Mann Kind und Frau sitzen, voneinander abgewandt auf einem Sofa, vor einem Weihnachtsbaum
Wenn jeder seine Erwartungen an Weihnachten zurückschraubt, wird es ein entspanntes Fest. Bildrechte: Colourbox.de

Service | 05.12.2018 Entspannt durch die Weihnachtszeit

Eigentlich ist die Weihnachtszeit die besinnliche Zeit, aber nicht selten wird gerade aus der stillen Nacht eine recht laute Krawallnacht. Denn spätestens unterm Baum bricht alles hervor, was sich in der Zeit vorher an Spannung aufgestaut hat. Wir geben Ihnen in der Servicestunde einige Tipps, wie Sie entspannt durch die Weihnachtszeit kommen.

Mann Kind und Frau sitzen, voneinander abgewandt auf einem Sofa, vor einem Weihnachtsbaum
Wenn jeder seine Erwartungen an Weihnachten zurückschraubt, wird es ein entspanntes Fest. Bildrechte: Colourbox.de

Kennen Sie das? Schon Wochen vor dem Weihnachtsfest gibt es in der Familie Meinungsverschiedenheiten, wenn es um den Ablauf der Feiertage geht. Wer feiert Weihnachten wo? Wo feiert Oma mit? Müssen Kinder, die selber schon Kinder haben, Heiligabend wieder bei Mama und Papa vor dem Christbaum sitzen? Oder darf man auch sagen, dass man gern allein sein möchte? Falsche Rücksichtnahme, hohe Erwartungshaltungen und unausgesprochene Wünsche sorgen schnell für schlechte Stimmung unterm Tannenbaum. Versuchen Sie, den Druck von den Feiertagen zu nehmen - auch bei sich selbst.

Geschenkestress vermeiden

Ein großer Stressfaktor ist das Besorgen der Geschenke. Denn wer das wirklich Passende für die Liebsten finden will, braucht auch Zeit, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Ohne gute Idee wird das Geschenk schnell zum Flopp. Statt planlos in die Stadt zu rennen, überlegen Sie zu Hause, wer was bekommen soll. Einfacher wird es, wenn man nur eine Person beschenken muss.

Eine junge blonde Frau mit 2 Paketen und traurigem gesicht
Weniger ist oft mehr. Bildrechte: Colourbox.de

Schlagen Sie doch einfach vor auszulosen, wer für welches Geschenk verantwortlich ist. Und fangen Sie damit nicht zu spät an! Schon über das Jahr kann man Ideen sammeln, worüber sich die Liebsten freuen. Ersparen Sie sich Enttäuschungen mit Geschenken, die auf den letzten Drücker besorgt werden. Gutscheine sind - sofern sie selbst gemacht und mit Liebe verpackt werden - eine gute Alternative. Zum Beispiel für ein Wellness-Wochenende.

Hat das Kind einen Wunschzettel geschrieben, sollte man ihm frühzeitig klarmachen, dass das kein Bestellschein ist. Nicht jeder Wunsch kann erfüllt werden. Das Kind sollte zudem um seiner selbst Willen geliebt und beschenkt werden. Zwingen Sie es daher nicht zum Blockflötenkonzert unter dem Weihnachtsbaum.

Ein Großvater und sein Enkel lesen gemeinsam eine Weihnachtsgeschichte 11 min
Bildrechte: IMAGO

Der Feier-Countdown läuft. Wer besucht wen an welchem Feiertag. Wo ist Bescherung? Wer macht den Braten? Wie kriegt man Familie, Freunde und alle Vorhaben unter einen Hut?

MDR THÜRINGEN - Das Radio Mi 05.12.2018 11:50Uhr 10:35 min

https://www.mdr.de/mdr-thueringen/service/audio-899410.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

Verplanen Sie (sich) nicht

Weniger ist manchmal mehr. Das gilt nicht nur für Geschenke, sondern auch für das "Familienprogramm" über Weihnachten. Nicht alle Verwandten können über die drei Festtage besucht werden. Reduzieren Sie Verpflichtungen auf ein Minimum und genießen Sie lieber die freie Zeit mit Ihren Liebsten.

Oder ziehen Sie sich auch einmal zurück. Jedes Familienmitglied hat seine individuellen Bedürfnisse. Es ist völlig in Ordnung, im neuen Buch zu schmökern oder in die heiße Wanne zu gehen, statt mit der gesamten Familien spazieren zu gehen oder Karten zu spielen. Das gilt auch für Kinder. Sie brauchen gerade zu Weihnachten Ruhepole.

Verteilen Sie die Aufgaben

Sollten Sie die Familie eingeladen haben: Machen Sie nicht alles selbst! Wenn Kinder größer werden, freuen sie sich, wenn sie ernst genommen und an den Vorbereitungen beteiligt werden. So könnten sie beispielsweise den Tisch decken, die Spülmaschine ausräumen oder den Baum schmücken. Dann ist es auch egal, wenn nicht alles perfekt aussieht und statt der Strohsterne doch wieder das Lametta am Baum hängt. Verabschieden Sie sich von einem strikten Regieplan und lassen Sie die Dinge einfach mal laufen. Es wird bestimmt niemand verhungern oder zu kurz kommen.

Verschieben Sie Aussprachen

Weihnachten in Familie
So beschaulich kann Weihnachten auch sein. Bildrechte: colourbox.com

Gerade wenn man sich nur selten sieht, brennen oft verschiedene Themen auf den Nägeln, die man gerne mal ansprechen möchte. Warten Sie damit aber lieber bis nach Weihnachten. Werden heikle Themen an der Weihnachtstafel angesprochen, ist eine schöne Atmosphäre schnell dahin. Das sollten Sie nicht riskieren. Jeder Mensch hat zwar eine genaue Vorstellung davon, wie Weihnachten "richtig" gefeiert wird. Doch wenn Harmonie zur Pflicht wird, knirscht es leicht unterm Weihnachtsbaum. Nehmen Sie nervige Angewohnten den Onkels oder der Oma einfach mal mit Humor. Auch ein ausgiebiger Spaziergang an frischer Luft kann bei Spannungen Wunder wirken.

Das Weihnachtsessen

Gehen wir zu Euch oder zu uns? Das Weihnachtsessen kann etwas sehr Gemütliches sein. Vorausgesetzt, es hat nicht nur einer allein die ganze Arbeit. Ersparen Sie sich zusätzlichen Stress und verzichten Sie auf kulinarische Experimente. Auch Vorkochen (z.B. Suppe) ist eine gute Alternative. Nur weil die Schwiegermutter notorisch ein Sieben-Gänge-Menü auf den Tisch zaubert, müssen Sie nicht dasselbe tun. Kaufen Sie Torten und Stollen, statt sie selber zu backen.

Wechseln Sie sich mit der Einladung innerhalb der Familie ab und verteilen Sie die Aufgaben. Wenn zum Beispiel jeder etwas mitbringt (Suppe, Salat, Dessert...), wird die Tafel schön bunt und die Vorbereitungszeit für jeden einzelnen hält sich in Grenzen. Denken Sie auch über ein Catering nach. Die Kosten werden einfach geteilt. Wer es ganz unkompliziert mag, auch ein Treffen in einem schönen Restaurant kann besinnlich sein. Reservieren Sie aber zeitig genug Plätze!

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 05. Dezember 2018 | 11:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. Dezember 2018, 12:55 Uhr

Auch interessant