Frau und Mann mit Reiseprospekten und Laptop zu Hause auf dem Sofa.
Bildrechte: imago/wolterfoto

Service | 13.05.2019 Online-Reisebüros: Das sollten Sie wissen

Die Urlaubsreise online buchen ist bequem, aber nicht alle Reiseanbieter im Internet sind seriös. In der Servicestunde klären wir mit Ralf Reichertz von der Verbraucherzentrale, worauf es bei der Buchung ankommt, damit die schönsten Wochen des Jahres kein Reinfall werden.

Frau und Mann mit Reiseprospekten und Laptop zu Hause auf dem Sofa.
Bildrechte: imago/wolterfoto

Bequem vom Sofa aus die nächste Reise buchen - das ist auch abends oder am Wochenende möglich und daher ein echter Trend. Ein großer Teil aller Reiseleistungen - einzeln oder im Paket als Pauschalreise - werden inzwischen über Online-Reiseportale gebucht. Doch immer wieder werde arglose Kunden von unseriösen Reise-Anbietern im Internet über den Tisch gezogen.

Unsere Tipps:

  • Überprüfen Sie die Website des Reiseanbieters auf eine eindeutige Identifizierung. Dazu gehören neben der vollständigen Adresse und dem Namen des Vertretungsberechtigten auch die Handelsregisternummer.

  • Überprüfen Sie, ob Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) leicht und vollständig auf der Seite des Reise-Portals finden können.

  • Nutzen Sie nur verständliche Buchungsabläufe. Jederzeit sollte ersichtlich sein, wo Sie sich im Buchungsvorgang befinden. Sie sollten kurz nach der Buchung eine Buchungsbestätigung per E-Mail erhalten, die alle Reisedaten sowie den Reisepreis ausweist. 

  • Bevorzugen Sie Angebote mit verschiedenen sicheren Zahlungsmöglichkeiten: Sie sollten bei Online-Reisebuchungen die Wahl zwischen mindestens zwei Zahlungsmöglichkeiten haben, z.B. zwischen Überweisung und Lastschriftverfahren.

  • Achten Sie auf vollständige Angaben zur Reise. Dazu gehören unter anderem das Reiseziel, Unterbringung und Verpflegung, Reiseroute, Transportmittel, Visumserfordernisse und vorgeschriebene Impfungen.

  • Achten Sie darauf, ob das Online-Reisebüro als Veranstalter oder nur als Vermittler auftritt. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn davon hängt ab, wer bei Mängeln oder einer Insolvenz haftet. Das steht zumeist in den AGB.

  • Hüten Sie sich vor "Gratis"- oder Billigangeboten. Dazu gehören oft Ausflüge zu Teppich-, Lederwarenfabriken oder Schmuckhändlern. Die Fahrten entpuppen sich nicht selten als Verkaufsveranstaltungen, auf denen geschultes Personal überteuerte Waren an die Reisenden bringt.

  • Achten Sie bei Pauschalreisen auf den Sicherungsschein. Dieser weist eine Versicherung des Reiseveranstalters gegen Insolvenz und Zahlungsunfähigkeit nach.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 13. Mai 2019 | 11:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Mai 2019, 05:00 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.