Servicestunde | 07.01.2020 Förderung und Stromtarife beim Elektroauto

Momentan fahren noch wenige Elektroautos auf deutschen Straßen. Ihre Zahl wächst aber kontinuierlich. In unserer Servicestunde fassen wir Tipps von Stiftung Warentest zu Förderung und Stromtarifen für E-Autos zusammen.

E-Auto
E-Auto an der Ladestation Bildrechte: imago/photothek

Förderung von Elektroautos

Bis Ende 2020 gilt: Für E-Autos erhalten Käufer einen Zuschuss von 4.000 Euro. Davon schießt 2.000 Euro der Staat zu, die anderen 2.000 Euro kommen von den Herstellern. Die Fördersumme gibt es für E-Autos, deren Listenpreis niedriger als 60.000 Euro ist.

Wer sich erst nach 2020 ein Elektroauto anschaffen will, profitiert noch mehr. Im November 2019 einigten sich Bundesregierung und Autoindustrie beim sogenannten Autogipfel auf einer Verlängerung bis zum Jahr 2025. Folgende Konditionen gelten dann:

  • Die Förderung steigt von 4.000 auf 6.000 Euro für E-Autos mit Listenpreis von unter 40.000 Euro.
  • E-Autos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro werden mit 5.000 Euro bezuschusst.
  • E-Autos ab einem Listenpreis von 60.000 Euro erhalten keinen Zuschuss.

Steuervorteile für E-Autos

Wer sich ein E-Auto anschafft, kann außerdem bei den Steuern sparen:

  • Halter sind zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit, wenn sie sich vor dem 31. Dezember 2020 ein E-Auto anschaffen.
  • Wer sich daheim eine private Ladestation installieren lässt, kann dafür Anfahrt und Arbeitsweg (Handwerkerkosten) steuerlich geltend machen.
  • Wer beim Arbeitgeber seinen Wagen auflädt, muss dies bis zum Jahr 2030 nicht als geldwerten Vorteil versteuern.
  • Steuervergünstigungen gibt es auch für Dienstwagen.

Stromtarife für die eigene Wallbox

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E-Auto an einer Ladesäule Bildrechte: imago images / Jan Huebner

Wer sich zu Hause eine private Ladestation (Wallbox) installieren lässt, hat für die Abrechnung zwei Optionen: Er lässt die Box mit dem Zähler für den Haushaltsstrom verbinden. Oder er lässt sich einen zweiten Zähler einbauen und schließt einen Autostromvertrag ab. Die Kosten für die Kilowattstunde sind mit einem Extrazähler günstiger. Stiftung Warentest hat dazu mehrere Ökostromtarife verglichen.

Grundsätzlich gilt:

  • Wer über die Haushaltssteckdose lädt, sollte vorher einen E-Check machen. Normale Haushaltssteckdosen könnten überlastet werden.
  • Besser ist laut Stiftung Warentest die Installation einer Wallbox. Eigenheimbesitzer müssen mit Kosten zwischen 3.000 und 5.000 Euro kalkulieren. Mieter benötigen für die Installation die Zustimmung des Eigentümers.
  • Die Wallbox muss beim Netzbetreiber angemeldet werden - bei einer Leistung von mehr als elf Kilowatt ist eine Genehmigung erforderlich.
  • Wer über einen einzigen Zähler abrechnen lässt, kann sich für einen Haushaltstarif mit Rabatt für E-Autos entscheiden.
  • Noch günstiger ist ein zweiter Zähler mit entsprechendem Autostromtarif. Allerdings kostet wiederum der Einbau des Zählers Geld. Hier ist Rechnen angesagt, was sich am ehesten lohnt.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 07. Januar 2020 | 11:10 Uhr