Eine Illustration des Ortssschildes vonn Dillstädt vor Feldern und Häusern.
Bildrechte: MDR Thüringen

Landkreis Schmalkalden-Meiningen Dillstädt

Der Ortsname hat nichts mit dem Dill zu tun, aber mit einem anderen Gewäschs. Die ursprüngliche Bezeichnung von Dillstädt lautet nämlich "Distelstadt".

Eine Illustration des Ortssschildes vonn Dillstädt vor Feldern und Häusern.
Bildrechte: MDR Thüringen

Historische Belege

  • 1206 Distelstadt (Dobenecker I Nr. 1319 S. 245; Hist. Henn. I, 1-2 UB Nr. 1 S. 180)(ca. 1206) Distelstat (Dobenecker I Nr. 1325 S. 246)
  • 1230 Distelstat (Dobenecker III Nr. 138 S. 29)
  • 1245 Distilstath (Dobenecker III Nr. N 67 S. 564)(ca. 1255) Distelstat (Dobenecker III Nr. N 71 S. 564)
  • 1251 Dystelstad (Dobenecker III Nr. 1897 S. 302)
  • 1271 Distelstat (Dobenecker IV Nr. 676 S. 99)
  • 1273 Distelstat (Dobenecker IV Nr. 956 S. 139)
  • 1513 Johannes Dylstadt de Fladungen superiori (Acten d. Erfurter Universität, Bd. 8/2)
  • 1542 Dylstadt (Bergner, Darstellung)
  • 1833 Dillstädt (König 2,5)

Zur Bedeutung des Ortsnamens:

Die Überlieferung überrascht ein wenig. Unzweifelhaft ist als Grundlage des Namens eine „Distelstätte“, also eine Stelle, an der Disteln wachsen, anzunehmen. Dann verändert sich der Name - leider in der Überlieferung nicht gut wiedergegeben - zu Dylstadt, Dillstedt, Dillstädt. Die Veränderung muss sich zwischen 1500 und 1700 vollzogen haben. Genaueres müssten weitere historische Belege aus dieser Zeit zeigen.

Literatur H. Bergner, Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Kreise Ziegenrück und Schleusingen, Halle 1901, S. 139.

H. Walther, Namenkundliche Beiträge zur Siedlungsgeschichte des Saale- und Mittelelbegebietes bis zum Ende des 9. Jahrhunderts, Berlin 1971, S. 276.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 20. Februar 2019 | 05:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. Februar 2019, 05:00 Uhr