Servicestunde | 18.01.2021 EEG 2021 bringt wichtige Neuerungen für Verbraucher

Die Meldefrist für Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Blockheizkraftwerke läuft Ende Januar ab. Was es sonst noch Neues und Wichtiges rund um das EEG 2021 gibt, besprechen wir mit der Verbraucherzentrale in unserer Servicestunde.

Die Sonne spiegelt sich in einem Solarpanel.
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Am 31. Januar 2021 läuft für Verbraucher die Frist ab, ihre Photovoltaik-Anlagen, Batteriespeicher, die an das Stromnetz angeschlossen sind und Blockheizkraftwerke im Marktstammdatenregister zu registrieren. Die Frist gilt für Anlagen, die vor dem 1. Juli 2017 in Betrieb genommen wurden.

Auch ortsfeste kleine Balkon-Solargeräte und Batteriespeicher müssen registriert werden. Aber auch Anlagen, die bereits im Meldeportal der Bundesnetzagentur registriert sind, müssen zusätzlich im Marktstammdatenregister gemeldet werden. Und sie gilt auch für Anlagen, die ab Januar 2021 keine EEG-Förderung mehr erhalten.

EEG = Erneuerbare Energien Gesetz

Die Registrierung funktioniert kostenlos über ein Online-Portal. Ohne Anmeldung erhalten Anlageneigentümer kein Geld mehr, wenn sie ihren überschüssigen Strom in das Gesamtnetz einspeisen mehr und riskieren sogar ein Bußgeld. Die Einspeisevergütung pro Kilowattstunde wird seit 2021 ohnehin nur für Neuanlagen bis 100 kWp Nennleistung gewährt.

So funktioniert die Registrierung

Betreiber einer entsprechenden Anlage können die Registrierung auf der Seite www.marktstammdatenregister.de vornehmen.

Am Ende der Registrierung erhalten Verbraucher eine Meldebescheinigung. Personenbezogene und vertrauliche Daten sind später nicht öffentlich einsehbar.

Das müssen Sie angeben:

  • Adress- und Kontaktdaten
  • E-Mail-Adresse
  • Geburtsdatum
  • Standort der Anlage
  • Datum der Inbetriebnahme
  • technische Merkmale
  • Infos zum Netzbetreiber

Außerdem fallen nun nach 20 Jahren die ersten Photovolatik-Anlagen aus der EEG-Förderung, das heißt, man darf den erzeugten Strom nicht mehr ins Netz einspeisen. Was also mit der Anlage tun?

Was tun mit der Solaranlage?

  • Umbau auf Eigennutzung. Damit Sie den Solarstrom künftig vorrangig selbst verbrauchen können, muss die Photovoltaikanlage im Zählerschrank umgeklemmt werden, so dass der Solarstrom direkt in die Stromkreise des Hauses fließen kann. Ein Solarstromspeicher sammelt Energie für die Nacht. Wenden Sie sich für die elektrotechnischen Arbeiten an einen Fachbetrieb. Wenn Sie die Anlage auf Eigenverbrauch umstellen, müssen Sie aber als Betreiber für den selbst verbrauchten Strom die ermäßigte EEG-Umlage (2,6 Cent pro Kilowattstunde) zahlen. Kleine Anlagen mit einer Leistung von weniger als 30kWp Nennleistung sind von der Umlage befreit.

  • Neuen Abnehmer für den Solarstrom finden. Das allerdings ist schwierig, weil eine Solaranlage auf dem Hausdach keine großen Strommengen generiert und damit für einen Energieversorger bzw. Netzbetreiber nicht interessant ist. Wer allerdings eine Solaranlage mit mindestens 300kWp besitzt, ist verpflichtet, an Ausschreibungen teilzunehmen!

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 18. Januar 2021 | 11:10 Uhr