Servicestunde | 17.06.2020 Komfortable E-Bikes im Test

E-Bike-Test: Welche sind die besten? Worauf sollte man beim Kauf achten? Welchen Einfluss hat das Drehmoment? Und wie halten Akkus besonders lang? Diese Fragen beantwortet in der Servicestunde ein Experte der Stiftung Warentest.

Ein Mann sitzt auf einer Bank und dabeben steht ein Elektrofahrrad
Ein komfortables E-Bike bringt den Fahrer entspannt zur Arbeit. Bildrechte: imago images/Westend61

Bei den E-Bikes ist es wie bei normalen Fahrrädern auch. Es gibt sportliche Typen, die für die Tour durchs Gelände geeignet sind. Und es gibt die komfortablen Räder mit tiefem Einstieg, geeignet für Rockträgerinnen, Menschen mit Hüftproblemen und Fahrer und Fahrerinnen, die nicht so gern über eine Stange steigen.

Stiftung Warentest hat genau solche E-Bikes getestet: Zwölf Tiefeinsteiger, auf die man auch im engsten Bleistiftrock klettern kann, oder wenn man halt nicht mehr ganz so gelenkig ist. Alle hatten Scheibenbremsen. Alle hatten Gangschaltungen mit sieben bis zehn Gängen.

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Welche E-Bikes sind die besten? Worauf sollte man beim Kauf achten? Und wie halten Akkus besonders lang? Diese Fragen beantwortet in der Servicestunde ein Experte der Stiftung Warentest.

MDR THÜRINGEN - Das Radio Mi 17.06.2020 11:10Uhr 07:51 min

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Wichtigstes Auswahlkriterium: Die Akkuleistung

Das wichtigste Auswahlkriterium beim Kauf eines E-Bikes ist für die meisten Käufer eine hohe Akkuleistung. Alle Räder hatten fest verbaute Akkus, die für eine Strecke von 100 Kilometern reichen, wenn man selber ordentlich in die Pedale tritt. Nicht schlecht. Aber trotzdem würden einige der Akkus wohl im Alltag nerven.

Zwei Akkus hatten Kunststoffverbindungen, die bei einem Funkenschlag in Brand geraten könnten. Die Tester vergaben für diese Räder deshalb die Note "mangelhaft". Andere brauchten sechs bis sieben Stunden, bis das Rad vollgeladen war. Grund sind die Ladegeräte. Wer ein Hochleistungsladegerät hat, braucht nur drei Stunden warten. Das wird wichtig, wenn unterwegs die Energie mal alle ist.

Bei den Testfahrten fielen das teuerste und das billigste Rad im Test durch. Bei beiden Modellen traten durch die Belastung Risse im Rahmen auf. Bei anderen kritisierten die Tester instabiles Verhalten beim Fahren mit Gepäck. Um den Testsieger zu besitzen, müssen E-Biker 2900 Euro investieren. Dafür bekommen sie ein leistungsfähiges, stabiles Elektrofahrrad, auf dem die täglichen Touren Spaß machen.

So hält der Akku lange

Moderne Akkus haben eine Leistung um die 500 Watt. Damit kommen Radler in hügeligem Gelände etwa 50 Kilometer weit. Aber natürlich lässt sich die Reichweite des Akkus vergrößern. Sie ist abhängig von der Außentemperatur, vom Gelände und davon wie viel der Fahrer selber schafft. Je weniger Motorleistung zugeschaltet wird, desto länger reicht es. Dann muss der Akku aufgeladen werden. Insgesamt soll das etwa 5 - 10.000 Mal möglich sein.

Aber irgendwann ist ein neuer Akku fällig. Spätestens nach fünf Jahren müssen E-Biker damit rechnen. Denn je öfter ein Akku aufgeladen und je älter er wird, desto schwächer wird er. Um seine Lebenszeit so lange wie möglich zu erhalten, sollten die Akkus nicht komplett geleert, sondern nach jeder Fahrt aufgeladen werden. Steht das Fahrrad länger herum, wird der Akku nach Gebrauchsanweisung geladen, trocken und bei gleichmäßigen Temperaturen gelagert. Extreme Temperaturen schaden dem Akku.

Mann mit Fahrradhelm und E-Bike
Wird das Fahrrad länger nicht gebraucht, sollte der Akku ausgebaut und separat gelagert werden. Bildrechte: imago images / allOver-MEV

Was sagt das Drehmoment?

Das Drehmoment beschreibt, wie stark der Motor die Drehbewegung der Kurbel unterstützt. Die Unterstützung des Motors sollte sich möglichst stufenlos einstellen lassen. Eine starkes Drehmoment hilft vor allem in steilen, bergigen Gegenden sehr beim Fahren. Aber es verbraucht natürlich viel Energie. Deshalb kann es für Flachlandbewohner sinnvoll sein, ein schwächeres Drehmoment zu wählen und dann mit einer Akkuladung größere Strecken zu schaffen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 17. Juni 2020 | 11:10 Uhr