Servicestunde | 25.11.2019 Wie sicher ist das Bezahlen per App?

Kleine Einkäufe lassen sich in Sekundenschnelle mit Smartphone oder Smartwatch bezahlen. Ein bequemer und bei den Kunden beliebter Service. Aber wie sicher sind die dazu benötigten Apps?

Bezahlen mit dem Handy
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Zwischen drei und acht Sekunden dauert es, mit dem Smartphone zu bezahlen. Etwa acht Mal schneller als mit Bargeld. Das ist super und für Kunden attraktiv. Wäre da nicht die Frage der Sicherheit. Was passiert mit den Daten. Können Diebe an unsere Konten?

Diese Technik steckt hinter den Bezahl-Apps

Die Apps verwenden die NFC-Technik. NFC steht für "Nahfeldkommunikation" und funktioniert über einen integrierten Chip. Wer auf seinem Smartphone die entsprechende App installiert hat, braucht an der Supermarktkasse oder beim Bäcker nur sein Handy knapp über das Lesegerät zu halten. Manche Apps arbeiten beim Bezahlen zusätzlich mit einer Pin, andere mit einem QR-Code.

Wer mit dem Handy bezahlen möchte, braucht ein Smartphone und meist auch eine Kreditkarte. Die Bezahl-App wird im App-Store heruntergeladen, installiert und die Kreditkarte hinterlegt. Dann lässt sich das Smartphone zur bargeldlosen Zahlung nutzen. Bei der Auswahl der Apps haben Nutzer eine recht große Auswahl. Nur iPhones funktionieren ausschließlich mit ApplePay. Alle anderen kommen mit den meisten Anbietern zurecht. Wer keine Kreditkarte besitzt, kann bei einigen Apps auch sein Bankkonto direkt verknüpfen.

Datensicherheit

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Kleine Einkäufe lassen sich in Sekundenschnelle mit Smartphone oder Smartwatch bezahlen. Wie sicher sind die Bezahl-Apps?

MDR THÜRINGEN - Das Radio Mo 25.11.2019 11:50Uhr 08:02 min

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Die Bezahl-Apps sind laut dem aktuellen Test der Stiftung Warentest sehr sicher. Sie werden sogar als sicherer als Bankkarten eingeschätzt. Beim Bezahlen werden nämlich nicht die Bankdaten, sondern nur eine Stellvertreternummer gesendet, die für Diebe völlig nutzlos ist. Auch ein Auslesen der Daten durch Betrüger, die mit in der Kassenschlange stehen, soll nicht möglich sein, da die Übertragung der Daten nur über die wenigen Zentimeter zwischen Lesegerät und Smartphone möglich ist. So nah kommt kein Dieb. Anders sieht es in Bezug auf die persönlichen Daten der Kunden aus. Während Apple Pay nach eigenen Angaben keine Daten sammelt, Google Pay Daten sammelt, aber keine personalisierte Werbung versendet, sind die Apps der Lebensmittelhändler zum Kundendaten sammeln konzipiert. Wer diese spezialisierten Bezahl-Apps nutzen möchte, kann damit nur beim jeweiligen Händler und mit ihm verbundenen Läden bezahlen. Die App verrechnet automatisch Sparangebote und Coupons.

Hat jemand das Handy gestohlen, kann er damit natürlich Einkaufen. Allerdings können nur kleine Summen ohne PIN bezahlt werden. Auch wenn viele kleine Summen kurz hintereinander abgebucht werden, fragt die App nach der PIN. Die Summe, mit der pro Tag ohne PIN gezahlt werden kann, ist häufig beschränkt.

Trotzdem sollten App-Nutzer ihre Bankdaten immer im Blick behalten, um schnell auf unübliche Abbuchungen reagieren zu können. Wird das Handy gestohlen, sollten die Besitzer dies umgehend melden und das Konto beziehungsweise die Kreditkarte sperren.

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Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 25. November 2019 | 11:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. November 2019, 15:23 Uhr