morgen. Das Sicca Syndrom ist nicht schädlich. Auf längere Sicht kann es aber zu einer Bindehautentzündung führen und die Sehfähigkeit erheblich einschränken.

Augentropfen und feuchtwarme Kompressen helfen

Den meisten Patienten hilft es, mehrfach am Tag, die Augen mit künstlicher Tränenflüssigkeit mit Hyaloronsäure aus der Apotheke zu benetzen. Neben den Augentropfen gibt es auch Geltropfen oder eine spezielle Salbe für die Nacht. Auch Augenpflege kann da gut helfen. Der Fokus der Behandlung liegt auf dem Lidrand. Feuchtwarme Kompressen helfen, das verkrustete Sekret am Morgen aufzuweichen, eine Lidrandmassage unterstützt die Drüsen, die wertvolles und schützendes Fett für den Tränenfilm ausscheiden. Die Technik lässt man sich am besten beim Augenarzt zeigen.

Auge einer jungen Frau wird mit Augentropfen behandelt 5 min
Bildrechte: IMAGO

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase & Waage | 22. Oktober 2019 | 11:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2019, 13:45 Uhr