Zwei junge Frauen sitzen auf einer Wiese
Hören Sie aufmerksam zu - und seien Sie wohlwollend dem anderen gegenüber. Bildrechte: Colourbox.de

Servicestunde | 13.02.2019 Achtsames Sprechen und Zuhören

In der täglichen Kommunikation mit unseren Mitmenschen treten viele Missverständnisse auf - meistens durch Unachtsamkeit beim Sprechen und Zuhören. Wie man achtsamer miteinander spricht und dadurch Frust und Streit vermeidet, erklärt Dirk Eichhorn-Mödel vom Institut "Lingva Eterna" in Erlangen. Er ist Gast in unserer Servicestunde.

Zwei junge Frauen sitzen auf einer Wiese
Hören Sie aufmerksam zu - und seien Sie wohlwollend dem anderen gegenüber. Bildrechte: Colourbox.de

Egal ob im stressigen Arbeitsalltag oder im Familientrubel - oft haben wir keine Zeit, dem anderen genau zuzuhören und uns auszutauschen. Stattdessen werden die wichtigsten Informationen zwischen Tür und Angel zugerufen oder per Mail geschickt. Doch bedingt durch Zeitmangel und Termindruck kommt es dann häufig zu Missverständnissen und Spannungen. Denn oftmals lesen oder hören wir etwas, das ganz anders gemeint war. Im schlimmsten Fall eskaliert die Situation dann in einem Streit.

Zwei Frauen, die Nachrichten mit ihrem Smartphone senden.
Seien Sie mal offline! Bildrechte: imago/Westend61

Alles, was wir sagen oder irgendwie zum Ausdruck bringen, sei es durch Stimme, Worte und Sprache, hat Auswirkungen. Worte können Glück aber auch tiefes Leid hervorrufen. Sobald ein Wort unseren Mund verlassen hat, können wir es nicht mehr einfangen. Eine achtsame Kommunikation bedeutet, dass sowohl das Sprechen als auch das Zuhören von Wohlwollen dem anderen gegenüber motiviert sind. 

Regeln für achtsames Sprechen und Zuhören

  • Seien Sie in jedem Gespräch präsent, also im Hier und Jetzt anwesend und nicht mit Ihren Gedanken an einem anderen Ort, in der Vergangenheit oder in der Zukunft.
  • Sprechen Sie von sich statt über den anderen. Reden Sie über das, was Sie selbst fühlen oder denken, anstatt Ihrem Gegenüber Vorwürfe zu machen. Verwenden Sie Ich- anstatt Du-Botschaften.
  • Formulieren Sie ihre Botschaft klar. Sprechen Sie ruhig und gelassen statt aufgeregt und hektisch. Vermeiden Sie Begriffe wie "immer" und "nie".
  • Führen Sie kein Gespräch, wenn Sie wütend sind. Verlassen Sie unter Umständen den Raum und atmen Sie mal durch. Erkennen Sie Ihren eigenen Ärger anstatt ihn zu verbalisieren oder auf den Gesprächspartner zu übertragen.
  • Achtsames Zuhören ist die Voraussetzung für achtsames Sprechen. Hören Sie daher aufmerksam und unvoreingenommen zu. Wenn es sich um eine Grundsatzdiskussion handelt, ist es sinnvoll, mit eigenen Worten noch einmal zusammenzufassen, was Sie gehört haben.

Achtsamkeit 4 min
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Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 13. Februar 2019 | 11:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Februar 2019, 07:48 Uhr

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2 Kommentare

14.02.2019 19:41 Gerd Rammstock 2

Grundsätzlich eine tolle Sache und wirklich eine löbliche Absicht. Aber wie passt das zusammen, dass dann die genannten Personen dieses Vereins sich nicht mal bei Ihren Namen für eine klare Linie entscheiden können ? Das fängt bei dem Herrn Dirk XY an und wie hieß doch gleich die genannte Professorin ? So eine Unsitte, die sich da neuerdings breit macht, mit diesen Doppelnamen in unserer Sprache.

13.02.2019 08:55 Wunderbar! 1

Achtsames Zuhören und Sprechen sollte ein Schulfach werden!