Servicestunde | 19.01.2021 Drucker fürs Homeoffice im Test

Unter Experten gilt die Faustregel: Je billiger der Drucker ist, desto höher sind die Druckkosten. Welches Gerät eignet sich am besten fürs Homeoffice? Die Computerzeitschrift c't hat mehrere Drucker getestet. Außerdem sagen wir Ihnen in der Servicestunde, worauf Sie beim Gerätekauf achten sollten.

Ein junger Mann druckt in einem Buero in Hamburg etwas mit dem Drucker aus.
Multifunktionsgeräte sind Drucker, Scanner und Kopierer in einem. Bildrechte: dpa

Wer viel zu Hause arbeitet, muss bei der Druckerauswahl entscheiden: Soll es ein Familiengerät sein, das auch Fotos in guter Qualität zu Papier bringt, oder ein Büro-Multifunktionsgerät mit Fax und großem Papiervorrat? Bei den meisten Modellen ist Drucken nur noch eine Funktion von vielen. Als Multifunktionsgeräte können sie auch scannen, kopieren oder faxen.

Diese Fragen sollten Sie vor dem Kauf klären:

  • Wie oft und wie viel drucke ich?
  • Drucke ich regelmäßig Familienfotos aus?
  • Brauche ich wirklich randlosen Fotodruck?
  • Muss ich oft viele Einzelseiten scannen, faxen oder kopieren?
  • Muss ich oft Briefumschläge oder andere Sonderformate bedrucken?

Wer öfter mal ein paar Seiten ausdruckt, für den lohnt sich ein Laserdrucker. Der trocknet auch nach monatelanger Standzeit nicht ein, ist aber rasch zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Die Ausdrucke sind wisch- und wasserfest, allerdings verbraucht der Laserdrucker viel Strom und druckt keine guten Fotos.

Wer nur wenige Seiten im Monat druckt (dafür aber regelmäßig) und auch mal eine farbige Präsentation, für den ist ein Tintendrucker meist günstiger. Die Patronen sollten für 500 Seiten reichen - sonst sind die Kosten für Tinte bald viel höher als für das Gerät.

Eine Frau arbeitet mit Hörschutz im Homeoffice.
Wer nur ab und zu etwas ausdruckt, braucht kein teures Gerät. Bildrechte: dpa

Drucker im Test

Die Computerzeitschrift c't hat fünf günstige Tinten­Multifunktionsdrucker zwischen 90 und 190 Euro getestet: Brother MFC-J497DW, Canon Pixma TS5350, Epson WorkForce Pro WF-4820DWF und die HP-Modelle Envy Pro 6420 und DeskJet Plus 4120.

Steuerung über App und Cloud

Einige Hersteller lagern die Einrichtung des Geräts sowie die diversen Einstellungen in eine App und die Webseite der Hersteller aus. Dadurch kann man auch Druckaufträge einfach über das Handy steuern.

Der HP-Drucker hat eine eigene E-Mail-Adresse. Die HP-App leitet nicht nur einen Druckauftrag per Mail an eine Cloud, die wiederum den Drucker aktiviert, die Cloud sammelt auch alle Netzwerkdaten vom PC oder vom Smartphone, weil der Druck darüber eingerichtet wird. Klären Sie vorher mit Ihrem Chef, ob Geschäftsbriefe oder andere Memos über die Hersteller-Cloud laufen dürfen - und dort gespeichert werden.

Druckkosten im Blick behalten

Unter Experten gilt die Faustregel: Je billiger der Drucker ist, desto höher sind die Druckkosten. Wählen Sie also lieber nicht das Billig-Angebot vom Schnäppchen-Tisch. Patronen nachzukaufen, erhöht sonst die Kosten oftmals um ein Vielfaches.

Die neueren Modelle der Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte punkten mit bis zu sechs farbigen Patronen - Standard sind nur vier. Dadurch verbessert sich die Druckqualität von Fotos, steigert aber die Druckkosten. Wer viel ausdrucken muss, sollte auf Geräte mit XXL-Patronen achten. Die größeren Behälter senken den Preis pro Druckseite.

Noch günstiger sind die "EcoTank"-Drucker. Bei ihnen wird die Tinte aus Flaschen in fest eingebaute Tintentanks nachgefüllt. Ein Tank fasst die Menge von mehr als 80 Tintenpatronen.

Druckerpatronen für Tintenstrahldrucker
Druckerpatronen für Tintenstrahldrucker kosten oft viel Geld. Bildrechte: IMAGO

Fazit des Tests

Die Computerzeitschrift c't empfiehlt für das "normale" Homeoffice den Epson Work Force Pro WF-4820 und Canon Pixma TS 5350. Beide punkten mit guter Druckqualität und akzeptablen Kosten für Tintenpatronen. Der Epson verfügt als einziger Drucker im Test über einen USB-Steckplatz. Der Canon hingegen ist ein Platzsparer und hat sogar Bluetooth an Bord. So kann man direkt vom Smartphone aus ein Foto drucken.

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Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 19. Januar 2021 | 11:10 Uhr